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Reaktion auf Trump-Politik
Fluggesellschaften streichen Flüge nach Venezuela wegen militärischer Bedrohung
Die USA haben Kampfjets, zusätzliche Truppen, mehrere Schiffe und den größten Flugzeugträger der Welt nahe Venezuela zusammengezogen.
Sechs Fluggesellschaften haben laut einer Luftfahrtorganisation den Flugbetrieb nach Venezuela eingestellt, nachdem die USA eine Warnung vor der „sich verschlechternden Sicherheitslage und verstärkten militärischen Aktivitäten“ rund um das südamerikanische Land ausgegeben hatten.
Die spanische Fluggesellschaft Iberia, die portugiesische TAP, die kolumbianische Avianca, die chilenische LATAM, die brasilianische GOL und Caribbean Airlines aus Trinidad und Tobago haben am Samstag ihre Flüge nach Venezuela ausgesetzt. Das berichtete Marisela de Loaiza, Vorsitzende des venezolanischen Luftfahrtverbandes, laut Angaben der Nachrichtenagentur AFP.
Reaktion auf Trump-Politik: „möglicherweise gefährlichen Situation“ beim Überfliegen Venezuelas
Die amerikanische Federal Aviation Administration (FAA) warnte Fluggesellschaften am Freitag vor einer „möglicherweise gefährlichen Situation“ beim Überfliegen Venezuelas und forderte Flugcrews zu besonderer Vorsicht bei Reisen in die Region auf. Laut FAA sind Flugzeuge sowohl in der Luft als auch bei Ankunft oder Abflug aus dem Land und selbst am Boden gefährdet.
Die amerikanischen Streitkräfte im südlichen Karibikraum wurden massiv aufgestockt, da Präsident Donald Trump und seine Regierung ihre Maßnahmen gegen mutmaßliche Drogenschiffe fortsetzen, die ihrer Ansicht nach Drogen von Südamerika in die USA transportierten. Bei diesen Angriffen sind seit Anfang September mindestens 83 Menschen ums Leben gekommen, so Zahlen der US-Regierung.
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Der intensive militärische Aufmarsch parallel zu den Angriffen wird zunehmend als Versuch gesehen, Druck auf den autoritären Sozialisten und venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro auszuüben – und möglicherweise sogar, ihn zu stürzen. Die USA, die Maduro nicht als Sieger der Präsidentschaftswahlen 2024 anerkennen, beschuldigen ihn, ein Drogenkartell zu führen – ein Vorwurf, den er bestreitet. Washington setzt eine Belohnung von 50 Millionen Dollar für Hinweise zur Festnahme Maduros aus. Trumps Pläne für Venezuela sind unklar, und der Präsident hat nicht ausgeschlossen, Truppen in das Land zu entsenden.
Flüge nach Venezuela: Auswirkungen von Trumps Konflikt
Flugdaten zeigen, dass Flüge von Avianca, GOL und LATAM vom wichtigsten internationalen Flughafen von Caracas in Maiquetía am Samstag und Sonntag annulliert wurden. TAP Air Portugal teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass die für Samstag und den darauffolgenden Dienstag geplanten Flüge nach der Warnung der FAA annulliert wurden, die „darauf hinweist, dass die Sicherheit im Luftraum über Venezuela nicht gewährleistet ist“.
Eine Sprecherin von Iberia teilte Newsweek mit, dass die Fluggesellschaft am Samstagnachmittag entschieden hatte, die Flüge nach Venezuela zu streichen und die Lage zu beobachten, um zu bewerten, wann diese wieder aufgenommen werden können. Der erste betroffene Iberia-Flug war laut der Sprecherin für Montag geplant.
Laut FAA haben seit September Störungen der Satellitennavigationssysteme rund um Maiquetía zugenommen, „ebenso wie Aktivitäten, die mit der erhöhten Einsatzbereitschaft des venezolanischen Militärs zusammenhängen“. Piloten und Bodenpersonal sind auf präzise Navigationsdaten angewiesen, um sicherzustellen, dass Flugzeuge sicher landen, starten, fliegen und kommunizieren können.
Venezuela führt Militärübungen durch
Geräte, die Navigationssysteme stören oder beeinträchtigen, könnten Flugzeuge bis zu einer Entfernung von 250 Seemeilen oder etwa 290 Meilen (ca. 467 km) beeinflussen, so die FAA. Die Behörde erklärt, dass Venezuela keine Angriffe auf die Zivilluftfahrt angekündigt hat, aber Caracas verfüge über „moderne Kampfflugzeuge und verschiedene Waffensysteme, die die Zivilluftfahrt auf operativer Höhe erreichen oder übertreffen können“. Auch von tragbaren Boden-Luft-Raketen und Artillerie gehe laut FAA Gefahr für die Zivilluftfahrt aus.
Venezuela hat in den vergangenen Wochen Militärübungen durchgeführt und rund 200.000 Zivilisten mobilisiert. Das Weiße Haus könnte in den kommenden Tagen neue Operationen gegen Caracas starten, meldete Reuters am Samstag unter Berufung auf vier anonyme US-Beamte. Was diese Operationen beinhalten würden oder wann sie starten, ist noch unklar. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)