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Endspurt der US-Wahl
„Amerikanischer Tyrann“: Rocklegende Springsteen warnt vor Trump
Bei einem Auftritt in Georgia bekam Harris prominente Unterstützung. Neben Ex-Präsident Obama auch von Bruce Springsteen. Der bekundete seine Sorgen vor Trump.
Atlanta – Während der Endspurt bis zur US-Wahl am 5. November inzwischen eingeläutet ist, absolvieren Kamala Harris und ihr republikanischer Kontrahent Donald Trump weiter fleißig Wahlkampfauftritte in den so bedeutenden Swing States. Nachdem Trump zum Monatsbeginn durch den US-Bundesstaat Wisconsin tourte und insgesamt vier Auftritte abhielt, sorgte er nun im nicht weniger wichtigen Pennsylvania mit vulgären Ausschweifungen für Aufsehen.
Harris dagegen befindet sich aktuell im Swing State Georgia, wo sie auf der Bühne nun erstmals Beistand von Ex-Präsident Barack Obama erhielt. Doch damit nicht genug: Auch Rock-Legende Bruce Springsteen sang bei dem Event in Clarkston, östlich von Atlanta. Dabei betonte er neben seiner Unterstützung für Harris auch, welche Gefahr seiner Ansicht nach von ihrem Kontrahenten Trump ausgeht.
Bruce Springsteen, Barack Obama und Samuel L. Jackson unterstützen Kamala Harris in Atlanta
In Atlanta brachte Harris zunächst ihr Engagement in zwei wichtigen Wahlkampfthemen zum Ausdruck: So betontesie Gesundheitsversorgung als Grundrecht, das kein Privileg für solche sein dürfe, die es sich leisten können. Daneben bekräftigte Harris ihre Unterstützung für das Abtreibungsrecht und verwies auf den Tod von Amber Nicole Thurman, einer Frau aus Georgia, deren Tod kürzlich auf das Abtreibungsverbot des Staates zurückzuführen war.
Auf der Bühne in Clarkston versammelte Harris neben Barack Obama unter anderem den bekannten Schauspieler Samuel L. Jackson und die Regisseure Spike Lee und Tyler Perry. Vermutlich auch, um kurz vor der Wahl erneut ein Zeichen der Nähe zum schwarzen Wählerklientel zu setzen. Unlängst war nämlich von Meinungsforscherinnen und -forschern angedeutet worden, die Harris-Kampagne büße in der schwarzen männlichen Wählerschaft an Unterstützung ein.
Bevor Harris und Obama in Clarkston zu reden begannen, spielte US-Rocklegende Bruce Springsteen ein Akustik-Set seiner Songs Promised Land, Land of Hopes and Dreams und Dancing in the Dark. Wie unter anderem die Presseagentur AFP berichtet, stellte er sich in seiner Rede hinter US-Präsidentschaftskandidatin Harris und warnte zudem vor einer zweiten potenziellen Amtszeit Trumps: „Harris kandidiert, um die 47. Präsidentin der Vereinigten Staaten zu werden“, sagte Springsteen am Donnerstag bei der Veranstaltung in Georgia. „Donald Trump kandidiert, um ein amerikanischer Tyrann zu werden.“
Springsteen kritisiert Trump scharf – und bekundet, am 5. November Harris zu wählen
Nach Ansicht Springsteens verstehe Trump weder das Land, dessen Präsident er werden will, noch was es bedeute, Amerikaner zu sein. „Deshalb gebe ich am 5. November Kamala Harris und Tim Walz meine Stimme“, fügte Springsteen unter Nennung von Harris‘ Running Mate hinzu. Der Musiker unterstrich, auf Harris’ Seite zu stehen, weil er im Weißen Haus eine Person sehen wolle, die die Verfassung respektiere und eine Wirtschaft für die Mittelklasse aufbauen wolle.
Grund für Springsteens Besuch bei Harris’ Wahlkampfauftritt sei, sich Trump und dessen Vize-Kandidaten J.D. Vance „entgegenzustellen“, wie er auf der Bühne in Clarkston ausführte. Er wolle jemanden im Amt, „der die Verfassung verehrt, der unsere großartige Demokratie nicht bedroht, sondern schützen und leiten will, der an die Rechtsstaatlichkeit und die friedliche Übertragung der Macht glaubt, der für das Recht der Frau auf freie Wahl kämpfen wird und der eine Wirtschaft für die Mittelschicht schaffen will, die allen unseren Bürgern dient“, sagte Springsteen weiter. Es gebe nur eine Kandidatin bei der diesjährigen Wahl, die diese Grundlagen hochhalte, fuhr er fort: „Kamala Harris.“
Aktuellen Prognosen zufolge liegen Harris und Trump in etwa gleichauf – mit minimalem Vorsprung für den Republikaner
Wie Pennsylvania und Wisconsin gehört auch Georgia zu den Bundesstaaten, die die US-Wahl am 5. November entscheiden könnten. Für den Sieg brauchen die Kandidaten insgesamt 270 Stimmen von Wahlleuten aus verschiedenen Staaten. In Georgia geht es dabei um insgesamt 16 Wahlleute. Vor vier Jahren gewann Präsident Joe Biden dort gegen Trump.
US-Wahl 2024: Trump oder Harris – diese Promis beziehen Stellung
Diesmal könnten sich Harris und Trump ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Georgia liefern, zumindest legen verschiedene aktuelle Prognosen ein solches Szenario nahe. Versammelt wurden sie unter anderem von Forbes. Mehrere Umfragen sehen den Republikaner knapp vorn. In einer am Donnerstag veröffentlichten Marist-Umfrage (Fehlermarge 3,9 Prozent) liegen Trump und Harris bei rund 49 Prozent der wahrscheinlichen Wählerinnen und Wähler gleichauf.
In einer am Mittwoch veröffentlichten Bloomberg/Morning Consult-Umfrage liegt Trump in Georgia mit 49,9 Prozent potenziellem Stimmanteil knapp vor Harris, die laut Prognose 48,4 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Angesichts der Fehlermarge von drei Prozent innerhalb der Umfrage suggeriert sie damit ein nahezu ausgeglichenes Rennen zwischen Trump und Harris im Swing State Georgia. (fh)