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Effektiver Tipp

Streit unter Hunden einfach lösen: Hundeprofi nennt die besten Methoden für ein sicheres Eingreifen

Ein Spiel kann auch schnell kippen
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Spiel unter Hunden kann manchmal rau erscheinen, doch es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten, dass aus Spiel Ernst wird: Wenn ein Hund ständig dominiert und der andere sich nicht mehr wohlfühlt, das Spiel wilder und lauter wird, sollten Hunde getrennt werden. (Symbolbild)

Wenn Hunde miteinander kämpfen, ist Ruhe das oberste Gebot. Mit welchen einfachen Methoden Sie streitenden Vierbeiner trennen können.

Hunde sind großartige Begleiter und treue Gefährten, doch auch sie können manchmal in Auseinandersetzungen geraten. Bei einem Kampf zwischen zwei Hunden ist es entscheidend, ruhig zu bleiben und richtig zu handeln, um Verletzungen zu vermeiden und die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten.

Wann sollte man Hunde im Spiel trennen?

Spiel unter Hunden kann manchmal rau erscheinen, doch es gibt Anzeichen, die darauf hindeuten, dass aus Spiel Ernst wird:

  • Einseitiges Spielverhalten: Wenn ein Hund ständig dominiert und der andere sich nicht mehr wohlfühlt (z. B. durch Wegducken oder Fluchtversuche).
  • Steife Körperhaltung & fixierender Blick: Dies kann auf eine bevorstehende Eskalation hinweisen.
  • Vermehrtes Knurren & Zähnezeigen: Spielknurren ist normal, aber ein tiefes, drohendes Knurren sollte ernst genommen werden.
  • Plötzlicher Stimmungswechsel: Wenn aus freundlichem Spiel plötzlich Aggression wird.
  • Kein gegenseitiges Pausieren: Im gesunden Spiel wechseln Hunde zwischen Action und kurzen Pausen. Bleibt eine Seite ununterbrochen in der Offensive, ist eine Trennung ratsam.

Was tun, wenn man auf einen fremden Hund trifft?

Wenn man einem fremden Hund begegnet und nicht weiß, ob ein Kampf entstehen könnte, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • Körpersprache beobachten: Achte auf Anzeichen von Unsicherheit oder Aggression (aufgestelltes Fell, Fixieren, Steifheit).
  • Langsam nähern, nicht direkt anstarren: Direktes Anstarren kann als Bedrohung wahrgenommen werden.
  • Einen Bogen laufen: Hunde kommunizieren höflich, indem sie sich nicht frontal nähern – im Zweifel sollte man es ihnen gleichtun.
  • Eigener Hund sollte angeleint sein: So kann eine ungewollte Konfrontation besser kontrolliert werden.
  • Den Besitzer fragen: Falls ein Halter in Sicht ist, sollte man ihn um Erlaubnis bitten, bevor Hunde Kontakt aufnehmen.
  • Stressverhalten erkennen: Lecken über die Nase, Gähnen oder Wegdrehen kann bedeuten, dass ein Hund sich unwohl fühlt – dann ist Abstand sinnvoll.

Wie man richtig reagiert, wenn zwei Hunde kämpfen

Hundekämpfe können schnell eskalieren und sowohl für die Tiere als auch für ihre Besitzer gefährlich werden. Daher ist es wichtig zu wissen, wie man in einer solchen Situation besonnen und effektiv handelt. Hundeprofis betonen, dass das Verhalten von Menschen während eines Hundekampfes von großer Bedeutung ist. Hier einige Ratschläge:

  • Bleiben Sie ruhig: Panik und laute Schreie können die Situation verschlimmern. Bleiben Sie ruhig und gelassen.
  • Vermeiden Sie Handkontakt: Versuchen Sie niemals, die Hunde mit den Händen zu trennen. Dies kann zu ernsthaften Verletzungen führen.
  • Nutzen Sie Gegenstände: Wenn Wasser nicht verfügbar ist, kann eine Decke, Jacke oder ein großes Tuch über die kämpfenden Hunde geworfen werden. Das nimmt ihnen für einen Moment die Sicht und kann sie aus dem Kampfmodus bringen.

Zunächst ist es wichtig, die Ruhe zu bewahren. Lautes Schreien oder wildes Gestikulieren könnte die Situation verschlimmern und die Hunde noch mehr aufstacheln. Auf keinen Fall sollte man versuchen, mit den Händen zwischen die Tiere zu greifen, da das Risiko, gebissen zu werden, sehr hoch ist. Hundetrainer Martin Rütter empfiehlt: „Wenn Sie direkt vor einem aggressiven Hund einen Automatikschirm aufschießen lassen, erreichen Sie eine wunderbare Abschreckungswirkung ganz ohne Chemie. Sie werden sehen, das beeindruckt die Tiere ganz gewaltig.“

14 Dinge, die eine Hundetrainerin niemals tun würde: „Kann den Hund gefährden“

Beagle spielt mit Spielzeug.
Den individuellen Charakter des Hundes ignorieren und nach starren Standards arbeiten: „Jeder Hund ist einzigartig und hat eine eigene Persönlichkeit, Vergangenheit und Lerngeschwindigkeit. Ignoriert man das, wird das Training ineffektiv und frustrierend für Hund und Halter. Vielmehr sollte das Training individuell auf die Bedürfnisse des Tieres abgestimmt sein.“ © Zoonar/Imago
Hund leckt sich die Nase – ein Zeichen für Nervosität oder Angst.
Die Körpersprache des Hundes ignorieren: „Hunde kommunizieren ständig über ihre Körpersprache. Wenn man diese Signale übersieht, riskiert man Missverständnisse und potenziell gefährliche Situationen.“ © Depositphotos/Imago
Hund hat sich auf den Boden gelegt und wartet auf eine Streicheleinheit.
Den Hund dominieren, um Unterordnung zu erzwingen: „Ein kooperatives Verhalten basiert auf Freiwilligkeit und gegenseitigem Respekt, nicht auf erzwungener Dominanz.“ © Dreamstime/Imago
Hund schaut traurig.
Schnelle Ergebnisse auf Kosten des Hundes erzielen: „Der Fokus sollte auf dem Wohl des Hundes liegen, nicht auf kurzfristigen Erfolgen, die dem Tier schaden könnten.“ © Cavan Images/Imago
Hund schaut in die Kamera.
Den Hund ohne den Halter trainieren: „Das Training muss im Alltag zwischen Hund und Halter funktionieren; daher ist es essenziell, beide gemeinsam zu schulen.“ © Cavan Images/Imago
Frau spielt mit Hund.
Den Hund überfordern: „Training erfordert Geduld und schrittweises Vorgehen. Überfordert man den Hund, kann das zu Stress, Frustration und Rückschritten im Training führen.“ © Westend61/Imago
Hund mit Tennisball im Maul.
Hunden Fähigkeiten abverlangen, die sie nicht erbringen können: „Nicht jeder Hund ist beispielsweise für einen Stadtbummel geeignet; es ist wichtig, die individuellen Grenzen des Tieres zu respektieren.“ © Addictive Stock/Imago
Älterer Beagle-Hund ruht sich auf einem Hundebett aus.
Probleme ignorieren, die über das Fachgebiet hinausgehen: „Manche Verhaltensprobleme haben medizinische Ursachen oder erfordern einen Spezialisten, wie einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker. Diese zu ignorieren, kann den Hund gefährden und wird niemals zum gewünschten Erfolg führen.“ © Zoonar/Imago
Frau spielt mit Hund.
Die Geduld verlieren: „Hunde – und ihre Halter – brauchen Zeit, um zu lernen.“ © Zoonar/Imago
Hundehalterin mit Hund an der Leine.
Den Halter kritisieren, ohne konstruktive Hilfe zu bieten: „Menschen machen Fehler, aber dein Ziel ist es, sie zu befähigen, ihre Beziehung zum Hund zu verbessern. Kritik ohne Lösungsansätze führt zu Frustration und Abwehrhaltung.“ © Panthermedia/Imago
Hund an der Leine neben seinem Herrchen.
Ausschließlich an Symptomen arbeiten: „Langfristiger Erfolg erfordert die Identifikation und Behandlung der Ursachen eines Verhaltens, nicht nur der sichtbaren Symptome.“ © Dreamstime/Imago
Hundetrainer mit Hund.
Unrealistische Versprechen machen: „Hunde sind keine Maschinen. Garantien wie ‚Ihr Hund wird in einer Woche perfekt gehorchen‘ sind deshalb einfach nicht zu verwirklichen.“ © Panthermedia/Imago
Hund trainiert mit Frau.
Sich ausschließlich auf ein spezifisches Anliegen des Halters konzentrieren: „Verhaltensprobleme haben oft komplexe Ursachen, die im gesamten Alltag des Hundes liegen; eine ganzheitliche Betrachtung ist notwendig.“ © YAY Images/Imago
Frau schreit Hund über Lautsprecher an.
Strafbasierte Methoden anwenden, beispielsweise Schlagen, Schreien oder mit den Hund erschreckenden Hilfsmitteln: „Solche Methoden schädigen die Beziehung zwischen Hund und Mensch und können zu Angst, Aggression oder Traumata führen. Positive und verständnisvolle Verstärkung ist effektiver und hundgerechter.“ © Depositphotos/Imago

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Andere Trainer raten dazu, eine Jacke oder Decke über die Hunde zu werfen. Die kurze Dunkelheit kann genutzt werden, um die Streithähne zu trennen. Auch das Wasser aus einer mitgebrachten Flasche über die Hunde zu gießen, kann eine effektive Methode sein. Von bestimmten Methoden raten Experten jedoch ab: Der Einsatz von fragwürdigen Hilfsmitteln wie Pfefferspray sollte vermieden werden, ebenso wie Tritte und Schläge, da dies die Hunde noch aggressiver machen könnte. Auch das Anheben und Wegziehen der Tiere wird nicht empfohlen, da sie sich dabei verletzen könnten.

Sobald die Hunde getrennt sind, sollten sie in verschiedene Richtungen geführt werden. Falls einer der Hunde unangeleint ist, sollte er umgehend gesichert werden, um ein erneutes Aufeinandertreffen zu vermeiden. Untersuchen Sie Ihren Hund nach einem Kampf auf Bisswunden oder andere Verletzungen. Auch kleine Bisswunden können sich entzünden und müssen versorgt werden.

Um zukünftige Kämpfe zu vermeiden, sollte die Ursache ermittelt werden. Häufige Auslöser sind Territorialverhalten, Ressourcenverteidigung (z. B. Futter oder Spielzeug) oder Unsicherheit. Eine Verhaltensberatung durch einen Hundetrainer kann helfen, Konflikte in Zukunft zu verhindern.

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