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Lage im Ticker

Nahost aktuell: US-Militär wehrt iranische Angriffe ab – und startet „Selbstverteidigungsschläge“

Aktuelle News zum Krieg in Nahost im Ticker: Trotz geltender Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran geht der gegenseitige Beschuss weiter.

Update, 7:00 Uhr: Ein iranischer Militärsprecher hat auf der Online-Plattform X Vergeltungsschläge durch die Revolutionsgarden bestätigt. Man habe gewarnt, „dass jede Aggression eine andere und entschiedenere Reaktion nach sich ziehen würde, und wir haben diese auch umgesetzt. Diese Reaktionen sollten eine Lehre sein“, hieß es. Jede Bedrohung der Sicherheit der Straße von Hormus werde das US-Militär „teuer zu stehen kommen“, warnte er.

Der Golfstaat Kuwait wurde erneut von Raketen und Drohnen angegriffen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Nahost-Krieg. Die Angaben zu dem Konflikt im Iran, in Israel und der restlichen Golfregion lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 3. Juni, 5:50 Uhr: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen größeren Angriff des Iran auf Ziele in der Golfregion erfolgreich abgewehrt. Mehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das zuständige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem „Selbstverteidigungsschläge“ auf eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus durchgeführt worden.

Unmittelbar zuvor hatten Kuwait und der Inselstaat Bahrain Angriffe mit Raketen und Drohnen gemeldet. Laut Medienberichten aus dem Iran griffen die Revolutionsgarden das Hauptquartier der 5. US-Flotte sowie einen Luftwaffenstützpunkt in der Region an.

Nahost aktuell: Trump spricht weiter von Verhandlungen zwischen USA und Iran

Update, 20:37 Uhr: Donald Trump bekräftigt ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Iran-Krieg andauern. „Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend“, schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social. „Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute.“ 

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

„Wohin sie führen, weiß man nie“, schrieb Trump weiter. Aber er habe dem Iran gesagt: „Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal abschließt. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen“, schrieb Trump und spielte auf die Revolution von 1979 an, bei der die Monarchie durch die Islamische Republik ersetzt wurde.

Update, 19:44 Uhr: Begleitet von großer Skepsis sind die Gespräche zum Krieg zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon in die nächste Runde gegangen. Die vierte Verhandlungsrunde von Regierungsvertretern Israels und des Libanons in Washington am Dienstag sei eine Vorbereitung für das wichtigere Treffen an diesem Mittwoch, hieß es aus Regierungskreisen aus der libanesischen Hauptstadt Beirut. Dann sollten auch ein schrittweiser Abzug von Israels Truppen aus dem Nachbarland, die Stationierung der libanesischen Armee und eine Festigung der Waffenruhe Thema werden.

Nahost aktuell: 15 bis 20 Millionen sollen an Chamenei-Begräbnis teilnehmen

Update, 18:20 Uhr: Mehr als drei Monate nach der Tötung des obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei am ersten Tag des Iran-Krieges hat Teheran ein dreitägiges Staatsbegräbnis angekündigt. Die öffentliche Trauerfeier werde vermutlich Mitte Juni, zum Beginn des islamischen Monats Muharram, stattfinden, erklärte der stellvertretende Bürgermeister Teherans, Mohammad-Amin Tawakolisadeh, am Dienstag im Staatsfernsehen. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

Die Feierlichkeiten sollen demnach in Teheran sowie in den heiligen Städten Ghom und Maschhad stattfinden, wo Chamenei beigesetzt werden soll. „In Teheran wird die Zeremonie mindestens 24 Stunden dauern“, fügte der Vie-Bürgermeister hinzu. Dabei werde mit 15 bis 20 Millionen Menschen gerechnet.

Nahost aktuell: Waffenruhe in Sicht? Libanon und Israel verhandeln

Update, 16:49 Uhr: Im Bemühen um eine Friedenslösung sind Vertreter aus Israel und dem Libanon am Dienstag inmitten gegenseitiger Angriffe erneut in Washington zusammengekommen. Die Gesprächsrunde auf Botschafterebene im US-Außenministerium ist die vierte seit Verkündung der Feuerpause Mitte April. Bei der letzten Runde Mitte Mai hatten sich beide Seiten auf eine Verlängerung der Waffenruhe um 45 Tage verständigt.

Ungeachtet der seit dem 17. April geltenden Feuerpause setzten Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon ihre gegenseitigen Angriffe fort. Die Hisbollah lehnt die Gespräche in Washington ab, die ohne ihre Beteiligung stattfinden. US-Präsident Donald Trump hatte zwar am Montag ein Ende der Kämpfe verkündet, dennoch gingen die Gefechte weiter.

Update, 14:28 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz ruft zur Beruhigung der Lage im Libanon auf. „Die Bundesregierung sieht die jüngste Eskalation der Gewalt im Süden des Landes mit großer Sorge“, sagte Merz nach einem Treffen mit Ungarns neuem Ministerpräsidenten Peter Magyar in Berlin. „Die Hisbollah muss sofort aufhören, die Menschen in Israel anzugreifen, und sie muss ihre Waffen niederlegen.“ Die Bundesregierung rufe auch Israel dringend dazu auf, die im April vereinbarte Waffenruhe einzuhalten. 

„Wir ermutigen Israel und Libanon, den eingeschlagenen Weg direkter Gespräche jetzt fortzusetzen“, sagte Merz auch mit Blick auf Verhandlungen zwischen den USA und Iran.

Update, 13:03 Uhr: Bei einem israelischen Angriff auf das Dorf Marwanijeh im Südlibanon sind am Montagabend der libanesischen Zivilschutzbehörde zufolge sechs Menschen getötet worden. Die Rettungsarbeiten an dem anvisierten Wohngebäude seien seitdem im Gange, erklärte die Zivilschutzbehörde am Dienstag auf Facebook. Drei Verletzte konnten demnach gerettet werden. Zuvor hatte die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA über den israelischen Angriff auf das Dorf berichtet. Mehr als zwölf Stunden zuvor hatte die israelische Armee die Bewohner vor bevorstehenden Angriffen gewarnt und zur Evakuierung aufgerufen.

Nahost aktuell: Netanjahu sieht Iran-Regime vor „Sturz“

Update, 11:52 Uhr: Bei einer Abschiedsfeier für Mossad-Chef David Barnea hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dem iranischen Regime den Niedergang prophezeit. In einer von seinem Büro veröffentlichten Passage sagte Netanjahu, „die Fundamente“ des Regimes seien „aufgebrochen“ – es sei „zum Sturz verurteilt“. „Der Preis, den der Iran bereits gezahlt hat, ist sehr hoch. Die Fundamente dieses Terrorregimes im Iran sind aufgebrochen. Es wird niemals zu dem zurückkehren, was es einmal war, und ich sage euch: Es ist zum Sturz verurteilt“, sagte er.

Er verband das mit einer Drohung an Israels Gegner: „Jeder Feind, der plant, Israel zu schaden, soll wissen, dass seine Pläne scheitern werden. Der Preis, den er zahlen wird, wird extrem hoch sein.“ Netanjahu äußerte sich, nachdem er am Vortag nach Intervention von US-Präsident Donald Trump einen geplanten Angriff auf Hisbollah-Ziele in Beirut nicht umgesetzt hatte.

Nahost aktuell: Frankreich verurteilt Israels Vorgehen im Libanon

Update, 10:51 Uhr: Jean-Noël Barrot, Frankreichs Außenminister, kritisiert Israels Militärpräsenz im Libanon scharf. Es gebe „keine Rechtfertigung“ dafür, dass israelische Truppen nach dem größten israelischen Einmarsch in den nördlichen Nachbarn seit 20 Jahren weiterhin tief im libanesischen Staatsgebiet stationiert seien. „Nichts kann die Fortsetzung der Militäroperationen und die anhaltende Besetzung tief im libanesischen Territorium durch Israel rechtfertigen“, sagte Barrot in einem Interview mit France TV.

Während offiziell eine „Waffenruhe“ gilt, nehmen die Gefechte zwischen der Hisbollah und der israelischen Armee weiter zu; zugleich setzt Israel seine Angriffe auf den Südlibanon fort, und Hunderttausende Menschen werden Berichten zufolge zur Flucht gezwungen. Der Iran erklärte außerdem, ein dauerhafter Waffenstillstand im Libanon sei aus seiner Sicht eine zentrale Bedingung für jedes Abkommen mit den USA.

Update, 9:35 Uhr: Mit einem deutlichen Votum hat die Knesset einen weiteren Schritt in Richtung Neuwahl gemacht: Das israelische Parlament stimmte in erster Lesung für seine Auflösung. Für den Antrag der Regierungskoalition sprachen sich 106 von 120 Abgeordneten aus. Bevor die Auflösung endgültig beschlossen ist, sind jedoch noch zwei weitere Lesungen nötig. Offiziellen Angaben zufolge gibt es bislang auch noch keinen festgelegten Wahltermin, weil die Koalition über das Datum der vorgezogenen Parlamentswahl uneins ist.

Nahost aktuell: Deutschland kündigt Hilfspaket an

Update, 9:11 Uhr: Deutschland will den Libanon mit zusätzlichen 20 Millionen Euro unterstützen. Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan sagte dem Deutschlandfunk: „Ich habe gestern das Hilfspaket in Höhe von 20 Millionen Euro zugesagt.“ Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung knüpfe damit an die seit Jahren bestehende Partnerschaft mit dem Libanon an; es gehe um konkrete Hilfe angesichts der aktuellen Situation. Schon zu Kriegsbeginn Anfang März hatte die Ministerin dem Libanon nach eigenen Angaben 70 Millionen Euro zugesagt.

Update, 8:50 Uhr: Teheran lässt sich Zeit: Auf einen Vorschlag für ein endgültiges Abkommen mit den USA, das den Konflikt beenden soll, gibt es laut einer Quelle aus dem Umfeld des iranischen Verhandlungsteams bislang keine Antwort. Gegenüber Mehr News sagte die Quelle, die Beratungen über den endgültigen Wortlaut liefen in Teheran weiter. Der Iran gehe dabei vorsichtig vor, auch wegen langjährigen Misstrauens und früherer Erfahrungen mit US-Nichteinhaltung, hieß es. „Aufgrund bisheriger Erfahrungen strebt der Iran nach konkreten und realen Vorteilen“, erklärte die Quelle.

Nahost aktuell: Israel greift erneut im Libanon an

Update, 8:32 Uhr: Im Südlibanon sind erneut israelische Angriffe gemeldet worden. Nach Angaben von Reportern vor Ort beschossen israelische Einheiten Gebiete bei Nabatieh mit Artillerie und griffen die Dörfer Shukin und Kafr Tibnit an. Zudem sollen israelische Drohnen drei Attacken auf Tallet Tol im Bezirk Nabatieh geflogen haben.

Weitere Berichte sprechen von einem Luftangriff in der Nähe von Tibnin. Libanesische Medien meldeten außerdem einen israelischen Angriff auf ein Fahrzeug in Toul, ebenfalls nahe Nabatieh. Von der israelischen Armee gab es zunächst keine Stellungnahme. Die Angriffe wurden gemeldet, obwohl US-Präsident Donald Trump eine neue Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah angekündigt hatte.

Erstmeldung: Der Iran hat angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon mit einem Abbruch der Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Kriegs gedroht. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärte nach einem Gespräch mit dem libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri auf X, dass Teheran „nicht nur den Verhandlungsweg stoppen, sondern auch in eine direkte Konfrontation mit dem Feind treten“ werde, sollte „die israelische Aggression gegen den Libanon“ anhalten.

Diese Drohung fällt in eine Zeit intensiver diplomatischer Bemühungen. Die USA und der Iran verhandeln seit Wochen über ein Rahmenabkommen, das eine Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht.

US-Präsident Donald Trump verkündete auf Truth Social, dass Israel und die Hisbollah ihre Angriffe vorerst einstellen würden. Israel werde zudem keine Truppen nach Beirut entsenden, was zuvor angedroht worden war. Diese Entscheidung folgte auf ein „sehr produktives“ Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und ein „sehr gutes“ Gespräch mit hochrangigen Hisbollah-Vertretern. Trump betonte, dass die Gespräche mit Teheran in „schnellem Tempo“ fortgesetzt würden.

Israels Ministerpräsident Netanjahu erklärte später, dass Israel die Hisbollah in den südlichen Vororten Beiruts nicht angreifen werde. Eine neue Waffenruhe erwähnte er jedoch nicht. Sollte die Hisbollah ihre Angriffe auf israelische Städte fortsetzen, werde Israel erneut „Terrorziele“ in Beirut ins Visier nehmen. „An dieser Haltung hält Israel unverändert fest“, fügte er hinzu. Israels Armee werde ihre Operationen im Südlibanon wie geplant fortsetzen. Entgegen Trumps Darstellung seien israelische Truppen nicht auf dem Weg nach Beirut gewesen, berichteten israelische Medien unter Berufung auf Militärquellen.

Der libanesische Präsident Joseph Aoun erläuterte den von Trump angekündigten Angriffsstopp. „Nach der vorgeschlagenen Vereinbarung werden die israelischen Angriffe auf die südlichen Vororte Beiruts eingestellt, während die Hisbollah im Gegenzug auf Angriffe gegen Israel verzichtet“, teilte das Präsidialamt mit. Die Waffenruhe solle auf das gesamte libanesische Staatsgebiet ausgeweitet werden. Die Hisbollah habe dem US-Vorschlag für einen gegenseitigen Angriffsstopp zugestimmt.

Rubriklistenbild: © Soeren Stache/dpa

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