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Instinktives Verhalten

Warum Ihre Katze Ihnen beim Streicheln das Hinterteil entgegenstreckt

Frau streichelt den unteren Rücken einer Katze
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Das Heben des Hinterteils ist für eine Katze eine instinktive Reaktion, die von Vertrauen zeugt.

Beim Streicheln wendet die Katze Ihnen plötzlich das Hinterteil zu? Was eigenwillig erscheint, ist in Realität ein Beweis für Halter von Zuwendung und Vertrauen.

Das typische Verhalten einer Katze ist nicht manchmal schwierig zu interpretieren. Was für den Menschen eine höchst fragwürdige Geste wäre, ist für Samtpfoten zuweilen ganz normal. So wenden die Tiere beim Streicheln ihren Besitzern regelmäßig das Hinterteil zu und heben den Schwanz in die Höhe. Für die Tiere ist dieser Akt ein wichtiger Teil ihrer Kommunikation. Denn Katzen kommunizieren viel über Gerüche und Pheromone, die gerade an der Analdrüse der Tiere besonders intensiv sind. Zudem erlernen die Samtpfoten das Verhalten bereits von klein auf.

Katzen lernen das Verhalten in der Kindheit

Die Mutter putzt ihren Nachwuchs täglich und spart dabei auch die Analregion nicht aus. Auch nach dem erledigten Geschäft leckt sie die kleinen Kätzchen sauber. Sobald die Katze mit dem Putzen beginnt, präsentieren die Babys instinktiv ihre Analregion, indem sie Schwanz und Hinterteil in die Höhe recken. Die Geste ist also nicht abwehrend gemeint, sondern drückt im Gegenteil Freundlichkeit und Vertrauen aus. Die Katze fühlt sich geborgen und hat den Menschen gewissermaßen als Versorger und Familienoberhaupt akzeptiert.

Wenn die Katze Ihnen beim Streicheln das Hinterteil zuwendet, heißt das, dass Sie alles richtig machen. Denn gerade am hinteren Rücken verlaufen viele Nervenenden, was die Körperregion zu einer sehr sensiblen Partie macht. Präsentiert die Samtpfote Ihnen also genau diese Stelle, fordert sie dort noch mehr Streicheleinheiten. Allerdings sollten Sie – gerade weil die Körperregion so empfindsam ist – mit Ihren Berührungen vorsichtig sein. Denn nicht jede Katze wird gerne dort gestreichelt, einige empfinden die Berührungen am Hinterteil als unangenehm. Achtet der Mensch nicht darauf, kann es zu mehr oder weniger heftigen Abwehrreaktionen kommen.

Auch abseits der Streicheleinheiten spielt der erhobene Hintern eine wichtige Rolle im Sozialverhalten der Katze. Beispielsweise ist das Verhalten Bestandteil des Begrüßungsrituals. Ähnlich wie Hunde schnüffeln Katzen beim Kennenlernen an den Hinterteilen ihrer Artgenossen. Ist eine Katze bereit für die Begrüßung, wendet sie den Kopf ab, hebt Schwanz und Po an und präsentiert sich so der anderen Katze. Dabei zeigen die Tiere gleichzeitig, dass sie in friedlicher Stimmung sind und von ihnen keine Gefahr ausgeht. Wenn man zwei Katzen dabei zusieht, wie sie sich gegenseitig am Hintern riechen, heißt dies meist, dass sie sich sympathisch finden oder die jeweils andere zum Kennenlernen einladen wollen.

Die Geste kommt auch beim Menschen zum Einsatz: Katze begrüßen ihre Halter, indem sie ihnen den Hintern entgegenrecken. Dabei handelt es sich, ähnlich wie beim Gurren, um ein freundliches Willkommen und Sie können sich sicher sein, dass Ihre Samtpfote sich über das Wiedersehen freut. Bei weiblichen Katzen kann die Geste auch darauf hindeuten, dass sie rollig sind. Mit dem erhobenen Hinterteil signalisieren sie dem möglichen Sexualpartner, dass sie bereit für die Paarung ist.

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Ein in die Höhe gestreckter Po kann noch weitere Bedeutungen haben, darunter:

  • Hunger: Als Kätzchen lernen die Tiere, der Mutterkatze die Afterregion zuzuwenden, wenn eine Versorgung gewünscht wird. Dementsprechend versucht die Katze auch den Menschen mit der Geste auf Ihren Hunger oder Appetit hinzuweisen.
  • Vertrauen und Zuneigung: Manchmal geht mit dem erhobenen Hinterteil kein spezielles Bedürfnis einher. Wenn eine Katze sich in Gegenwart ihres Halters wohlfühlt, drückt sie mit dem Verhalten oft schlichtweg ihre Zufriedenheit aus.

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