Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Politik

Umfrage-Dämpfer für Donald Trump: Zustimmung zur Außenpolitik auf Rekordtief

Die Skepsis der Wähler in den USA gegenüber Donald Trumps Militärinterventionen im Ausland wächst. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

Washington, D. C. – Die Zustimmung zu Präsident Donald Trumps Außenpolitik hat laut kürzlich veröffentlichten nationalen Umfragedaten seit seiner Rückkehr ins Amt für eine zweite Amtszeit ihren niedrigsten Stand erreicht. Newsweek bat das Weiße Haus per E-Mail um eine Stellungnahme.

US-Präsident Donald Trump, hier an Bord der Air Force One im Gespräch mit der Presse.

Diese Verschiebung deutet auf potenzielle Herausforderungen für die Regierung hin, da die Außenpolitik weiterhin den Nachrichtenzyklus dominiert – von der US-Militärintervention in Venezuela bis zu Trumps Drohung, Grönland zu erwerben. Die Umfrage zeigt wachsende Besorgnis in der amerikanischen Öffentlichkeit über die Ausrichtung des US-Engagements im Ausland und die Prioritäten des Präsidenten, was Auswirkungen auf bevorstehende politische Entscheidungen und die politische Landschaft haben könnte.

Eine landesweite Marist-Umfrage, durchgeführt am 12. und 13. Januar 2026, zeigt, dass nur 37 Prozent der erwachsenen US-Bevölkerung damit einverstanden sind, wie Donald Trump die Außenpolitik handhabt, während 56 Prozent dies ablehnen und 7 Prozent unsicher sind. Diese Zahlen stellen Trumps niedrigste Nettostimmung in der Außenpolitik (-19 Punkte) bei diesen Meinungsforschern während seiner zweiten Amtszeit dar; sie ist von 41 Prozent im Juli 2025 und 39 Prozent im April 2025 gefallen.

Laut denselben Meinungsforschern wiesen die außenpolitischen Werte des ehemaligen demokratischen Präsidenten Joe Biden im Jahr 2021 im September einen ähnlich hohen Ablehnungswert von 56 Prozent auf. Im Gegensatz zu Trump lehnten Biden zu einem früheren Zeitpunkt nur 46 Prozent ab, was darauf hindeutet, dass er mit einer stärkeren Ausgangsposition begann, bevor er später abrutschte. Auf seinem Tiefpunkt erreichte Biden laut dieser speziellen Umfragereihe eine Nettozustimmung zu außenpolitischen Themen von -18 Punkten, nur einen Punkt mehr als Trump.

Die Methodik der Marist-Umfrage beruhte auf einer multimodalen Befragung von landesweit 1.408 Erwachsenen mittels Live-Telefoninterviews, Textnachrichten und Online-Antworten. Die Ergebnisse sind statistisch signifikant innerhalb einer Spanne von plus/minus 3,3 Prozentpunkten. Die Daten wurden an die aktuellen Schätzungen des U.S. Census Bureau zur erwachsenen Bevölkerung angepasst, um Repräsentativität nach Region, Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen und Rasse/Ethnie sicherzustellen.

Donald Trump: Zustimmungswerte in mehreren Umfragen sinkend

Der Trend, dass die Amerikaner Trumps Umgang mit der Außenpolitik offenbar missbilligen, ist nicht auf eine einzelne Umfrageorganisation beschränkt. Eine AP-NORC-Umfrage vom 8. bis 11. Januar 2026 ergab, dass etwa sechs von zehn Amerikanern Trumps Ansatz in der Außenpolitik missbilligen – im Einklang mit den Ablehnungswerten während seiner gesamten zweiten Amtszeit. In derselben Umfrage sagten die meisten Amerikaner, 56 Prozent, Trump sei „zu weit gegangen“, was den Einsatz des US-Militärs zur Intervention in anderen Ländern betrifft. Die AP‑NORC-Umfrage unter 1.203 Erwachsenen wurde mit einer Stichprobe durchgeführt, die aus dem wahrscheinlichkeitbasierten AmeriSpeak-Panel von NORC gezogen wurde, das darauf ausgelegt ist, die US-Bevölkerung abzubilden. Der Gesamtstichprobenfehler lag bei plus/minus 3,9 Prozentpunkten.

Trump greift nach Grönland: Der Streit um die Arktisinsel in Bildern

Grönland
Donald Trump ist nicht der erste US-Präsident, der ein Auge auf Grönland geworfen hat. Schon in den 1860ern gab es einen ersten US-Vorstoß zum Kauf. So ließ Außenminister William Seward im Jahr 1868 einen „Bericht über die Ressourcen Islands und Grönlands“ erstellen. Es gebe dort Rohstoffvorkommen, die für die USA von Nutzen sein könnten, hieß es damals. Kurz zuvor hatte Seward bereits den erfolgreichen Kauf Alaskas vom russischen Zarenreich organisiert und wollte die Expansionspolitik fortsetzen. © Odd Andersen/AFP
Grönland
Der erste konkrete Kaufversuch scheiterte nicht an Dänemark, sondern am US-Kongress selbst. Dänemark hatte dem Verkauf Grönlands zugestimmt, doch der amerikanische Kongress wollte nicht schon wieder hohe Summen für nahezu unbewohnte „Eisregionen“ ausgeben. Die Abgeordneten waren nach dem teuren Alaska-Kauf skeptisch gegenüber weiteren kostspieligen Territorialerwerbungen in unwirtlichen Gebieten. © Odd Andersen/AFP
Expeditionen nach Grönland
Zwischen 1853 und 1909 führten die USA systematisch wissenschaftliche Expeditionen nach Nordgrönland durch, das damals noch staatsrechtliches Niemandsland war. Forscher wie Elisha Kent Kane, Isaac Israel Hayes und Robert Edwin Peary (dessen Basislager der Expedition von 1909 im Bild zu sehen ist) erkundeten das von den Inughuit bewohnte Gebiet und lieferten sich spektakuläre Wettläufe um die Erreichung des Nordpols. Diese Expeditionen legten den Grundstein für spätere amerikanische Gebietsansprüche. © Imago
Dänisch Westindien
1916/17 gelang den USA ein diplomatischer Schachzug: Dänemark verkaufte seine Kolonie Dänisch-Westindien in der Karibik an die Vereinigten Staaten, die daraufhin im Gegenzug die dänische Oberhoheit über ganz Grönland anerkannten. Dieser Handel war strategisch wichtig, da Dänemark bis dahin nur die grönländische Westküste kolonisiert hatte und Nord- sowie Ostgrönland Niemandsland gewesen waren. © Imago
Dänemark im Jahr 1940
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besetzung Dänemarks am 9. April 1940 flammte das US-Interesse an Grönland erneut auf. Washington befürchtete, Nazi-Deutschland könnte die gewaltige Insel unter seine Kontrolle bringen und damit eine strategische Bedrohung für Nordamerika darstellen. Grönland war durch die britische Seeherrschaft von dem besetzten Dänemark abgeschnitten. © Imago
Grönland
Der dänische Gesandte Henrik Kauffmann handelte am 9. April 1941 eigenmächtig einen Vertrag mit den USA aus, der die Errichtung amerikanischer Militärbasen in Grönland genehmigte. Kauffmann erklärte, dass er keine Weisungen aus dem deutsch besetzten Kopenhagen mehr entgegennehmen werde und sich zum alleinigen Vertreter der dänischen Interessen für Grönland erkläre. Diese „Entscheidung ebnete den Weg für die amerikanische Militarisierung Grönlands, die seither aufrechterhalten wurde.“ © Odd Andersen/AFP
Rostiges Fahrzeug ehemaliger US Luftwaffenstützpunkt im Zweiten Weltkrieg Ikatek Grönland
Bis Kriegsende waren knapp 6000 US-Militärs auf vier Marine- und 13 Armeestützpunkten auf Grönland stationiert (im Bild: der ehemalige US-Luftwaffenstützpunkt im Zweiten Weltkrieg, Ikatek). Die Insel diente vor allem als Basis für atlantiküberwachende Flugzeuge auf der Suche nach deutschen U-Booten und wurde als Auftankstation für eigene Seemissionen genutzt. 1941 wurde zudem die Sirius-Schlittenpatrouille gegründet, um deutsche Versuche zur Errichtung von Wetterstationen der Wehrmacht in der Arktis zu verhindern. © Egmont Strigl/Imago
Harry Truman unterzeichnet NATO-Vertrag 1949
Nach dem Krieg wollte Dänemark die amerikanische Militärpräsenz auf der Insel wieder rückgängig machen, doch ohne Erfolg. US-Präsident Harry Truman (hier bei der Unterzeichnung des NATO-Pakts 1949) schlug Kopenhagen drei Optionen vor: entweder das Abkommen von 1941 fortzusetzen, die US-Stützpunkte für 99 Jahre zu leasen oder Grönland für 100 Millionen US-Dollar in Gold zu kaufen. Die dänische Antwort war eindeutig: „Absurd.“ © Imago
Frederik IX
„Wir verkaufen nicht!“ – Diese klare Absage stammte vom dänischen König Frederik IX (hier ein Gedenkstein in Nuuk) im Jahr 1960, nachdem US-Präsident Eisenhower wiederholt die Absicht geäußert hatte, Grönland von Dänemark kaufen zu wollen. 65 Jahre später sind die Aussagen Dänemarks und der USA zum gleichen Thema nahezu identisch, auch an den Motiven Washingtons hat sich im Wesentlichen nichts geändert. © Imago
Thule Air Base in Grönland
1951 gelang es den USA dennoch, ein Abkommen auszuhandeln, das ihnen gewährte, Grönland weiterhin militärisch zu nutzen, wenn sie dafür die Verteidigung Grönlands übernahmen. In diesem Jahr wurde die Thule Air Base als wichtigster militärischer Stützpunkt in Grönland errichtet. Bis 1958 nutzten die USA den Flughafen Narsarsuaq und bis 1992 den Flughafen Kangerlussuaq als Militärbasen. © Imago
Absturz einer B-52 nahe der Thule Air Base 1968
Die amerikanische Militärpräsenz führte zu schweren diplomatischen Krisen und Problemen. Zu den bedeutendsten gehörten die Zwangsumsiedlung der Bewohnerinnen und Bewohner von Uummannaq direkt neben der Thule Air Base nach Qaanaaq im Jahr 1953 und der Absturz einer B-52 nahe der Thule Air Base 1968 (im Bild). Mit diesem Vorfall musste Dänemark anerkennen, dass die USA heimlich Atomwaffen in Grönland lagerten. © Imago
Grönland
Nach Ende des Kalten Kriegs verminderten die USA ihre militärischen Aktivitäten und zogen sich 1991 aus Kangerlussuaq (im Bild) und Kulusuk zurück. Jedes Mal hinterließen sie das Gebiet mit Schrott verunreinigt und häufig mit umweltschädlichen Stoffen verseucht, weigerten sich aber dafür zu haften. Dänemark erklärte sich bereit, die Verantwortung für das Aufräumen zu übernehmen. © Sergi Reboredo/Imago
Colin Powell, Per Stig Møller und Josef Motzfeldt
2004 wurde das sogenannte Igaliku-Abkommen von den Außenministern Colin Powell (USA, rechts), Per Stig Møller (Dänemark, links) und Josef Motzfeldt (Grönland, Mitte) unterzeichnet. Die USA verpflichteten sich zur Zusammenarbeit für den Umweltschutz und Grönland erhielt mehrere entwicklungsmäßige und finanzielle Vorteile von den USA. Das Abkommen wurde im Heimatort des grönländischen Außenministers geschlossen. © AFP
Klimawandel in Grönland
Das schmelzende Polareis verschärft die strategische Bedeutung Grönlands dramatisch. Die Arktis erwärmt sich laut einer Studie der Stiftung für Wissenschaft und Politik viermal so stark wie im globalen Durchschnitt. Das zurückgehende Meereis öffnet neue Seewege zwischen Asien und Europa und macht Lagerstätten von Rohstoffen an Land und auf dem Meeresboden besser zugänglich. © Jason Briner/dpa
Grönland
In der Arktis werden in Gebieten, die durch die Klimakrise zugänglich werden, riesige Mengen an unentdeckten Erdgas- und Erdölvorkommen vermutet. Diese beiden Faktoren - Kontrolle der neuen Seewege in der Arktis und Zugang zu den immensen Rohstoffvorkommen - sind die wesentlichen Gründe für den jetzigen, erneuten Vorstoß der USA, sich Grönland „anzueignen.“ © Steffen Trumpf/dpa
Anti-Trump-Demo in Kopenhagen 2019
Donald Trump hatte bereits während seiner ersten Amtszeit 2019 ein „gieriges Auge“ auf Grönland geworfen und einen Kauf der Insel ins Gespräch gebracht. Seine Begründung: Man benötige die strategisch gelegene Insel für die „nationale Sicherheit“ der USA. In Kopenhagen kam es deswegen schon damals zu Demonstrationen.  © Niels Christian Vilmann/Imago
Grönland und Trump
Doch so unverhohlen wie jetzt hatte Trump noch nie gedroht, Grönland „haben“ zu wollen. Trump verweist auf die zunehmende Präsenz russischer und chinesischer Schiffe in der Arktis-Region und behauptet, Dänemark sei nicht in der Lage, Grönland ausreichend zu schützen. Sogar eine militärische Intervention schließt er nicht aus. Die große Mehrheit der rund 57.000 auf der Insel lebenden Menschen wollen dagegen mit den USA nichts zu tun haben: Grönland stehe nicht zum Verkauf, hieß es bei einer Demonstration im März 2025. © Christian Klindt Soelbeck/dpa
Vance in Grönland
Ende März 2025 reiste US-Vizepräsident JD Vance nach Grönland. Dort äußerte er vor den stationierten US-Soldaten scharfe Kritik am NATO-Verbündeten Dänemark, zu dem die riesige Eisinsel gehört. Das Land tue angesichts der Bedrohungen durch Russland und China zu wenig für die Sicherheit Grönlands, sagte Vance auf die US-Militärstützpunkt Pituffik im abgeschiedenen Norden Grönlands.  © Jim Watson/AFP
Die Frau von Trump-Berater Stephen Miller zündelt.
Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller stellte in einem CNN-Interview sogar infrage, ob Grönland rechtmäßig zum NATO-Partner Dänemark gehöre. „Nach welchem Recht hat Dänemark die Kontrolle über Grönland?“, fragte Miller provokativ. Ein Social Media Post seiner Ehefrau Katie Miller zeigte eine Karte von Grönland in US-amerikanischen Farben. © Screenshot X
Grönland-Konflikt
In der EU und in der NATO hat sich die Erkenntnis durchgesetzt: Donald Trump meint es ernst mit seinen Grönland-Ambitionen. Europas Spitzenpolitiker reagieren mit klaren Worten auf Trumps Forderungen. Deutschland und weitere Länder stellen sich nach Trumps Drohungen demonstrativ hinter Grönland und Dänemark. Erst im September 2025 hatten dänische Streitkräfte mit Hunderten Soldaten aus mehreren europäischen Staaten an einer NATO-Übung auf Gönland teilgenommen (im Bild). © Ebrahim Noroozi/dpa
Mette Frederiksen und Donald Trump
Dänemark hat Trumps Anspruch auf Grönland und die militärischen Drohungen entschieden zurückgewiesen. Regierungschefin Mette Frederiksen sagte: „Wenn die USA ein anderes NATO-Land angreifen, dann hört alles auf.“ Das wäre das Ende des westlichen Verteidigungsbündnisses und damit auch der seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestehenden Sicherheitsarchitektur. © Christian Hartmann/AFP
Thule, Grönland
Mehrere NATO-Bündnisstaaten haben sich zuletzt für eine stärkere Präsenz des Bündnisses in der Region ausgesprochen – auch Deutschland. Im Gespräch ist dabei unter anderem der Start eines neuen Überwachungseinsatzes mit dem Namen „Arctic Sentry“ (deutsch etwa: Wächter der Arktis). Er soll den USA das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann. © Imago
US-Militärbasis Pituffik Space Base in Grönland
Die USA betreiben schon heute auf Basis von Abkommen mit Dänemark die Pituffik Space Base auf Grönland. Dieser Stützpunkt unterstützt Raketenwarnsysteme sowie Raketenabwehr- und Weltraumüberwachungsmissionen. Dänemark hat grundsätzlich nichts gegen eine verstärkte US-Militärpräsenz auf der Insel, solange die Souveränität respektiert wird. Die dänischen Streitkräfte sind hauptsächlich über das Arktische Kommando in Nuuk auf der Insel präsent. © Thomas Traasdahl/dpa
Grönland
Dass die Trump-Regierung bislang auch militärischen Zwang nicht ausschließt, um die Kontrolle über Grönland zu erlangen, sorgt in Europa für große Beunruhigung. Tatsächlich ist der Fall, dass ein NATO-Land das andere überfällt, in den Statuten der Allianz nicht vorgesehen – der Feind kommt traditionell immer von außen. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Alpenglühen in Alaska
Trump hat im Streit um Grönland aber auch immer von einem „Erwerb“ gesprochen. Der Kauf zusätzlichen Territoriums ist in der US-Geschichte kein Novum. In der Vergangenheit haben die USA für bestimmte Gebietserweiterungen immer wieder Geld in die Hand genommen. Dazu zählt beispielsweise auch Alaska (im Bild), das die damalige US-Regierung im Jahr 1867 für einen Spottpreis von 7,2 Millionen Dollar von Russland erwarb.  © Al Grillo/dpa

Ebenso ergab eine Economist/YouGov-Umfrage, die zwischen dem 9. und 12. Januar 2026 unter 1.602 erwachsenen US-Bürgern durchgeführt wurde, dass insgesamt 39 Prozent der Befragten Trumps Umgang mit außenpolitischen Fragen billigten, während 50 Prozent dies missbilligten und 11 Prozent keine Meinung äußerten. Dies ergab eine Nettozustimmung von -11 Punkten. Die YouGov-Umfrage wies eine Fehlerspanne von plus/minus 3,3 Prozentpunkten auf. Sie nutzte eine gewichtete, webbasierte Methodik, die darauf ausgelegt ist, das demografische Profil und das Wahlverhalten des Landes widerzuspiegeln.

Was die Leute sagen

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, sagte diese Woche gegenüber Newsweek: „Präsident Trump ist nicht gewählt worden, um den Status quo zu bewahren – er ist ein visionärer Führer, der stets kreative Ideen entwickelt, um die nationale Sicherheit der USA zu stärken. Viele Vorgänger dieses Präsidenten erkannten die strategische Logik eines Erwerbs von Grönland, aber nur Präsident Trump hatte den Mut, diese Idee ernsthaft zu verfolgen. Wie der Präsident sagte, wird die NATO weitaus schlagkräftiger und effektiver, wenn sich Grönland in der Hand der Vereinigten Staaten befindet, und die Menschen in Grönland wären besser gestellt, wenn sie von den Vereinigten Staaten vor modernen Bedrohungen in der Arktis geschützt würden.“

Charles Kupchan, Professor für internationale Politik an der Georgetown University, sagte: „Die US-Wählerschaft war verständlicherweise von der Hyperglobalisierung und dem strategischen Überdehnen enttäuscht, die sich im 20. Jahrhundert etablierten und den Weg für die Trump-Ära ebneten. Doch Trump hat massiv überkorrigiert. Seine America-First-Außenpolitik steht im Widerspruch zu den geopolitischen Realitäten und öffnet eine große Lücke zwischen seiner neo-isolationistischen Rhetorik und seiner neo-imperialen Politik. Sein unmoralisches Durchgreifen gegen Einwanderung bringt die Arbeitsmärkte durcheinander, während seine Zölle die wirtschaftliche Unsicherheit für arbeitende Familien nur verschärfen. Wenig überraschend bricht Trumps politische Unterstützung ein.“

Marc Weller, Direktor des Thinktank Chatham House, sagte: „Die einheitliche und entschlossene europäische Reaktion auf US-Drohungen gegen Dänemark – einen Marktführer in Sachen Einhaltung des Völkerrechts, ebenso wie andere nordische Staaten – zeigt, dass andere weiterhin der internationalen Rechtsordnung verpflichtet bleiben und letztlich bereit sein werden, sich für ein internationales System einzusetzen, das von Regeln und Prinzipien bestimmt wird und im Großen und Ganzen Stabilität und Sicherheit für alle bietet, ob schwach oder stark. Indem die USA aus diesem Konsens aussteigen, laufen sie Gefahr, innerhalb des internationalen Systems die Position eines Schurkenstaates einzunehmen. Es erscheint unwahrscheinlich, dass Dänemark oder andere künftig daran interessiert sein werden, Vereinbarungen oder Abkommen mit einem Staat zu treffen, der so offen für sich in Anspruch nimmt, das als Recht Vereinbarte ignorieren zu dürfen.“

Wie es weitergeht

Die rekordtiefen Zustimmungswerte für Trumps Außenpolitik könnten sich auf bevorstehende politische Entscheidungen und Gesetzgebungsagenden auswirken. Die Unzufriedenheit in der Bevölkerung könnte den US-Kongress aber auch stärken und die Debatte vor den anstehenden Midterms in den USA prägen – insbesondere unter Unabhängigen und moderaten Wählern. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare