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Ticker zum Krieg im Nahen Osten

Iran-News: Iran droht mit weltweitem Terror – „Freizeit- und Tourismusziele nicht mehr sicher“

News zur Lage im Iran-Krieg: Netanjahu lässt die Angriffe fortsetzen. Die Revolutionsgarden äußern sich zur iranischen Waffenproduktion. Der Ticker.

Dieser Ticker zum Iran-Krieg ist beendet. Alle Entwicklungen zur aktuellen Lage finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update 14:44 Uhr: Irans oberster Militärsprecher, General Abolfazl Schekarchi, hat in einer im iranischen Staatsfernsehen veröffentlichten Stellungnahme angekündigt, den Iran-Krieg ausweiten zu wollen. „Nach den uns vorliegenden Informationen sind von nun an auch Freizeit- und Tourismusziele auf der ganzen Welt für Sie nicht mehr sicher“, erklärte Shekarchi, wie Iran Intl den Militärsprecher zitiert.

General Abolfasl Schekartschi hatte die Drohung im iranischen Staatsfernsehen mit Blick auf politische sowie militärische Gegner ausgesprochen. Der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge, die den Revolutionsgarden nahesteht, sagte er, Verantwortliche, Kommandeure, Piloten und Soldaten stünden unter Beobachtung. Fortan würden für sie weltweit Ausflugsziele, Erholungsgebiete sowie touristische Zentren nicht mehr sicher sein. Der Sprecher begründete die neue Drohung mit der Tötung von Amtsträgern, Verantwortlichen sowie Kommandeuren der iranischen Streitkräfte.

Update, 10:52 Uhr: In Kuwait sind nach Drohnenangriffen Teile einer Ölraffinerie abgeschaltet worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation (KPC) berichtete, wurde die Ölraffinerie Mina al-Ahmadi am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) Ziel mehrerer Drohnenangriffe. Dabei sei in einigen Anlagen der Raffinerie Feuer ausgebrochen.

Ersten Informationen zufolge gibt es keine Verletzten oder Tote infolge der Angriffe. KPC erklärte demnach weiter, dass Feuerwehr und Rettungskräfte sofort mit den Löscharbeiten begannen und mehrere Anlagen der Raffinerie abgeschaltet wurden. Die Raffinerie war erst gestern (19. März) getroffen worden, dabei kam es nach KPC-Angaben zu einem begrenzten Brand. Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Update, 9:35 Uhr: Der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden ist nach Angaben Teherans bei Luftangriffen der USA und Israels getötet worden. Ali Mohammed Naini sei am frühen Morgen (20. März) einer „feigen Terrorattacke der amerikanisch-zionistischen Seite“ zum Opfer gefallen, erklärten die Revolutionsgarden auf ihrer Website Sepah News. Die Garden sind die ideologische Armee des Iran und eine wichtige Stütze der Islamischen Republik.

Revolutionsgarden: Iran setzt trotz Kriegs Produktion von Raketen fort

Update, 8:58 Uhr: Irans Revolutionsgarden melden ungehinderte Raketenproduktion trotz Kriegslage. Auch anhaltende Angriffe Israels und der USA hätten demnach keinen Einfluss auf die Waffenkapazitäten des Landes. Der Iran weist damit Spekulationen über einen möglichen Mangel an Waffen zurück. Wie Reuters berichtet, betonen die Revolutionsgarden ausdrücklich, dass es keine Engpässe bei den Vorräten gebe.

Sie wiesen damit Äußerungen des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu zurück. Dieser hatte am Donnerstag gesagt, der Iran verfüge nach knapp drei Wochen Krieg „nicht mehr über die Kapazitäten, Uran anzureichern und ballistische Raketen herzustellen“.

Update, 7:35 Uhr: Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat kurz vor dem heutigen Beginn des persischen Neujahrsfestes Norus vor einer härteren Reaktion gewarnt, sollte Israel erneut die iranische Infrastruktur angreifen. Israel hatte am Mittwoch das wichtige Gasfeld „South Pars“, das vom Iran und Katar ausgebeutet wird, bombardiert. Als Reaktion attackierte der Iran die für den Weltmarkt bedeutenden Flüssiggasanlagen im katarischen Industriegebiet Ras Laffan.

Iran-News: Teheran setzt Angriffe gegen arabische Staaten fort

Update, 6:35 Uhr: Als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge hat der Iran in der Nacht seine Angriffe gegen arabische Staaten, in denen es US-Militärstützpunkte gibt, fortgesetzt. Die Armee von Kuwait meldete auf der Plattform X erneuten Beschuss durch Raketen und Drohnen. Das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien wehrte nach eigenen Angaben gleich mehrere Drohnenangriffe ab. Auch die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten meldeten auf X die erfolgreiche Abwehr eines Luftangriffs. In Bahrain geriet nach Angaben des Innenministeriums ein Lagerhaus durch herabfallende Trümmer in Brand.

Update, 5:45 Uhr: Israels Luftwaffe greift weiter im Iran an. Die Streitkräfte hätten eine neue „Welle“ an Attacken im ganzen Land begonnen, teilte die israelische Armee in der Nacht mit. Ziel sei „Infrastruktur des iranischen Terrorregimes“, hieß es in einer kurzen Mitteilung auf Telegram ohne nähere Einzelheiten. Kurz zuvor hatte der Iran gleich mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es nicht.

Israels Luftwaffe setzt ihre Angriffe im Iran fort. (Archiuvbild)

Iran-News: Netanjahu spricht über Angriff auf Gasfeld South Pars

Update, 20. März, 5:00 Uhr: Israel hat nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei dem Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars allein gehandelt. US-Präsident Donald Trump habe Israel im Anschluss gebeten, „weitere Angriffe auszusetzen, und wir halten uns daran“, sagte Netanjahu am Donnerstagabend bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Berichte, wonach Israel die USA in den seit fast drei Wochen andauernden Krieg gegen den Iran hineingezogen habe, wies Netanjahu zurück. „Glaubt wirklich irgendjemand, dass man Präsident Trump sagen kann, was er zu tun hat?“, sagte Netanjahu. „Er musste nicht überzeugt werden.“

Update, 23:21 Uhr: Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs haben die EU-Gipfelteilnehmer einen vorläufigen Stopp von Angriffen auf zivile Infrastruktur gefordert. Mit Blick auf die UN-Charta und das humanitäre Völkerrecht fordert der Europäische Rat „ein Moratorium für Angriffe auf Energie- und Wasserversorgungsanlagen“, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Gipfelerklärung heißt. Die Gipfelteilnehmer begrüßten zudem die Ankündigungen von Mitgliedsstaaten, die Straße von Hormus abzusichern, „sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind“.

Der Europäische Rat forderte die Verstärkung der EU-Marinemissionen Aspides und Atalanta, die im Roten Meer und vor der Küste Somalias im Einsatz sind. Dazu sollten „zusätzliche Mittel im Einklang mit ihren jeweiligen Mandaten“ bereitgestellt werden, hieß es. Von einem Einsatz in der Straße von Hormus ist in der Erklärung nicht die Rede.

Iran-News: US-Bevölkerung fürchtet Bodentruppen im Iran – Mehrheit dagegen

Update, 21:50 Uhr: Eine deutliche Mehrheit der US-Amerikaner rechnet damit, dass Präsident Donald Trump einen Bodenkrieg im Iran anordnen wird – doch nur eine verschwindende Minderheit begrüßt diesen Schritt. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Reuters und Ipsos erwarten 65 Prozent der Befragten die Entsendung von US-Truppen in den Iran, während lediglich sieben Prozent einen solchen Einsatz befürworten.

Die Erhebung fällt mit Berichten zusammen, wonach Washington die Verlegung tausender zusätzlicher Soldaten in den Nahen Osten prüft. Innerhalb der USA zeigt sich ein tiefer parteipolitischer Graben: Während 77 Prozent der Republikaner die bisherigen Angriffe auf den Iran gutheißen, sprechen sich nur sechs Prozent der Demokraten dafür aus. Insgesamt lehnen 59 Prozent der Amerikaner das militärische Vorgehen ab.

Iran-News: Mullah-Regime laut Netanjahu „schwächer denn je“

Update, 20:24 Uhr: Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist der Iran nicht mehr in der Lage, Uran anzureichern und ballistische Raketen herzustellen. Dies berichten israelische Medien unter Berufung auf eine Pressekonferenz. Das Mullah-Regime sei „schwächer denn je“, Israel hingegen sei manchen Meinungen zufolge „eine Weltmacht“. Netanjahu betonte zudem: Der Iran-Krieg werde „so lange wie nötig“ fortgesetzt.

Update, 20:10 Uhr: Donald Trump erwartet von Japan mehr Engagement im Iran-Krieg. Trump sagte am Donnerstag bei einem Treffen mit der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi im Weißen Haus, er habe Zusicherungen erhalten, dass Japan „wirklich Verantwortung übernehme“. Er fügte hinzu: „Im Gegensatz zur NATO“.

Takaichi bestätigte die Angaben nicht. Sie dankte Trump für seinen „unerschütterlichen Einsatz“ für die US-Beziehungen zu Japan. Zugleich wandte die rechtsnationale Hardlinerin ein, wegen des Iran-Kriegs gebe es „eine äußerst angespannte Sicherheitslage“, zudem stehe die „Weltwirtschaft kurz vor einem schweren Schlag“.

Update, 18:31 Uhr: Der iranische Botschafter in Deutschland, Madschid Nili, hat von der Bundesregierung eine „Klarstellung“ zur Nutzung der US-Luftwaffenbasis Ramstein durch die USA für den Iran-Krieg gefordert. Die Rolle des Militärstützpunkts in Rheinland-Pfalz sei für Teheran bislang „offiziell nicht klar“, sagte Nili am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. „Bislang haben wir keine Antwort.“

„Wir haben sie zu einer Klarstellung oder Erklärung bezüglich der Rolle von Ramstein aufgefordert“, sagte Nili. Der Botschafter verwies in dem Zusammenhang auf eine UN-Resolution zur Nutzung des Staatsgebiets oder Luftraums durch einen anderen Staat. Demnach würde sich dieses Land „zum Komplizen bei dem Angriff oder der Aggression machen“, sagte der Botschafter. „Wir wissen noch nicht, ob das auf Ramstein zutrifft oder nicht.“

Update, 16:55 Uhr: Die USA könnten ihre Ölsanktionen gegen den Iran nach Angaben von Finanzminister Scott Bessent lockern. Bessent sagte am Donnerstag dem Sender Fox News, bereits auf Tankern befindliches Öl könne von den Strafmaßnahmen ausgenommen werden, um den Ölpreisschock abzumildern. Zudem erwägen die USA nach seinen Angaben, weiteres Öl aus ihren strategischen Reserven freizugeben.

Donald Trump steht wegen der gestiegenen Treibstoffpreise innenpolitisch unter Druck. Die US-Regierung hatte deshalb am 12. März angekündigt, 172 Millionen Barrel ihrer strategischen Reserven freizugeben. Zudem lockerten die USA ihre Vorgaben für den Schiffsverkehr in Häfen.

Iran-News: Deutschland fordert sofortigen Stopp von Angriffen auf die Straße von Hormus

Update, 15:30 Uhr: Deutschland und fünf andere Staaten haben den Iran zum sofortigen Stopp von Angriffen auf Schiffe in der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Straße von Hormus aufgefordert. In einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens, der Niederlande und Japans vom Donnerstag hieß es, die Angriffe auf Schiffe und Infrastruktur einschließlich Öl- und Gasanlagen sowie die „faktische Sperrung der Straße von Hormus durch iranische Kräfte“ werde „auf das Schärfste“ verurteilt.

Die sechs Staaten riefen den Iran auf, „seine Drohgebärden, das Verlegen von Minen sowie Drohnen- und Raketenangriffe und andere Versuche“, die Meerenge für die Handelsschifffahrt zu blockieren, „sofort einzustellen“. Ein derartiger Eingriff in die internationale Schifffahrt und die Störung weltweiter Energieversorgungsketten stelle „eine Bedrohung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit“ dar.

Iran-News: Trump wusste über iranischen Angriff gegen iranisches Gasfeld

Update, 13:40 Uhr: US-Medienberichte legen nahe, dass Präsident Donald Trump vor dem israelischen Angriff auf das bedeutende Gasfeld „South Pars“ informiert war. Damit widersprechen sie Trumps Darstellung, die USA hätten von dem Schlag nichts gewusst.

Das Wall Street Journal berichtet, die USA seien im Bilde gewesen und hätten keine Einwände gehabt. Trump habe den Angriff gebilligt, um den Druck auf den Iran zu erhöhen, die Straße von Hormus freizugeben. Das US-Nachrichtenportal Axios schreibt, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Trump hätten sich über das Vorgehen abgestimmt. Sowohl Axios als auch Wall Street Journal berufen sich auf US- und israelische Beamte. 

Iran News: Merz will im Nahen Osten nur nach Ende der Kampfhandlungen helfen

Update, 12:15 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Deutschlands Bereitschaft bekräftigt, nach dem Iran-Krieg zur Sicherheit in der Region beizutragen. Deutschland könne „viel tun, bis hin auch zu der Öffnung der Seewege und sie frei zu halten“, sagte Merz am Donnerstag vor dem EU-Gipfel in Brüssel. Er wünsche sich von dem Treffen, dass „ein klares Signal von uns ausgeht, dass wir bereit sind zu helfen“, fügte er hinzu.

Merz betonte, Deutschland könne „nur dann“ helfen, „wenn die Kampfhandlungen beendet sind“. Für einen solchen Einsatz sei zudem ein internationales Mandat nötig, „das wir gegenwärtig nicht haben“, sagte Merz. Deswegen stünden „noch viele Schritte vor uns, bevor wir überhaupt über ein solches Thema nachdenken können“.

Iran-News: FBI-Ermittlung gegen zurückgetretenen Trump-Beamten

Update, 10:15 Uhr: Die US-Bundespolizei FBI hat laut Medienberichten bereits vor längerem Ermittlungen gegen den am Dienstag zurückgetretenen Antiterror-Chef Joe Kent eingeleitet. Die Zeitung „New York Times“ und der Sender CBS beriefen sich bei ihren Berichten von Mittwoch (Ortszeit) auf mit der Angelegenheit befasste Kreise. Das Nachrichtenportal Semafor berichtete, die Ermittlungen liefen „bereits seit Monaten“. Das FBI äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Kent war Leiter des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums (NCTC) gewesen. Seinen Rücktritt reichte der ursprüngliche Gefolgsmann von Präsident Donald Trump am Dienstag aus Protest gegen den Iran-Krieg ein. Die von den USA und Israel angegriffene Islamische Republik sei „keine unmittelbare Bedrohung“ für die USA gewesen; er könne den Krieg deshalb nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, erklärte Kent. Er rief Trump auf, einen Kurswechsel einzuleiten.

Update, 8:50 Uhr: Eine Ölraffinerie in der saudi-arabischen Hafenstadt Yanbu ist Ziel eines Luftangriffs geworden. Die Auswirkungen ‌seien jedoch minimal gewesen, verlautete laut Reuters aus Branchenkreisen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor eine Warnung ⁠und Evakuierungsaufforderung für mehrere Ölanlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar veröffentlicht. Sie galt auch für die attackierte Samref-Raffinerie, die gemeinsam vom saudi-arabischen Ölriesen Saudi Aramco und dem US-Konzern Exxon Mobil betrieben wird. 

Iran-News: Ölpreis steigt weiter

Update, 7:30 Uhr: Der Ölpreis ist im frühen Handel weiter angestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der für Europa maßgeblichen Sorte Brent mit Lieferung im April stieg zeitweise auf 112 US-Dollar. Vor dem Krieg kostete ein Barrel noch um die 70 Dollar – also ein Anstieg um rund 60 Prozent. Auch der Gaspreis stieg zuletzt deutlich an.

Update, 5:50 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds „South Pars“ gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff „mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat“.

Iran-Krieg aktuell: Israel greift erstmals Ziele im Norden an

Erstmeldung: Israels Luftwaffe hat Armeeangaben zufolge erstmals seit Kriegsbeginn Ziele im Norden des Irans angegriffen. Das Militär habe begonnen, dort Ziele ins Visier zu nehmen, teilte die Armee am Abend mit. Laut früheren Angaben stehen bei den Angriffen vor allem Ziele der iranischen Führung im Fokus.

Rubriklistenbild: © dpa/Marwan Naamani

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