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Iran attackiert Handelsschiffe als Vergeltung

Dutzende Schiffe attackiert: Iran legt Straße von Hormus faktisch lahm

Rund ein Fünftel des weltweiten Öls passiert die strategisch wichtige Straße von Hormus, einen zentralen Knoten der globalen Energieversorgung.

Drei weitere Frachtschiffe wurden in der vergangenen Nacht in der Nähe der Straße von Hormus getroffen. Damit steigt der Druck auf die lebenswichtige Wasserstraße, nachdem das iranische Militär geschworen hatte, sämtliches aus der Region auslaufendes Öl zu blockieren.

Wegen der Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen ist die Schifffahrt in der Straße von Hormus fast komplett zum Erliegen gekommen.

Zwei Tanker wurden nach Angaben der von den britischen Streitkräften unterstützten United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) von einem „unbekannten Geschoss“ nahe der irakischen Küste getroffen. Eine Person wurde nach Angaben der Iraqi News Agency getötet, auf beiden Schiffen brachen Brände aus.

Angriffe im Persischen Golf: Iran soll Tanker Safesea Vishnu und Zefyros ins Visier genommen haben

Irakische Behörden identifizierten die Schiffe als den unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Tanker Safesea Vishnu und die Zefyros, die unter maltesischer Flagge unterwegs ist. Schiffsdaten zeigten, dass sich beide Schiffe zum Zeitpunkt der Angriffe im nördlichen Persischen Golf in der Nähe des Iraks befanden.

Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, Iran sei für den Angriff auf die Safesea verantwortlich. Mehrere Berichte in US-Medien deuteten darauf hin, dass mit Sprengstoff beladene iranische Boote eingesetzt wurden. Unabhängig davon geriet ein Containerschiff nördlich des wichtigen Hafens Jebel Ali in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) unter Beschuss, wodurch ein „kleines Feuer an Bord“ ausbrach, wie die UKMTO mitteilte.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Straße von Hormus blockiert: Iran attackiert Handelsschiffe als Vergeltung gegen US- und Israel-Angriffe

Kurz nachdem die USA und Israel vor knapp zwei Wochen begonnen hatten, Iran anzugreifen, schwor Teheran, jedes Schiff anzugreifen, das in der Nähe der Straße von Hormus verkehrt, einer essenziellen Wasserstraße, über die rund 20 Prozent der weltweiten Rohölversorgung laufen. Innerhalb von weniger als zwei Wochen sind mehr als ein Dutzend Schiffe ins Visier genommen worden.

Eine Reihe von Angriffen auf Handelsschiffe und der Rückzug großer Versicherer aus der Kriegsrisikodeckung legten die Wasserstraße faktisch lahm und ließen den Schiffsverkehr einbrechen. Die irakischen Ölhäfen haben ihren Betrieb vollständig eingestellt, während die Handelshäfen weiterhin arbeiten, berichteten irakische Medien am Donnerstag.

Iran hat zudem als Vergeltung für die anhaltenden US-israelischen Angriffe ein Dutzend Länder in der Region attackiert, von denen viele US-Stützpunkte beherbergen, und dabei die Ölinfrastruktur der großen Erdölexporteure am Golf ins Visier genommen. Der Preis für Brent-Rohöl fiel wieder unter 100 US-Dollar pro Barrel, nachdem er am Montag auf den höchsten Stand seit Jahren geschnellt war. Am Donnerstag zog er jedoch erneut an, nachdem ein Sprecher des iranischen Militärs gewarnt hatte, die USA müssten sich auf einen Anstieg in Richtung 200 US-Dollar pro Barrel gefasst machen.

Tanker in Gefahr: USA warnen Iran nach Angriffen in der Straße von Hormus

Präsident Donald Trump drohte, Iran „zwanzigmal härter“ zu treffen, sollte das Land nicht mehr Öltanker sicher durch die Straße von Hormus passieren lassen. Demgegenüber erklärte das Korps der Islamischen Revolutionsgarden Irans, nicht „ein Liter Öl“ werde die Region verlassen.

Berichte der vergangenen Tage haben nahegelegt, dass Iran begonnen haben könnte, die Straße zu verminen, was eine neue Bedrohung für die internationale Schifffahrt darstellen würde. Trump warnte Iran, es werde Konsequenzen „in einem bislang nie gesehenen Ausmaß“ zu spüren bekommen, falls es Sprengsätze in der Straße von Hormus platzieren sollte, betonte jedoch, es gebe keinen Hinweis darauf, dass das Land dies getan habe.

Das US-Militär berät derzeit, wie Tanker in der Straße am besten eskortiert werden können. Ein thailändisches Frachtschiff wurde am Mittwoch in der Straße von Hormus getroffen, und ein unter japanischer Flagge fahrendes Containerschiff wurde am Mittwoch im Persischen Golf beschädigt.

Aktualisierung vom 12.3.2026 um 5:50 Uhr ET: Dieser Artikel wurde mit zusätzlichen Informationen aktualisiert. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © Altaf Qadri/AP/dpa

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