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Bedrohungslage „sehr hoch“
Bundeswehr-Brigade in Litauen soll bis 2027 einsatzbereit sein
Bis 2027 sollen rund 4800 Bundeswehrsoldaten und 200 zivile Mitarbeiter in der Litauen-Brigade stationiert werden, um die Nato-Ostflanke zu stärken.
Vilnius/Berlin – Sicherheitsexperten und westliche Politiker warnen zunehmend vor einer wachsenden Gefahr durch Russland. Demnach könnte das Land noch in diesem Jahrzehnt einen weiteren Krieg in Europa beginnen. Präsident Wladimir Putin wird zugetraut, gezielt die Stabilität des Westens zu testen.
Bruno Kahl, Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), sieht die Ukraine dabei nicht als Endpunkt russischer Pläne. In einem Podcast des Medienportals Table.Briefings sagte er: „Die Ukraine ist für den Kreml nur ein Etappenziel – das eigentliche Ziel liegt weiter westlich.“
Die Nato wächst und kämpft: Alle Mitgliedstaaten und Einsätze des Bündnisses
„Spätestens Ende dieses Jahrzehnts“ – BND-Chef Kahl warnt vor russischer Expansionsgefahr
Kahl hatte bereits in den vergangenen Monaten mehrfach betont, dass Russland einen starken Expansionsdrang verfolge. Aus seiner Sicht dürfe der Westen die Bedrohung durch den Kreml nicht unterschätzen. Auch andere Experten sehen in Russland eine ernstzunehmende Gefahr für die Sicherheit Europas und die Nato. Bereits im Oktober 2024 erklärte Kahl in einer Bundestagsanhörung: „Spätestens Ende dieses Jahrzehnts dürften russische Streitkräfte in der Lage sein, einen Angriff auf die Nato durchzuführen.“
Bundeswehr plant Einsatzbereitschaft ihrer dauerhaft im Ausland stationierten Brigade in Litauen bis 2027
Bis 2027 soll eine deutsche Bundeswehr-Brigade in Litauen vollständig einsatzbereit sein. Es ist der erste Großverband in der Geschichte der Bundeswehr, der dauerhaft im Ausland stationiert wird. Geplant ist die Verlegung von bis zu 5000 Soldaten an die Ostflanke der Nato. Litauen grenzt an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad und Russlands Verbündeten Belarus.
Seit September vergangenen Jahres ist Brigadegeneral Christoph Huber für den Aufbau der neuen Einheit verantwortlich. Er stuft die Bedrohungslage in den baltischen Nato-Staaten als „sehr hoch“ ein. Gegenüber t-online erklärte Huber: „Wir sind hier, um Nato-Bündnisgebiet zu verteidigen.“
Bundeswehr stellt größte Panzerbrigade im Ausland in Litauen in Dienst
Der neue Kampfverband wurde am 22. Mai in der litauischen Hauptstadt Vilnius offiziell in Dienst gestellt. Mit der geplanten Panzerbrigade entsteht der bislang größte und dauerhaft im Ausland stationierte Truppenverband der Bundeswehr. Huber erklärte: „Wir bereiten uns auf alles vor.“ Übungen und Ausbildung würden gezielt auf gegnerische Fähigkeiten ausgerichtet. „Wir zeigen, dass wir unser Handwerk beherrschen. Wir sind Profis in unserem Tun. Das ist eine wichtige Botschaft an Russland.“
Huber fordert außerdem eine moderne Ausrichtung der Bundeswehr: „Wir müssen uns bestmöglich auf den Krieg der Zukunft vorbereiten.“ Dazu brauche es einen Fähigkeitenmix: gut ausgestattete Bodentruppen, effektive Drohnenabwehr sowie eine sichere IT-Infrastruktur.
„Heute sind wir es, die in der Pflicht sind“ – Deutschland stärkt Nato-Ostflanke mit 5000 Soldaten
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Entsendung von 5000 deutschen Soldaten an die Nato-Ostflanke nach Litauen mit der deutschen Geschichte begründet. „In den Jahren des Kalten Krieges konnte sich Deutschland darauf verlassen, dass unsere Verbündeten in jeder Notlage an unserer Seite stehen“, sagte er bei der Aufstellung der Panzerbrigade 45, die als erster Großverband in der Geschichte der Bundeswehr fest im Ausland stationiert wird. „Heute sind wir es, die in der Pflicht sind.“
Litauen habe um Unterstützung gebeten – und Deutschland stehe bereit. Wer die Nato herausfordere, müsse wissen, dass das Bündnis vorbereitet sei. „Wer einen Verbündeten bedroht, muss wissen, dass das gesamte Bündnis gemeinsam jeden Zentimeter des Nato-Territoriums verteidigen wird.“
Bedrohung durch Russland: Nato startet größtes Aufrüstungsprogramm seit Kaltem Krieg
Als Reaktion auf mögliche Gefahren durch Russland und Präsident Wladimir Putin treibt Deutschland seine militärische Aufrüstung voran. Politik und Militär nennen dabei immer wieder das Jahr 2029 als möglichen Zeitpunkt für einen russischen Angriff auf Nato-Gebiet. Anfang Juni hat die Nato das umfangreichste Aufrüstungsprogramm seit dem Kalten Krieg beschlossen. (jal/dpa)