Tipps für eine gesunde Verdauung
Wenn der Hund zu viel pupst: So stoppen Sie Blähungen beim Hund
Häufiges Pupsen ist nicht nur unangenehm, sondern häufig auch ein Zeichen für Verdauungsprobleme. Welches simple Hausmittel aus der Küche schnell helfen kann.
Pupsen gehört beim Hund wie auch beim Menschen zur normalen Verdauung dazu. Doch wenn die Blähungen Überhand nehmen und unangenehm riechen, sorgt das schnell für Unmut – sowohl beim Halter als auch beim Vierbeiner selbst. Zum Glück gibt es einfache und sanfte Möglichkeiten, dem Problem entgegenzuwirken.
Warum pupsen Hunde überhaupt?
Blähungen beim Hund entstehen, wenn sich im Verdauungstrakt Gase bilden, die schließlich entweichen. Das ist grundsätzlich ein ganz natürlicher Vorgang. Allerdings kann es verschiedene Auslöser geben, die dafür sorgen, dass der Hund häufiger oder stärker pupst. Eine der häufigsten Ursachen ist die Ernährung: Verträgt der Vierbeiner bestimmte Futtermittelbestandteile nicht gut, wie etwa Getreide, Hülsenfrüchte oder schwer verdauliche Zusätze, kann das schnell zu vermehrter Gasbildung führen.
Auch ein zu plötzlicher Wechsel des Futters kann die empfindliche Darmflora durcheinanderbringen und Blähungen verursachen. Manche Hunde schlingen ihr Futter hastig hinunter und schlucken dabei viel Luft, was zusätzlich zu Gasansammlungen führen kann. Darüber hinaus spielen auch Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien eine Rolle. Nicht zuletzt können gesundheitliche Probleme wie eine gestörte Darmflora, Parasitenbefall oder Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts dazu beitragen, dass vermehrt Gase im Darm entstehen. Gelegentliches Pupsen ist dabei ganz normal, doch wenn die Blähungen übermäßig häufig auftreten, oder von anderen Beschwerden begleitet werden, sollte ein Tierarzt den Ursachen auf den Grund gehen.
Ein einfaches Hausmittel: Kümmel-Tee gegen Blähungen
Tierärztin Dr. Tina Hölscher von Aktion Tier hat einen praktischen Tipp aus der Hausapotheke parat: Kümmeltee. Sie erklärt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur:
„Kümmel reduziert die Gasbildung im Darm und fördert die Verdauung, so haben bestialische Duftnoten keine Chance, sich zu entwickeln.“
Kümmel wirkt beruhigend auf den Verdauungstrakt, unterstützt die Darmbewegung und hilft, überschüssige Gase abzubauen.
So wird der Kümmel-Tee zubereitet:
- Je nach Größe des Hundes benötigt man 0,5 bis 2 Gramm Kümmel (am besten ganzen Kümmel, nicht gemahlen).
- Den Kümmel mit 250 Millilitern kochendem Wasser übergießen.
- Den Tee zehn Minuten ziehen lassen.
- Anschließend durch ein feines Sieb gießen und vollständig abkühlen lassen.
- Den kalten Tee können Sie einfach unter das Futter mischen.
Weitere Tipps gegen Blähungen beim Hund
Neben dem bewährten Kümmeltee gibt es noch weitere Maßnahmen, um dem Pupsen vorzubeugen.
1. Das richtige Futter wählen
Ein wichtiger Schlüssel, um Blähungen beim Hund zu vermeiden, liegt in der Auswahl des richtigen Futters. Nicht jedes Futter wird von jedem Hund gleich gut vertragen. Vor allem minderwertige Futtersorten, die viele Füllstoffe, Getreide, Zucker oder künstliche Zusatzstoffe enthalten, können den Darm belasten und zu vermehrter Gasbildung führen. Besser ist ein hochwertiges Hundefutter mit einem Fleischanteil zwischen 50 und 70 Prozent, gut verdaulichen Kohlenhydraten und möglichst wenigen künstlichen Inhaltsstoffen. Besonders empfindliche Hunde profitieren häufig von einer Schonkost oder speziellen Futtersorten für sensible Verdauung. Auch ein zu häufiger Futterwechsel oder neue Leckerlis können den Darm aus dem Gleichgewicht bringen. Deshalb gilt: besser konstant hochwertige Nahrung füttern und neue Futtermittel langsam und schrittweise einführen, damit sich der Magen-Darm-Trakt anpassen kann.
2. Schlingen vermeiden
Hastig fressende Hunde schlucken viel Luft. Anti-Schling-Näpfe, Futterbälle oder das Portionieren des Futters helfen, die Fressgeschwindigkeit zu drosseln.
3. Bewegung hilft der Verdauung
Regelmäßige Spaziergänge regen die Darmtätigkeit an und helfen, Gase schneller abzubauen.
4. Darmflora stärken
Probiotika und spezielle Ergänzungsfuttermittel können die Darmflora unterstützen und die Verdauung harmonisieren.
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Wann mit dem Hund zum Tierarzt?
In den meisten Fällen sind Blähungen harmlos. Doch manchmal steckt mehr dahinter. Bei folgenden Symptomen sollten Sie den Tierarzt aufsuchen:
- Häufige, sehr übelriechende Blähungen
- Bauchschmerzen oder aufgeblähter Bauch
- Erbrechen, Durchfall oder Appetitlosigkeit
- Lethargie oder Unwohlsein
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