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Marjorie Taylor Greene
Freigabe der Epstein-Akten: Trump reagierte „extrem wütend“ auf Greene
Unter dem Druck des Parlaments gab Trump die Ermittlungsakten zum Epstein-Fall frei. Im Nachgang soll er gewütet haben.
Washington, D.C. – Marjorie Taylor Greene, rechtsextreme Hardlinerin und Mitglied der Republikaner, überwarf sich mit US-Präsident Donald Trump bereits im November. Sie verlangte die komplette Freigabe der Ermittlungsakten zum Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Trump nannte sie „durchgeknallt“ und „weit nach links“ angedriftet. Nach ihrem Rücktritt als republikanische Abgeordnete im Repräsentantenhaus kündigte sie an, ihr Mandat am 5. Januar 2026 niederzulegen. Doch vorher teilt sie weiter gegen Trump aus.
So beschrieb sie kürzlich in einem Interview mit CBS News ihre Gespräche mit Trump, nachdem sie als eine von nur vier Republikanern eine Petition zur Veröffentlichung der vollständigen Epstein-Akten unterschrieb: „Wir haben über die Epstein-Akten gesprochen, und er war extrem wütend auf mich, weil ich die Petition zur Freigabe der Akten unterzeichnet hatte“, sagte Greene in einem Clip, den CBS am Freitagabend (5. Dezember) ausstrahlte.
Greene über Trump-Aussagen zu Epstein-Akten: Veröffentlichung schade Menschen
„Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Frauen alles verdienen, was sie fordern. Sie fordern, dass alles ans Licht kommt. Sie haben es verdient. Und er war wütend auf mich“, erzählte sie und führte aus, dass Trump angedeutet habe, eine Veröffentlichung würde „Menschen schaden“. In einer Erklärung auf X hatte sie nach ihrer Rücktrittsankündigung betont, dass sie Trump und seiner „America First“-Agenda treu geblieben, ihre Loyalität jedoch „eine Einbahnstraße“ gewesen sei.
Wie die Independent UK einordnet, steht dies in starkem Gegensatz zu Aussagen, die Greene gegenüber CBS 2023 in einem Interview tätigte. Seinerzeit hatte sie die Demokraten als „Partei der Pädophilen“ bezeichnet und behauptet, dass sie inklusive des damaligen Präsidenten Joe Biden die Sexualisierung von Kindern aufgrund von Transgender-Operationen unterstützten: „Kinder zu sexualisieren ist das, was Pädophile mit Kindern machen“, hatte sie geschlossen.
Die lange Liste Jeffrey Epsteins: Donald Trump, Prinz Andrew und viele mehr
Epstein-Akten müssen bis zum 19. Dezember freigegeben werden
Nach Trumps Unterschrift muss das Justizministerium die Epstein-Akten nun bis zum 19. Dezember freigeben. Hierzu erklärte US-Bundesrichter Rodney Smith in Fort Lauderdale, dass das kürzlich verabschiedete Bundesgesetz zur Freigabe der Akten Vorrang vor einer Vorschrift habe, die die Veröffentlichung von Angelegenheiten vor einer Grand Jury verbietet. Eine Grand Jury ist eine Gruppe von Geschworenen, die nach der Vorlage von Beweismitteln durch die Staatsanwaltschaft entscheidet, ob Anklage in einem Fall erhoben werden kann.
Welche Tragweite die Dokumente haben, ist unklar. Das Justizministerium hat Gerichte ersucht, die Dokumente in drei separaten, mit Epstein verbundenen Fällen zu entsiegeln: die Grand-Jury-Ermittlung in Florida von 2006–07, Epsteins Menschenhandelsverfahren von 2019 in New York und Maxwells Menschenhandelsverfahren von 2021, ebenfalls in New York. Smith entsprach am Freitag dem Antrag. (Quellen: Independent UK, eigene Recherche) (ktho)