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Unterschätzte Gefahr

Warum Hunde Pfützen meiden sollten – Gefahren und mögliche Erkrankungen

Die meisten Hunde lieben Pfützenwasser. Sie trinken es gerne, da das stehende Wasser für sie „natürlicher“ wirkt. Aber es birgt gesundheitliche Gefahren.

Das Wasser aus Pfützen enthält oft Aromen, die Hunde anziehend finden. Erdige Noten, Mineralien oder sogar der Geschmack von Pflanzen können für sie interessant sein. Manche Vierbeiner trinken sogar lieber aus Pfützen als sauberes Leitungswasser, weil das stehende Wasser für sie „natürlicher“ schmeckt.

Doch das Trinken aus Pfützen birgt ernsthafte Gesundheitsrisiken. Warum Sie Ihren Hund davon abhalten sollten, mit welchen Krankheitserregern er sich anstecken könnte und welche Symptome Sie im Auge behalten sollten, erfahren Sie hier.

Warum Pfützen gefährlich sind

Auch wenn Hunde erdiges Pfützenwasser lieben, sollten sie besser nicht daraus trinken. (Symbolbild)

Pfützen sind Ansammlungen von stehendem Wasser, das leicht verunreinigt wird, besonders in städtischen oder landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Sie können eine Vielzahl von Krankheitserregern wie Bakterien, Viren und Parasiten aufweisen, die für Hunde gefährlich sein können. Zudem sammeln sich in Pfützen oft chemische Rückstände wie Dünger, Pestizide oder Motor-Öl, die ebenfalls schädlich sind.

Das Hauptproblem bei Pfützen oder Teichen ist, dass sie selten sauberes Wasser enthalten. Regenwasser, das sich darin sammelt, wäscht Dreck, Tierkot und Schadstoffe aus der Umgebung hinein. Trinkt der Hund daraus, nimmt er gleichzeitig die womöglich gefährlichen Stoffe mit auf.

Gefährliche Krankheitserreger in Pfützen

Eine der größten Gefahren, die von Pfützen ausgeht, ist die Infektion mit Leptospirose, einer bakteriellen Erkrankung, die durch Leptospiren-Bakterien verursacht wird. Diese Bakterien kommen häufig im Urin von Wildtieren, insbesondere Nagetieren wie Ratten, vor und können lange Zeit in feuchten Umgebungen überleben.

  • Übertragung: Leptospirose wird durch den Kontakt mit verunreinigtem Wasser, Urin oder direkt infizierten Tieren übertragen. Schon ein kleiner Schluck Wasser aus einer Pfütze reicht aus, um den Erreger aufzunehmen.
  • Symptome: Zu den typischen Symptomen einer Leptospirose-Infektion gehören Fieber, Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht (gelbliche Haut und Augen). In schweren Fällen kann die Krankheit die Nieren und die Leber schädigen und sogar zum Tod führen.
  • Schutz: Es gibt Impfungen gegen Leptospirose, die das Risiko einer Infektion verringern.

Giardien sind mikroskopisch kleine Parasiten, die häufig in stehenden Gewässern vorkommen und eine Magen-Darm-Erkrankung verursachen können. Diese Parasiten leben im Darm von Tieren und Menschen und können leicht durch dreckiges Wasser, Futter oder Kontakt mit erkrankten Artgenossen übertragen werden.

  • Übertragung: Der Hund kann sich durch das Trinken aus einer Pfütze infizieren, wenn dort Giardien vorhanden sind. Besonders in stark frequentierten Hundegebieten besteht ein höheres Risiko.
  • Symptome: Infizierte Hunde zeigen oft Symptome wie Durchfall, der schleimig oder blutig sein kann, Erbrechen und Gewichtsverlust. Manche Hunde haben trotz der Infektion keine offensichtlichen Symptome, können den Erreger aber weiterverbreiten.
  • Behandlung: Giardien-Infektionen sind behandelbar, jedoch hartnäckig. Eine tierärztliche Diagnose und spezielle Medikamente sind notwendig.

Bakterien wie Campylobacter und Salmonellen können ebenfalls in Pfützenwasser vorkommen. Diese Krankheitserreger kommen oft im Kot von Wildtieren oder anderen Hunden vor und können sich im Wasser verbreiten.

  • Übertragung: Durch das Trinken aus mit Kot verunreinigten Pfützen nimmt der Hund die Bakterien auf.
  • Symptome: Eine Infektion zeigt sich oft durch Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber und Appetitlosigkeit. Besonders junge oder ältere Hunde sowie Hunde mit einem geschwächten Immunsystem sind anfälliger für diese Infektionen.
  • Behandlung: In leichten Fällen erholt sich der Hund oft von selbst. Bei schweren Verläufen ist jedoch eine tierärztliche Behandlung notwendig, um die Infektion zu bekämpfen.

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Typische Symptome nach dem Trinken aus Pfützen

Wenn Ihr Hund aus einer Pfütze getrunken hat und sich mit einem Krankheitserreger infiziert hat, können die Symptome unterschiedlich stark ausfallen. Hier sind einige häufige Anzeichen, die Sie im Auge behalten sollten:

  • Durchfall (oft blutig oder schleimig)
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Fieber
  • Schwäche oder Müdigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Dehydrierung (Häufiges Hecheln, trockene Nase und Zahnfleisch)
  • Muskelzittern oder Krämpfe (bei Vergiftungen)

„Lieber gesund als niedlich“: Bei diesen Hunden würde Tierärztin zugreifen

Ein junger Welpe blickt in die Kamera.
Fellpflege beim Hund ist ein großes Thema. Wird das Fell nicht ausreichend gepflegt, kann es zu Verfilzungen kommen, Kletten verfangen sich oder Flöhe und Parasiten nisten sich ein. Viele langhaarige Hunde werden zudem geschoren. Durch die Schur kann das Haarkleid dauerhaft zerstört werden und zu gesundheitlichen Problemen führen. Zu lange Haare im Augenbereich kann diese reizen und zu Entzündungen führen. Das Fell sollte daher nicht allzu lang sein. © blickwinkel/Imago
Ein Mischlingshund steht auf einer Wiese.
Ein Hund sollte weder zu klein, wie die Teacup-Varianten von Yorkshire-Terrier oder Chihuahua, noch zu riesig gezüchtet sein. Mittelgroße Hunde mit rund 20 Kilogramm leben häufig länger und haben weniger Gelenkprobleme.  © blickwinkel/Imago
Ein schwarzer Hund springt über die Wiese.
Der Körper sollte etwas länger sein, als der Hund groß ist.  © Westend61/Imago
Ein Terrier blickt in die Kamera.
Ein gesundes Hundeauge sollte nicht hervorquellen und zu riesig sein.  © Zoonar/Imago
Junge Blue-Merle-Französische-Bulldogge liegt auf dem Boden.
Bitte keine spezielle Fellfarbe. Hier ein Blue-Merle bei der Französischen Bulldogge. Die Genmutation kann zu Taub- und Blindheit führen. Auch Silber oder Champagner beim Labrador sind nicht zu empfehlen. Oftmals leiden die Tiere unter einer Hautkrankheit, die zu Fellausfall und starkem Juckreiz führt.  © imagebroker/Imago
Shar-Pei Welpe steht auf einer Wiese.
Hunde mit zu viel und überschüssigen Hautfalten leiden oft unter einer sogenannten Hautfaltendermatis. In den Falten sammeln sich Schmutz und Feuchtigkeit an, es kommt zu Reizungen, dies führt zu Juckreiz und dann zu einer ausgewachsenen Entzündung. Die Haut dieses Shar-Pei-Welpen muss wohl ein Leben lang gereinigt und medizinisch behandelt werden.  © Pond5 Images/Imago
Mischlingshund steht auf einer Wiese.
Die Hinterhand sollte am besten nicht zu stark gewinkelt sein. Sind die Beine nicht gerade, kann dies zu Bandscheibenvorfällen oder Patellaluxation führen. © blickwinkel/Imago
Ein Basset sitzt auf einer Wiese.
Hunde mit Schlappohren sind besonders anfällig für Ohrkrankheiten.  © Depositphotos/Imago
Ein schwarzer Terrier blickt in die Kamera.
Die Schnauze sollte in etwa so lang sein wie die Stirn.  © Wassilis Aswestopoulos/Imago
Ein Hund mit langem Schweif buddelt in der Erde.
Die Rute beim Hund ist ein effektives Mittel zur Kommunikation. Der Schweif sollte nicht zu lang oder zu kurz sein. © Meike Engels/Imago
Kerngesunde Hundezähne von einem erwachsenen Labrador
Ein Scherengebiss ist für einen Hund optimal. Hier das von einem erwachsenen Labrador. ©  Gottfried Czepluch/Imago

Vorbeugende Maßnahmen: So schützen Sie Ihren Hund

Bringen Sie Ihrem Hund bei, auf ein Kommando wie „Nein“ oder „Lass es“ zu reagieren, wenn er versucht, aus einer Pfütze zu trinken. Meiden Sie nach Regen Spazierwege, auf denen sich viele Pfützen bilden oder stehende Gewässer vorhanden sind. Sprechen Sie mit einem Tierarzt über Impfungen, besonders gegen Leptospirose. Diese Impfung kann das Risiko einer schweren Erkrankung verringern. Lassen Sie den Kot Ihres Hundes regelmäßig auf Parasiten wie Giardien untersuchen, besonders wenn er häufig in der Natur unterwegs ist.

Rubriklistenbild: © alimdi/Imago

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