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Hundeverhalten

Die wichtigsten Beschwichtigungssignale von Hunden, die jeder Besitzer kennen sollte

Erfahrene Hundebesitzer wissen intuitiv, wann sich ihr Hund unwohl fühlt. Daher sollten sich vor allem Neulinge mit den Beschwichtigungssignalen vertraut machen.

Die Körpersprache ist eine der wichtigsten Kommunikationsarten unter Hunden. Dazu gehören auch die Beschwichtigungssignale, sogenannte Calming Signals. Sie sind Körperzeichen, die ein Hund aussendet, wenn er sich in einer Situation unwohl fühlt. Er möchte sein Gegenüber damit besänftigen, Spannungssituationen entschärfen, mögliche Konflikte auf friedliche Art umgehen oder schlicht Distanz zu Personen oder Artgenossen schaffen oder erhalten.

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Wenn Hundebesitzer und auch Nichthundebesitzer diese Signale kennen, ist der Umgang mit Hunden wesentlich einfacher. Das Verhalten des Hundes kann besser gedeutet und eingeschätzt werden und Eskalationen können im besten Fall vermieden werden. Wenn Sie solche Signale bei Ihrem eigenen oder einem anderen Hund bemerken, sollten Sie analysieren, was dem Vierbeiner Unbehagen bereitet und die Situation entsprechend anpassen, damit sich der Hund wieder wohlfühlt. Übrigens: Was es bedeutet, wenn Hunde bellen, erfahren Sie hier.

Die 15 wichtigsten Beschwichtigungssignale von Hunden

Hunde gähnen nicht nur, wenn sie müde sind. In Stresssituationen soll Gähnen das Gegenüber besänftigen. Der Vierbeiner will damit zeigen, dass er entspannt und nicht auf der Suche nach Ärger ist. (Symbolbild)

Beschwichtigungssignale ergänzen die Körpersprache des Hundes und sind bei jedem Hund individuell. Welche Signale Ihr Hund bevorzugt, können Sie durch genaue Beobachtung herausfinden. Tipp: Filmen Sie Ihren Hund in möglicherweise riskanten Situationen und schauen Sie sich das Video anschließend in Zeitlupe an. Sie werden überrascht sein, welche Signale Sie im Alltag übersehen. Wichtig zu wissen ist auch, dass verschiedene Beruhigungssignale gleichzeitig oder in kurzen Abständen hintereinander auftreten können. Fünf Anzeichen, die zeigen, dass Ihr Hund unglücklich ist, lesen Sie hier.

Die wichtigsten Beschwichtigungssignale finden Sie in dieser Übersicht:

  • Gähnen: Hunde gähnen nicht nur, wenn sie müde sind. In Stresssituationen soll Gähnen das Gegenüber besänftigen. Der Vierbeiner will damit zeigen, dass er entspannt und nicht auf der Suche nach Ärger ist.
  • Schwanzwedeln: Auch wenn das Wedeln mit der Rute oftmals ein Zeichen der Freude ist, kann es in bestimmten Situationen auch ein Beschwichtigungssignal sein. Oftmals duckt sich der Vierbeiner gleichzeitig. Ist das der Fall, möchte sich der Hund unterwerfen.
  • Kratzen: Kratzt sich ein Hund am Körper, soll das seinem Gegenüber Entspannung signalisieren.
  • Pföteln/Pfote heben: Hat der Hund keine Möglichkeit, sich frei zu bewegen, ist das Pföteln ein oft gezeigtes Beschwichtigungssignal.
  • Über die Nase lecken: Das Naselecken wird häufig übersehen oder falsch interpretiert. Aber auch damit zeigt der Hund sein Unbehagen.
  • Abwenden: Dieses Verhalten ist oftmals dann zu beobachten, wenn jemand dem Hund zu nahe kommt und es ihm unangenehm ist. In der Folge wendet er entweder seinen Blick, den Kopf oder den gesamten Körper ab.
  • Blinzeln oder Augenschließen: Fühlt sich der Hund bedrängt oder eine Person kommt ihm zu nahe, blinzelt oder schließt er die Augen als Zeichen der Besänftigung.
  • Langer Stretch: Eine große Streckung wird häufig als Spielaufforderung verstanden, sollte aber auch als Beschwichtigungssignal in Betracht gezogen werden. Was Hundebesitzer außerdem zu dem Stretch wissen müssen.
Ein ausgedehnter Stretch beim Hund deutet in den meisten Fällen auf Wohlgefühl hin. Doch Halter sollten aufmerksam sein. (Symbolbild)
  • Hinsetzen oder Hinlegen: Mit diesem Verhalten zeigt der Hund, dass er friedlich ist und Konfrontationen meiden will. Auch wenn er sich auf den Rücken legt, bedeutet das nicht unbedingt, dass er sich vorbehaltlos wohlfühlt.
  • Ducken oder klein machen: Macht sich der Hund klein, verdeutlicht er damit, dass er sein Gegenüber nicht provozieren möchte. Oftmals zeigt er darüber hinaus weitere Signale.
  • Stehenbleiben oder langsamer werden: Empfindet ein Hund Stress, soll das gedrosselte Tempo der Entschleunigung und Besänftigung dienen. Dazu zählen auch anderweitig verlangsamte Bewegungen bis hin zum vollständigen Erstarren.
  • Urinieren: Urinieren soll seinen Artgenossen beweisen, dass ein Hund entspannt ist. Außerdem bekommt der andere Vierbeiner so die Möglichkeit, die Duftmarke zu erschnüffeln, ohne direkt am Hund direkt zu schnüffeln.
  • Schnüffeln: Diese Strategie soll den Artgenossen ebenfalls zeigen, dass der Hund nicht auf Konfrontationskurs ist. Ziehen Sie Ihren Hund also nicht weiter, wenn Ihnen dieses Signal bei ihm auffällt. Gerade dann, wenn das Schnüffeln nicht zur Situation passt, könnte es ein Beschwichtigungsverhalten des Hundes sein.
  • Indirekt aufeinander zulaufen: Laufen Hunde nicht schnurstracks aufeinander zu, sondern kommen sich auf Umwegen oder im Bogen entgegen, ist das eine freundliche und respektvolle Art, um sich anderen Vierbeinern zu nähern.
  • Splitten: Paare kennen das – wenn sie nah beieinander stehen, stellt sich der Hund zwischen sie und will sie so voneinander trennen, um einen möglichen Konflikt zu vermeiden. Das Gleiche kann unter Artgenossen, auch unter spielenden Welpen, beobachtet werden.

Achten Sie in der jeweiligen Situation immer auf die gesamte Körpersprache Ihres Hundes. Das gleiche Signal kann in zwei verschiedenen Situationen völlig unterschiedliche Bedeutungen haben.

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Was tun, wenn ich an meinem Hund Beschwichtigungssignale bemerke?

Beobachten Sie, dass Ihr Hund Signale der Deeskalation an den Tag legt und angespannt wirkt, sollten Sie ihm die Situation erleichtern. Entfernen Sie Gegenstände, die ihm Stress bereiten. Sind Sie sich nicht sicher, welcher Auslöser Ihrem Hund Unbehagen bereitet, sollten Sie in jedem Fall aus der Situation gehen und Distanz schaffen.

Sie möchten die Körpersprache von Hunden verstehen? Zehn Signale, die Sie kennen sollten

Eine Frau sitzt zusammen mit einem Hund auf dem Sofa und umarmt ihn während dieser sich an sie kuschelt.
Wenn der Hund sich ganz nah an einen Menschen anlehnt, ist dies ein Zeichen von großer Zuneigung und Liebe. © Pond5 Images / Imago
Ein braun-weißer Mischlingshund leckt sich über die eigene Nase.
Sich über das Maul lecken soll das Gegenüber besänftigen und demütig wirken. Nicht zu verwechseln ist dieses Signal mit dem Maulputzen nach dem Fressen. © blickwinkel / Imago
Ein grau-brauner Hund steht wartend auf einer grünen Wiese.
Wenn der Hund in der Bewegung einfriert, verhält er sich stark beschwichtigend. Er zeigt damit Hoffnung, dass sich eine Situation wieder entspannt. © Pond5 Images / Imago
Ein schwarz-brauner Hundewelpe hebt das rechte Vorderbein.
Hebt oder winkelt der Hund die Vorderpfote an, bedeutet das entweder, dass der Hund in einer Situation überfordert ist oder dass er Aufmerksamkeit fordert. Hunde setzen das Signal außerdem in Spielsituationen ein. © blickwinkel/Imago
Zwei schwarz-braune Hunde spielen miteinander.
Meistens ist die Vorkörpertiefstellung bei Hunden eine Spielaufforderung, sie kann aber auch beschwichtigend wirken. © Pond5 Images / Imago
Ein brauner Hund der Rasse Boxer kratzt sich während er auf einer grünen Wiese sitzt.
Hunde kratzen sich als sogenanntes Übersprungsverhalten. Das bedeutet, sie sind mit einer Situation kurzfristig überfordert oder fühlen sich bedroht. © Redeleit / Imago
Ein Dalmatiner hebt das rechte Hinterbein zum urinieren auf einer grünen Wiese.
Beim Urinieren handelt es sich oft um Markierverhalten. Damit möchte der Hund seiner Umwelt über die Duftstoffe, die im Urin enthalten sind, eine Botschaft hinterlassen. © imagebroker/Imago
Eine Frau umarmt einen Hunde, dieser schaut währenddessen in eine andere Richtung.
Fühlt der Vierbeiner sich vom Menschen bedrängt oder möchte er eine Hundebegegnung entschärfen, wendet er den Kopf ab. © SeventyFour / Imago
Ein Australian Shephard schnüffelt im grünen Gras.
Ist die Nase nur knapp über dem Boden und gilt der Blick dem Gegenüber, signalisiert dies meist eine Kombination aus Beschwichtigung und einer Übersprungshandlung. © Zoonar / Imago
Gähnender brauner französischer Bulldoggenhund mit weißem offenem Maul und Zunge und Zähnen vor weißen Frühlingsblumen.
Gähnen ist ein natürliches Zeichen von Müdigkeit. Es hilft den Vierbeinern aber auch, sich in einer für sie stressigen Situation selbst zu beruhigen und zu entspannen. © imagebroker / Imago

Was passiert, wenn Beschwichtigungssignale missachtet oder falsch interpretiert werden?

Gut sozialisierte Hunde versuchen meist zuerst, ihr Gegenüber durch Beschwichtigungssignale zu besänftigen. Achten Menschen, aber auch andere Hunde nicht darauf oder interpretieren die Signale falsch, kann es passieren, dass der Hund in die Abwehr geht und als Folge knurrt oder gar schnappt und beißt. Welche drei Fehler Sie außerdem im Umgang mit Hunden vermeiden sollten – das lesen Sie hier.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/Imago

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