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Kreml-Saboteure
Bundesanwaltschaft lässt mehrere Ukrainer festnehmen – Anschlagspläne im Auftrag Putins?
Deutsche Ermittler haben drei mutmaßliche Saboteure festgenommen, die im Auftrag Russlands Anschläge in Europa geplant haben sollen.
Update, 13.23 Uhr: Wie mittlerweile bekannt wurde, sollen sich die drei Ukrainer bereiterklärt haben, Anschläge auf den Gütertransport in Deutschland zu begehen. Der mutmaßliche Plan war es, von Deutschland aus an Empfänger in der Ukraine Pakete mit Spreng- oder Brandvorrichtungen zu senden, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Um geeignete Transportwege auszukundschaften, habe der in Köln festgenommene Mann Ende März dort zwei Testpakete mit GPS-Trackern aufgegeben. Den Auftrag bekam er demnach von einem der Mitbeschuldigten. Der Dritte half beim Zusammenstellen der Paketinhalte.
Erstmeldung: Berlin/Moskau – In einer koordinierten Aktion konnten die Bundesanwaltschaft, der Verfassungsschutz, ein Landeskriminalamt und der Staatsschutz mehrere mutmaßliche Agenten festnehmen, die im Verdacht stehen, im Auftrag des russischen Geheimdienstes Anschläge in Deutschland geplant zu haben. Die Festnahmen erfolgten in Köln und Konstanz, nachdem umfassende Observationen und geheimdienstliche Hinweise zur Enttarnung der Verdächtigen geführt hatten.
Mutmaßliche Russland-Agenten festgenommen: Geplante Anschläge mit Sprengstoff
Die verdächtigen Ukrainer Vladyslav T., Daniil B. und Yevhen B. stehen unter dem Verdacht, als „Low-Level-Agenten“ für den russischen Geheimdienst tätig gewesen zu sein. Vladyslav T. lebte verdeckt in Köln, während Daniil B. in einem Asylbewerberheim in Konstanz untergebracht war. Alle drei waren zuvor polizeilich unbekannt. Bereits vor einiger Zeit waren Pläne Putins bekannt geworden, der „Wegwerf-Agenten“ nach Deutschland schickte.
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Die mutmaßlichen Agenten sollen geplant haben, Sprengstoff-Pakete zu versenden, die während des Transports explodieren sollten. Dabei sollten chemische Stoffe wie Thermit zum Einsatz kommen, die Temperaturen von bis zu 2400 Grad erreichen können. Diese Pläne erinnern an den DHL-Paketbrand am Leipziger Flughafen und sollten zur Verunsicherung der Bevölkerung beitragen.
Bundesanwaltschaft nennt Details zu Verdächtigen
Durch die Observation von Vladyslav T. und die Auswertung von geheimdienstlichen Hinweisen konnten die Ermittler die Verdächtigen identifizieren. Die erste Festnahme fand laut Angaben am 9. Mai in Köln statt, gefolgt von der Verhaftung eines zweiten Verdächtigen einen Tag später in Konstanz. Beide Männer wurden dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe vorgeführt und befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Der dritte Verdächtige wurde am 13. Mai im Schweizer Kanton Thurgau festgenommen. Nach seiner Überstellung nach Deutschland soll auch er in Karlsruhe dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
Die Sicherheitsbehörden befürchten, dass es noch viele weitere Agenten in Deutschland geben könnte, die ähnliche Anschlagspläne verfolgen.
Keine „Spielzeugdrohnen“: Verfassungsschutz nennt Zusammenhang mit Ukraine-Krieg
Der Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, erklärte bei einer Veranstaltung zum Wirtschaftsschutz, dass nahezu täglich Drohnenflüge über Militäranlagen und Unternehmen registriert würden. Dabei handle es sich nicht um „Spielzeugdrohnen“, wie er betonte. Selen verwies zudem auf einen Brand in einer britischen Halle, in der Starlink-Equipment für den Ukraine-Krieg gelagert war. Zwar sei es im Einzelfall schwierig, solche Vorfälle eindeutig einem ausländischen Nachrichtendienst zuzuordnen, doch die Häufung derartiger Ereignisse lasse ihn stark an Zufälle zweifeln.