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„Unmenschliche Tötung von Zivilisten“
Internationaler Druck: 25 Staaten fordern von Israel Ende des Gaza-Kriegs – Deutschland nicht darunter
25 Staaten richten sich an Israel: In einer Erklärung kritisieren sie das Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen und fordern ein Kriegsende.
Gaza – Aufgrund des israelischen Vorgehens im Gazastreifen wächst international der Druck: 25 Staaten haben Israel zu einem Ende des Gaza-Kriegs aufgefordert und Kritik am Vorgehen der israelischen Regierung bei den Hilfslieferungen geübt. „Wir, die unten aufgeführten Unterzeichner, kommen mit einer einfachen, dringenden Botschaft zusammen: Der Krieg in Gaza muss jetzt beendet werde“, zitiert The Guardian aus der Erklärung.
Druck auf Israel wächst: 25 Staaten fordern Gaza-Kriegsende – Deutschland nicht darunter
Unter den Unterzeichnern sind die EU-Kommissarin für Vorsorge und Krisenmanagement sowie die Außenminister von Ländern wie Großbritannien, Australien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Kanada, Österreich, Polen und der Schweiz.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern
Zuletzt hatte auch die Bundesregierung deutlichere Kritik an dem Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen geäußert. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Vorgänge im Gazastreifen als „nicht mehr akzeptabel“ kritisiert. Die Regierung dringe darauf, „dass es dort erstens eine Feuerpause gibt und dass es zweitens dort eine umfassende humanitäre Hilfe für die Menschen in der Region gibt“, so Merz bei seiner Sommerpressekonferenz.
Außenminister Johann Wadephul äußerte sich zudem am Montag (21. Juli) in einem Post auf X. Er habe seinem israelischen Amtskollegen, Gideon Saar, bei einem Telefonat noch am selben Tag „angesichts der Ausweitung der israelischen Offensive in Gaza“, seine „größte Sorge über die katastrophale humanitäre Lage ausgedrückt“, so Wadephul. „Wir fordern Israel dringend auf, die Vereinbarungen mit der EU zur Ermöglichung humanitärer Hilfe umzusetzen.“ Den 25 Unterzeichnern der Israel-Erklärung schloss sich Deutschland trotz der Kritik nicht an.
Die vollständige Liste der Unterzeichner:
Australien
Belgien
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich
Irland
Island
Italien
Japan
Kanada
Lettland
Litauen
Luxemburg
Neuseeland
Niederlande
Norwegen
Österreich
Polen
Portugal
Slowenien
Spanien
Schweden
Schweiz
Großbrittanien
Staaten richten Erklärung an Israel: Leiden der Zivilbevölkerung in Gaza habe „neues Ausmaß erreicht“
Die Staaten kritisieren in dem Schreiben, dass das Leiden der Zivilbevölkerung in Gaza „ein neues Ausmaß erreicht“ habe. „Das Modell der israelischen Regierung zur Bereitstellung von Hilfsgütern ist gefährlich, schürt Instabilität und beraubt die Menschen im Gazastreifen ihrer Menschenwürde.“ Weiter kritisieren die Staaten: „Wir verurteilen die Verteilung von Hilfsgütern am Tropf und die unmenschliche Tötung von Zivilisten, einschließlich Kindern, die versuchen, ihre grundlegendsten Bedürfnisse nach Wasser und Nahrung zu befriedigen.“
Um die Verteilung von Lebensmitteln kümmert sich in weiten Teilen Gazas die umstrittene Gaza Humanitarian Foundation (GHF). Israel hatte den neuen Verteilmechanismus nach eigenen Angaben eingeführt, um zu verhindern, dass die Hamas Hilfsgüter abzweigt. Die UN kritisieren, dass die Stiftung zu wenige Verteilzentren im Gazastreifen betreibe und dass Menschen dort und auf dem Weg dahin großen Gefahren ausgesetzt seien. Auch die Bundesregierung kritisiert den neuen Verteilmechanismus der Stiftung als nicht ausreichend.
Forderung an Israel: 25 Staaten bereit, „weitere Maßnahmen“ für Gaza-Kriegsende zu ergreifen
Die Unterzeichner-Staaten seien „bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um einen sofortigen Waffenstillstand und einen politischen Weg zu Sicherheit und Frieden für Israelis, Palästinenser und die gesamte Region zu unterstützen“, heißt es nun in der Erklärung der 25 Staaten. (pav)