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Was dahinter steckt

Kleine Hunde, große Ego: Warum kleine Hunde oft als besonders frech gelten

Ein kleiner schwarzer Terrier in Aachen bellt.
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Terrier haben oft eine temperamentvolle und durchsetzungsstarke Persönlichkeit. (Symbolbild)

Kleine Hunde gelten oft als frecher, lauter und temperamentvoller als ihre größeren Artgenossen. Aber was ist dran an diesem Vorurteil?

Kleine Hunde wirken oft besonders niedlich und charmant, können jedoch auch recht lautstark auftreten. Gerade ein Chihuahua, Dackel und ähnliche Rassen sind bekannt für ihr freches Verhalten. Bei Begegnungen mit größeren Hunden sind es häufig die kleinen Vierbeiner, die durch ihr Verhalten und lautes Bellen auffallen, während die größeren Hunde gelassen bleiben. Diese kleinen Hunde werden oft mit dem Napoleon-Komplex in Verbindung gebracht. Doch ist es wirklich ihre geringe Körpergröße, die sie aggressiver erscheinen lässt als ihre größeren Artgenossen?

Kleine Hunde kompensieren ihre Größen-Nachteile

Stellen Sie sich vor, Sie treffen plötzlich auf einen Riesen. Wahrscheinlich würden Sie sich bedroht fühlen und sich auf Verteidigung einstellen. Ähnlich ergeht es kleinen Hunden, wenn sie auf größere Artgenossen treffen. Ihre geringe Größe lässt sie sich schneller bedroht fühlen und sie versuchen lautstark zu zeigen, dass sie sich verteidigen können. Aus ihrer Perspektive wirkt die Welt viel gefährlicher. Hundetrainerin Lisa Meier erklärt: „Kleine Hunde wissen oft nicht, dass sie klein sind. Sie handeln instinktiv und versuchen, sich in der sozialen Hierarchie zu behaupten – auch gegen viel größere Hunde.“

Liegt das freche Verhalten an der Hunderasse?

Manche Rassen haben ein angeborenes „Rabauken-Gen“. Dazu zählen unter anderem Chihuahua, Dackel, Bulldogge, Jack Russell Terrier und Yorkshire Terrier. Viele dieser Rassen wurden ursprünglich für die Jagd oder als Wachhunde gezüchtet, weshalb es von Vorteil war, dass sie bellfreudig und eigenwillig waren. Vor allem Terrier oder Dackel haben oft eine temperamentvolle und durchsetzungsstarke Persönlichkeit. Diese Eigenschaften können den Eindruck erwecken, dass kleine Hunde "frecher" sind als ruhige, große Rassen wie Bernhardiner oder Labrador Retriever.

Kleine Hunde werden nicht so konsequent erzogen

Die Erziehung durch den Halter hat den größten Einfluss auf das Verhalten kleiner Hunde. Aufgrund ihrer Größe und ihres niedlichen Aussehens werden sie oft verhätschelt. Ein frecher Dackel wird oft als "niedlich" empfunden, während das gleiche Verhalten bei einem Rottweiler sofort korrigiert werden würde. Die fehlende Konsequenz kann dazu führen, dass kleine Hunde lernen sich aggressiver zu verhalten, da sie keine Grenzen kennen. Hundeprofi Martin Rütter betont: „Gerade, wenn sie als Welpe einziehen, sind sie noch winziger und scheinen geradezu zerbrechlich. Da ist es nachvollziehbar, wenn es den Menschen schwerfällt, auch bei den Kleinsten Regeln aufzustellen, Strukturen zu etablieren und Verbote auszusprechen. Genau dieser Punkt führt auch häufig dazu, dass die Kleinen bereits von Beginn an besonders bemuttert werden und gerne viele Freiheiten zugesprochen bekommen.“

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Auch kleine Hunde müssen Erfahrungen sammeln

Auch wenn keine bösen Absichten dahinterstecken, schaden Halter ihren kleinen Hunden, wenn sie diese zu sehr beschützen. Sie werden bei Gefahr sofort auf den Arm genommen oder von anderen Hunden abgeschirmt. Dadurch fehlt ihnen oft die Chance, angemessene soziale Erfahrungen zu sammeln. Das kann dazu führen, dass kleine Hunde unsicher oder sogar aggressiv auf andere reagieren. Doch: Nicht alle kleinen Hunde sind frech, aber sie haben oft andere Herausforderungen als große Hunde. Ihre Erziehung, ihre genetische Veranlagung und die Reaktionen ihrer Halter spielen eine große Rolle dabei, wie sie sich verhalten. Mit der richtigen Sozialisation, klaren Regeln und konsequenter Erziehung können auch kleine Hunde ausgeglichene und freundliche Begleiter sein.

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