Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Öffentliche Migranten-Steckbriefe
Großrazzia „Midway Blitz“: Trump eskaliert in Chicago – Demokrat kritisiert „Möchtegern-Diktator“
Nach Trumps Drohungen startete ICE eine Razzia in Chicago, wegen angeblich hoher Kriminalität. Gouverneur Pritzker zeigt sich empört über die Aktion.
Chicago – Nach tagelangen Drohungen von US-Präsident Donald Trump hat die US-Einwanderungsbehörde ICE eine groß angelegte Razzia in Chicago gestartet. Die Operation „Midway Blitz“ zielt laut Weißem Haus auf „illegale kriminelle Ausländer, die sich in Chicago zusammengerottet haben“.
Brennende Autos, Tränengas, Nationalgarde: Proteste in L.A. gegen Trump eskalieren
Illinois’ Gouverneur JB Pritzker (Demokraten) reagierte empört: „Illinois wird sich von einem Möchtegern-Diktator nicht einschüchtern lassen.“ Tausende protestierten am Wochenende in Chicago und Washington gegen Trump. Chicagos Bürgermeister Brandon Johnson schrieb auf X, die US-Regierung habe die Stadtverwaltung nicht über die Razzia informiert. Chicago wolle keine „rücksichtslose, verfassungswidrige und militarisierte Durchsetzung der Einwanderungsgesetze“.
„Wahnsinn stoppen“: Trump prangert angebliche Kriminalität in Chicago an
Trump hatte Chicago zuvor scharf attackiert. In Posts auf Truth Social sprach er von Dutzenden Toten und Hunderten Verletzten durch Schusswaffen in den vergangenen Wochen. „Wir können schnell vorgehen und diesen Wahnsinn stoppen“, schrieb der Ex-Präsident. Offizielle Daten zeigen jedoch sinkende Mordraten.
Bereits mehrfach hatte Trump mit dem Einsatz der Nationalgarde gedroht. Am Wochenende erklärte er online, Chicago werde bald verstehen, warum das Verteidigungsministerium jetzt „Kriegsministerium“ heiße. Das Bild zu seinem Post zeigt Trump in Militärkleidung, Hubschrauber über der Skyline. Dazu das Zitat: „Ich liebe den Geruch von Abschiebungen am Morgen“, eine Anspielung auf den Kriegsfilm „Apocalypse Now“ (1979).
Basis für rechte Hetze: US-Regierung veröffentlicht Steckbriefe für Migranten
Die Nationalgarde hat Trump bisher offenbar nicht geschickt. Ob der Einsatz der ICE mit Trumps Drohungen zusammenhängt, ist unklar. Die Basis für weitere Hetze gegen Migranten, wie sie in den USA gehäuft stattfindet, wurde nach der Razzia in Chicago bereits gelegt:
Die Regierung veröffentlichte online Steckbriefe von Festgenommenen, viele davon aus Venezuela und Mexiko. Laut Heimatministerium fand der ICE-Einsatz zu Ehren des Opfers eines Verkehrsunfalls, Katie Abraham, im US-Bundesstaat Illinois, statt. Ein illegaler Einwanderer aus Guatemala soll den Unfall durch betrunkenes Fahren verursacht haben.
US-Präsident Trump triumphiert vor Supreme Court: Racial Profiling vorerst erlaubt
Auch vor dem Supreme Court erzielte die Trump-Regierung einen Erfolg. Richter hoben vorläufig Beschränkungen auf, die Kontrollen aufgrund von Aussehen, Sprache oder Akzent verhindern sollten. Kritiker warnen: Die Razzien treffen oft Menschen, die legal in den USA leben.
Demokraten verurteilen die Entscheidung des obersten Gerichts. Am 24. September wird sich die Justiz erneut mit dem Fall beschäftigen, dann könnte ein Gericht unterer Instanz längerfristige Beschränkungen verhängen. Kritiker werfen Trump vor, Kriminalität bewusst zu dramatisieren, um autoritäre Maßnahmen zu rechtfertigen. (lismah/dpa)