Ticker zum Krieg im Nahen Osten
Iran-News: Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut
News zur Lage im Iran-Krieg: Merz gegen Bundeswehrbeteiligung in der Straße von Hormus. US-Präsident warnt NATO. Berlin antwortet. Der Ticker.
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Update, 6:40 Uhr: US-Präsident Donald Trump verschiebt kurzfristig sein für Ende März geplantes Gipfeltreffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Er habe um einen Aufschub von rund einem Monat gebeten, da er wegen des Iran-Krieges in den USA bleiben müsse, sagte Trump, der auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist, vor der Presse. Eigentlich war der Besuch vom 31. März bis zum 2. April geplant.
Update, 5:50 Uhr: In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in der katarischen Hauptstadt Doha sind Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP zufolge mehrere Explosionen zu hören gewesen. Nach einer an Mobiltelefone gesendeten Raketenwarnung und einem Aufruf, „sofort einen sicheren Ort aufzusuchen“, waren in Dubai drei Explosionen zu hören, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Auch in Doha waren einem AFP-Journalisten zufolge mehrere Explosionen zu hören.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Update, 17. März, 5:15 Uhr: Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben große neue Angriffswellen auf Ziele im Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen „Terrorregimes“ attackiert. Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf X. Der Iran wiederum griff in der Nacht erneut Israel an, genauso wie Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Saudi-Arabien.
Update, 22:10 Uhr: Im Iran-Krieg sind nach Angaben der US-Armee bisher rund 200 Soldatinnen und Soldaten verwundet worden. Es habe zehn Schwerverletzte gegeben, teilte der Sprecher für das Nahost-Kommando Centcom, Tim Hawkins, mit. Der Großteil der Verletzungen sei aber leicht gewesen. Mehr als 180 Soldaten hätten den Dienst bereits wieder aufgenommen. Die Einsatzkräfte seien in sieben Ländern der Region verletzt worden, sagte Hawkins weiter. Dabei handele es sich um Bahrain, den Irak, Israel, Jordanien, Kuwait, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach vorherigen Angaben kamen im Iran-Krieg zudem 13 Soldatinnen und Soldaten ums Leben.
Iran-News: Deutschland und weitere Staaten rufen zu Verzicht auf Libanon-Offensive auf
Update, 21:16 Uhr: Deutschland und vier weitere westliche Staaten haben Israel zum Verzicht auf eine großangelegte Bodenoffensive im Libanon aufgerufen. „Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen. Dies gilt es abzuwenden“, hieß es am Montag in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs und -chefinnen Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und Großbritanniens. Die israelische Armee hatte zuvor einen „gezielten Bodeneinsatz“ gegen Stellungen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Südlibanon bekannt gegeben.
Ein israelischer Militärsprecher hat derweil angekündigt, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.
Iran-News: Heftige Explosion in „Grüner Zone“ in Bagdad
Update, 20:43 Uhr: In der irakischen Hauptstadt Bagdad hat es am Montagabend eine starke Explosion gegeben. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP sahen Rauch über der sogenannten „Grünen Zone“ im Zentrum der Stadt. In dem stark abgesicherten Gebiet befinden sich die US-Botschaft und andere diplomatische Vertretungen, aber auch internationale Institutionen und Einrichtungen der irakischen Regierung. Auch ranghohe Politiker und andere Würdenträger wohnen dort.
Iran-News: EU lehnt Marinemisson in der Straße von Hormus deutlich ab
Update, 20:08 Uhr: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach dem Brüsseler Außenministertreffen klargestellt, dass die Europäische Union ihr Marinemandant im Iran-Krieg nicht auf die Straße von Hormus ausdehnen werde. „Niemand will aktiv in diesen Krieg ziehen“, sagte Kallas mit Blick auf die geschlossene Haltung der EU-Mitgliedstaaten.
Trumps Forderung nach Unterstützung durch Verbündete in der strategisch bedeutsamen Meerenge — durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft — war damit auch auf europäischer Ebene auf Ablehnung gestoßen. Der operative Auftrag der Mission Aspides ist derzeit auf das Gebiet südlich des omanischen Hafens Maskat beschränkt. Sie soll die Schifffahrt im Roten Meer vor Angriffen der pro-iranischen Huthi-Miliz aus dem Jemen schützen.
Iran-News: Trump „nicht glücklich“ über NATO-Verbündete
Update, 19:04 Uhr: Donald Trump hat im Streit um einen möglichen NATO-Einsatz in der Straße von Hormus scharfe Kritik an mehreren Verbündeten geübt — darunter Großbritannien, dessen Premierminister Keir Starmer den US-Präsidenten nach eigenen Angaben „nicht glücklich“ gestimmt habe. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bewertete Trump hingegen mit einer „acht auf einer Skala von zehn“.
Deutschland nannte Trump nicht namentlich, verwies aber auf Staaten, in denen Zehntausende US-Soldaten stationiert seien. Kanzler Merz betonte am Montag erneut: „Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis und kein Interventionsbündnis.“
Update, 18:12 Uhr: Kanzler Friedrich Merz hat sich klar gegen eine Beteiligung der Bundeswehr an Schutzoperationen in der Straße von Hormus ausgesprochen und Trump-Forderungen an die Nato-Partner in ungewohnt scharfen Worten zurückgewiesen. Solange der Iran-Krieg andauere, werde Deutschland dort keine militärischen Mittel einsetzen, sagte Merz laut dpa beim Empfang des niederländischen Regierungschefs Rob Jetten im Kanzleramt .„Bis heute ist uns auch kein Konzept bekannt, wie eine solche Operation überhaupt gelingen könnte“, so Merz. Er mahnte zudem, die Nato sei ein Verteidigungsbündnis — und kein Interventionsbündnis.
„Wir teilen das Ziel: Dieses iranische Regime muss aufhören“, sagte Merz. „Es muss ersetzt werden durch eine demokratisch legitimierte Regierung. Aber das herbeizubomben, wird nach allen Erfahrungen, die wir auch in früheren Jahren und Jahrzehnten gemacht haben, aller Voraussicht nach nicht gelingen.“
Iran-News: Trump bestätigt – US-Militäreinsatz geht „mit voller Kraft“ weiter
Update, 17:40 Uhr: Im Iran-Krieg haben die USA nach Angaben von Präsident Donald Trump seit Beginn der Kampfhandlungen mehr als 7.000 Ziele beschossen. Trump zufolge sei der Militäreinsatz zuletzt „mit voller Kraft“ weitergeführt worden. Mit dieser Aussage unterstrich der Präsident die Entschlossenheit Washingtons im anhaltenden Konflikt mit der Islamischen Republik.
Update, 16:58 Uhr: Die Europäische Union hat Sanktionen gegen 16 Personen und drei Organisationen verhängt, die für schwere Menschenrechtsverletzungen im Iran verantwortlich gemacht werden. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen jene, die beim gewaltsamen Vorgehen gegen die Bevölkerung im Krieg gegen die eigenen Bürger eine zentrale Rolle gespielt haben. „Die neuen Sanktionen richten sich gegen eine Reihe von Personen und Organisationen, die eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung der Straßenproteste im Januar 2026 gespielt haben, die zu Tausenden von Opfern unter der Zivilbevölkerung geführt haben“, erklärte der Rat der EU in einer Stellungnahme.
Iran-News: Israels Luftwaffe meldet Zerstörung von Weltraum-Waffenanlage in Teheran
Update, 14:52 Uhr: Israels Luftwaffe hat bei Angriffen auf Teheran nach eigenen Angaben eine iranische Anlage zur Entwicklung von Weltraum-Kriegsführungsfähigkeiten zerstört. Die Einrichtung sei laut israelischem Militär „eine Bedrohung für Israels Satelliten sowie Weltraumressourcen anderer Länder“ gewesen.
Auf dem getroffenen Gelände soll auch der iranische Satellit „Chamran-1“ entwickelt worden sein, den Teheran im Herbst 2024 in die Erdumlaufbahn brachte. Israels Armee warf dem Iran vor, seit Jahren „erhebliche Mittel in die Entwicklung seiner Fähigkeiten zur Kriegsführung im Weltraum“ zu investieren, um die regionale und internationale Stabilität zu untergraben.
Iran-News: Über 61.000 zivile Einrichtungen beschädigt – Teheran besonders hart getroffen
Update, 14:14 Uhr: Die Zivilbevölkerung im Iran trägt die schwere Last des seit über zwei Wochen andauernden Krieges mit den USA und Israel – zehntausende Gebäude sollen beschädigt sein. Laut iranischen Regierungsangaben wurden landesweit mehr als 61.000 zivile Einrichtungen in Mitleidenschaft gezogen.
In der Hauptstadt Teheran allein seien 18.180 Wohnungen und Geschäftseinheiten betroffen, erklärte Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani bei einer Pressekonferenz.
Iran-News: Teheran legt fest, wer durch Hormus-Straße darf – und wer nicht
Update, 13:27 Uhr: Das Regime in Teheran hat klargestellt, welche Schiffe die Straße von Hormus passieren dürfen. Laut dem iranischen Außenministerium gilt die Sperrung der Meerenge ausschließlich für Feinde der Islamischen Republik und deren Unterstützer – neutrale Staaten seien nicht betroffen, zitierte ihn Reuters.
Außenminister Abbas Aragtschis wies zudem Berichte zurück, Teheran habe eine Feuerpause beantragt. „Der Krieg muss auf eine Weise beendet werden, die sicherstellt, dass er sich nicht wiederholen kann“, sagte Aragtschis der Nachrichtenagentur SNN.
Update, 12:19 Uhr: Die Bundesregierung hat Forderungen von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, die NATO in die Sicherung der Straße von Hormus einzubeziehen. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte laut focus.de in Berlin: „Dieser Krieg hat mit der NATO nichts zu tun. Das ist nicht der Krieg der NATO.“
Die Merz-Regierung betonte zudem, das Verteidigungsbündnis sei ausschließlich zum Schutz des eigenen Bündnisgebietes ausgelegt. Für einen Einsatz im Nahost-Konflikt fehle überdies jedes völkerrechtliche Mandat.
Update, 11:48 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat Skepsis gegenüber einer möglichen NATO-Mission zur Sicherung der Straße von Hormus geäußert. Er sehe nicht, dass die NATO dort „zuständig werden könnte“, erklärte Wadephul am Montag vor dem EU-Außenministertreffen in Brüssel.
Deutschland wolle zunächst von Israel und den USA wissen, wann diese ihre militärischen Ziele im Iran erreicht haben – erst danach könne eine regionale Sicherheitsarchitektur entwickelt werden, in der auch ein möglicher Bundeswehr-Einsatz diskutiert werden könnte. „Ich denke, wenn wir da sind, können weitere Fragen beantwortet werden“, sagte Wadephul.
Iran-News: Neue Explosionen erschüttern Teheran
Erstmeldung: Iranische Medien berichten von einer erneuten Angriffswelle auf Teheran – Explosionen sollen an mehreren Orten der Hauptstadt zu hören gewesen sein. Über mögliche Ziele der Attacken herrschte zunächst Unklarheit.
Die Informationslage bleibt äußerst schwierig: Seit mehr als zwei Wochen ist die Bevölkerung Teherans vom Internet abgeschnitten, Nachrichten gelangen kaum noch in die Außenwelt. Laut der Organisation Netblocks brachen zuletzt auch Verbindungen bei einem der wenigen noch funktionierenden Telekommunikationsnetzwerke ein.
Rubriklistenbild: © Stringer/dpa
