News im Ticker
Ukraine-News: Schon wieder Drohnen-Vorfall in Polen – zwei Verdächtige festgenommen
Ukraine-News im Ticker: In Polen kommt es zu einem neuen Drohnen-Vorfall. Die Nato-Ostflanke wird weiter verstärkt.
Update, 7.11 Uhr: Bei einem massiven russischen Angriff auf die Stadt Saporischschja (Ostukraine) ist am frühen Morgen ein Mensch getötet worden. Sieben weitere seien verletzt worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ukrainische Behörden. Der Angriff habe zahlreiche Brände ausgelöst. Der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne berichtet demnach von mindestens zehn Einschlägen in der Stadt.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-News: Zwei Belarussen nach Drohnen-Vorfall festgenommen
Update, 16. September, 5.20 Uhr: In Polen sind zwei Belarussen festgenommen worden, nachdem eine Drohne Regierungsgebäude in Warschau überflogen hatte. Der Staatsschutz SOP habe eine Drohne „neutralisiert“, erklärte Präsident Donald Tusk im Onlinedienst X. „Zwei belarussische Staatsbürger wurden festgenommen“, fügte Tusk hinzu.
Update, 22.40 Uhr: Die polnischen Behörden haben sich zu dem Drohnen-Vorfall in Warschau geäußert. Demnach sei das Flugobjekt um 19:00 Uhr über einem Regierungsgebäude gesichtet und kurz darauf von der Polizei sichergestellt worden sein. Das gab ein Sprecher der Sicherheitskräfte gegenüber dem Nachrichtensender TVN24 bekannt. Die Drohne sei nicht abgeschossen worden, so der Sprecher.
Update, 21.20 Uhr: Polnische Medien berichten nach dem erneuten Drohnen-Vorfall davon, dass in der polnischen Hauptstadt Warschau einzelne Straßen gesperrt werden. Es soll sich dabei um Gebiete handeln, in denen mehrere Regierungsgebäude liegen.
Lieferungen im Ukraine-Krieg: Selenskyj pocht auf Flugabwehrsysteme
Update, 20:41 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt auf die Lieferung von zugesagten Flugabwehrsystemen vor dem Winter. „Es müssen alle Vereinbarungen zur Lieferung von Flugabwehrsystemen, der zugehörigen Raketen und ebenfalls der Kaufverträge zu 100 Prozent erfüllt werden“, sagte der Staatschef in seiner abendlichen Videobotschaft. Er bezog sich dabei auf Zusagen westlicher Verbündeter bei Treffen vor kurzem in London, Washington und Paris, nannte aber keine konkreten Details. Gesondert erwähnte er Finanzierungsvereinbarungen für die Produktion von Drohnen und der ukrainischen Armee allgemein.
Update, 19:34 Uhr: Für den neuen NATO-Einsatz zur Sicherung des Luftraums an der Ostflanke gibt es weitere Unterstützungszusagen. Wie das oberste Hauptquartier der alliierten Streitkräfte in Europa (Shape) im belgischen Mons mitteilte, werden Spanien und Großbritannien in Kürze Beiträge ankündigen. Zudem hätten auch Italien und Schweden Hilfe signalisiert, hieß es. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, dass Italien zwei Kampfjets vom Typ Eurofighter bereitstellen wolle.
Polens Außenminister nennt Putin „Lügner und Aggressor“
Update, 18.30 Uhr: Mit Blick auf das Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum sagte der polnische Außenminister Radosław Sikorski gegenüber der britischen Zeitung The Guardian, Kreml-Chef Wladimir Putin teste die Nato, ohne dabei aber einen Krieg auszulösen. „Ein Lügner und Aggressor wie Putin versteht nur die härtesten Gegenmaßnahmen“, so Sikorski gegenüber der Zeitung. Er betonte außerdem, hätte es Tote oder Verletzte durch russische Drohnen gegeben, dann hätte man eine „viel härtere Antwort“ gegeben.
Ukraine-News: Russischer Einsatz von Streumunition im Fokus
Update, 16:00 Uhr: Seit Beginn des Ukraine-Krieges sind nach Angaben eines internationalen Bündnisses über tausend ukrainische Zivilistinnen und Zivilisten von russischen Streubomben getroffen worden. Mehr als 1200 Menschen seien durch die umstrittene Waffe getötet oder verletzt worden, erklärte das Bündnis Cluster Munition Coalition (CMC) in seinem Jahresbericht. Die Ukraine verzeichne weltweit die höchste Opferzahl durch Streumunition, was „beunruhigende Rückschläge“ bei den weltweiten Bemühungen zur Abschaffung der tödlichen Waffen darstelle.
Update, 14:07 Uhr: Russland hat Vorwürfe zurückgewiesen, eine Drohne sei am Wochenende in den rumänischen Luftraum eingedrungen. Moskaus Botschafter Wladimir Lipajew bezeichnete die Anschuldigungen als „unbegründet“ und sprach von einer „gezielten Provokation des Kiewer Regimes“ im Ukraine-Krieg, wie Kyiv Independent schreibt.
Das rumänische Verteidigungsministerium hatte am Samstag gemeldet, eine russische Drohne sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen. Zwei F-16-Kampfjets seien eingesetzt worden und hätten die Drohne bis zu ihrem Verschwinden vom Radar verfolgt. Rumänien, ein NATO-Mitglied, hatte bereits zuvor Drohnenfragmente auf seinem Territorium gefunden, während Russland Angriffe auf ukrainische Häfen entlang der Donau verstärkte.
Ukraine-News: Keine Vorfälle an Litauens Grenze zu Russland während Sapad-Militärübung
Update, 13:05 Uhr: Litauen hat bislang keine Zwischenfälle an seinen Grenzen während des russisch-belarussischen Manövers Sapad registriert. „Das erste Wochenende der aktiven Phase der Sapad-Übungen verlief relativ ruhig, sowohl was die illegale Migration als auch andere Vorfälle an der Staatsgrenze betrifft. Grenzschutzbeamte registrierten keine ungewöhnlichen Aktivitäten“, sagte Grenzschutz-Chef Rustamas Liubajevas im litauischen Radio. Weiterhin gibt es nach der Einschätzung der Behörden des baltischen EU- und NATO-Landes aber Risiken.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Update, 12:03 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Russland erstmals als Aggressor im Ukraine-Krieg bezeichnet. „8000 Soldaten sind diese Woche gestorben, aus beiden Ländern. Einige mehr aus Russland, aber wenn man der Aggressor ist, verliert man mehr“, sagte Trump am Sonntag vor Reportern, wie Politico schreibt.
Update, 11:08 Uhr: Russland würde nach Worten von Ex-Kreml-Chef Dmitri Medwedew einen Schutz des ukrainischen Luftraums durch NATO-Kräfte als Kriegserklärung betrachten. Der jetzige Vizechef des Sicherheitsrates in Moskau schrieb auf seinem russischen Telegram-Kanal: „Die Umsetzung der provokanten Idee einiger Kiewer und sonstiger Idioten, eine Flugverbotszone über der ‚Ukraine‘ einzurichten und mit NATO-Kräften unsere Drohnen abzuschießen, bedeutet bloß eins – einen Krieg der NATO mit Russland.“
Ukraine-News: Trump bezeichnet Gespräche zwischen Selenskyj und Putin als unwahrscheinlich
Update, 10:10 Uhr: Donald Trump hat direkte Gespräche zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Russlands Staatschef Wladimir Putin für unwahrscheinlich erklärt. Der US-Präsident begründete dies mit dem „unergründlichen Hass“ zwischen beiden Führern im Ukraine-Krieg.
Ukraine-News: Tschechien sendet Militärhubschrauber nach Polen an die NATO-Ostflanke
Update, 15. September, 06:13 Uhr: Tschechische Militärhubschrauber sind in Polen eingetroffen, um die NATO-Ostflanke nach Russlands Verletzung des polnischen Luftraums zu verstärken. Die drei Mi-171S-Helikopter sollen künftig Patrouillenflüge an der Ostgrenze durchführen, wie der Kyiv Independent berichtet. Der Einsatz ist Teil der neuen NATO-Operation „Eastern Sentry“, die als Reaktion auf die russische Drohnenattacke im Kontext des Ukraine-Kriegs gestartet wurde. Polens Präsident Karol Nawrocki bestätigte, dass weitere Verbündete Truppen entsenden werden – darunter dänische F-16-Jets, französische Rafale-Kampfjets und deutsche Eurofighter, wie NATO-Generalsekretär Rutte mitteilte.
Update, 22:55 Uhr: Nach mehreren Zwischenfällen im russischen Eisenbahnnetz hat der ukrainische Militärgeheimdienst die Verantwortung für zwei Anschläge übernommen. Bei den Vorfällen, bei denen am Samstag in der russischen Region Oriol drei Menschen getötet wurden und am Sonntag ein Zug in der Region Leningrad entgleiste, handele es sich um gezielte Sabotageakte, erklärte ein Vertreter des Militärgeheimdienstes HUR.
Laut dem Regionalgouverneur entgleiste daraufhin ein Güterzug mit 15 unbeladenen Tankwaggons. Der ukrainische Militärgeheimdienst erklärte dagegen, die Tankwaggons seien samt dem darin geladenen Treibstoff zerstört worden. In einem anderen Teil der Region Leningrad entgleiste laut Gouverneur Drosdenko am Sonntag eine Lokomotive, dabei sei der Lokführer ums Leben gekommen. Am Samstag waren nach russischen Behördenangaben drei Mitglieder der Nationalgarde bei einer Explosion an einer Bahnstrecke in der rund 800 Kilometer von der Region Leningrad entfernten Region Oriol getötet worden.
Rumänien bestätigt russische Herkunft der Drohne
Update, 18:56 Uhr: Eine russische Geran-Drohne ist am Samstag etwa 50 Minuten lang durch den rumänischen Luftraum geflogen, bevor sie wieder in Richtung Ukraine abdrehte. Das rumänische Verteidigungsministerium bestätigte, dass es sich um denselben Drohnentyp handelt, der bei russischen Angriffen auf die Ukraine eingesetzt wird.
Ukraine sprengt russische Bahnstrecken und tötet drei Soldaten
Update, 17:13 Uhr: Der ukrainische Militärgeheimdienst GRU hat die Verantwortung für zwei Sabotageakte im russischen Eisenbahnnetz übernommen. Am Samstag in der Region Oriol wurden drei Mitglieder der russischen Nationalgarde bei einer Explosion an einer Bahnstrecke getötet, die als Sprengmeister zur Entschärfung von Sprengsätzen eingesetzt waren. Am Sonntag wurde in der Region Leningrad ein Abschnitt der Bahnstrecke zwischen St. Petersburg und Pskow gesprengt, wodurch ein Güterzug mit 15 Tankwaggons entgleiste. Der GRU behauptet, die beladenen Tankwaggons seien zerstört worden, während russische Behörden von unbeladenen Waggons sprechen.
Röttgen fordert Beschaffungsprogramm für Abwehrdrohnen
Update, 15:10 Uhr: Nach dem Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum hat der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen ein Beschaffungsprogramm für Abwehrdrohnen gefordert. „Die NATO braucht Drohnen zur Abwehr russischer Drohnen“, sagte Röttgen der Rheinischen Post. Für Deutschland, das auf dem Gebiet „nahezu blank“ sei, gelte das in gesteigertem Maße. „Die Bundesregierung muss hier schnellstens ein Beschaffungsprogramm auflegen.“
Trump gibt Vertrauten gegenüber Zweifel an Putin-Strategie zu
Update, 11:38 Uhr: Donald Trump hat offenbar Zweifel daran, Wladimir Putin entscheidend beeinflussen zu können, um den Ukraine-Krieg zu beenden. Dies soll der US-Präsident gegenüber engen Vertrauten zugegeben haben, berichtet das US-Portal Axios unter Berufung auf eine anonyme Quelle. Trump habe demnach Putins Wunsch nach Frieden falsch eingeschätzt.
Update, 9:17 Uhr: Aktueller Stand bei der russischen Ölraffinerie, in der ein Brand ausgebrochen war: Das Feuer ist nach russischen Angaben inzwischen gelöscht. Verletzt wurde demnach niemand, teilte der dortige Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mit. Bei der Anlage handelt es sich um die Raffinerie Kinef, die zum Konzern Surgutneftegas gehört. Sie ist eine der beiden größten Raffinerien in Russland. Dort werden jährlich etwa 17,7 Millionen Tonnen russisches Rohöl verarbeitet, was 355.000 Barrel pro Tag entspricht, berichtete Reuters. Die Ukraine setzt in ihrer Verteidigung stark auf den Beschuss von russischen Ölanlagen.
Update vom 14. September, 8:05 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat die NATO-Partner aufgefordert, ihre Ölimporte aus Russland umgehend zu beenden. In einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social kündigte er an, zusätzliche Sanktionen gegen Moskau nur dann einzuleiten, wenn alle Mitgliedsstaaten geschlossen handeln. „Ich bin bereit, sobald Sie es sind. Sagen Sie mir einfach, wann“, erklärte Trump.
Ukraine-News: Selenskyj wirft Putin Ausweitung des Ukraine-Kriegs auf Polen und Rumänien vor
Update, 21.17 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland nach den Luftalarmen in den Nachbarländern Polen und Rumänien die Ausweitung des Ukraine-Kriegs vorgeworfen. Die russischen Militärs wüssten genau, wohin ihre Drohnen fliegen, und das sei auch keine Eigenmächtigkeit irgendwelcher untergeordneter Kommandeure, schrieb Selenskyj auf Telegram. „Das ist eine offensichtliche Ausweitung des Kriegs durch Russland.“
Ukraine-News: Russische Drohne in Rumäniens Luftraum abgefangen
Update, 19:31 Uhr: Eine russische Drohne ist von der rumänischen Luftwaffe im eigenen Luftraum abgefangen worden. Zwei F-16-Kampfjets des 86. Luftwaffenstützpunkts in Fetești waren gestartet, um die Situation an der ukrainischen Grenze nach russischen Angriffen auf die Infrastruktur der Ukraine zu überwachen, berichtet der rumänische CNN-Sender Antena 3. Das Wrack der Drohne sei mittlerweile entdeckt worden.
Luftalarm in Polen wegen Russland-Drohnen
Update, 18:29 Uhr: Nach Angaben der polnischen Agentur PAP gaben die Bürgermeister von Swidnik und von Chelm im Osten von Polen in den sozialen Medien bekannt, dass aufgrund der Bedrohung aus der Luft Warnsirenen eingesetzt worden seien. Sie forderten demnach die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren. Ein Krisenzentrum der Regierung schickte zudem an alle Handys in fünf Bezirken im Grenzgebiet zur Ukraine SMS, die vor der „Gefahr einer Attacke aus der Luft“ warnten. Laut dem Führungskommando der polnischen Armee seien außerdem Kampfjets im Einsatz.
Update, 17:49 Uhr: Polens Luftverteidigung ist aktuell auf der „höchsten Bereitschaft“, aufgrund von russischen Drohnen in der Ukraine nahe der polnischen Grenze, erklärte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk auf X. Er teilte in einem Beitrag mit: „Aufgrund der Bedrohung durch russische Drohnen, die über der Ukraine nahe der Grenze zu Polen operieren, haben präventive Luftoperationen der polnischen und verbündeten Luftstreitkräfte in unserem Luftraum begonnen. Bodengebundene Luftabwehrsysteme befinden sich in höchster Alarmbereitschaft.“
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