Video klärt auf
Knurren erlaubt: Warum wir die Warnsignale unserer Hunde ernst nehmen sollten
Warum Aggression bei Hunden nicht das ist, wofür wir sie halten – und weshalb das Verbieten von Knurren gefährlicher sein kann als das Knurren selbst, verrät eine Hundetrainerin im Video.
Wenn ein Hund knurrt, die Ohren anlegt oder drohend blickt, schrillen bei vielen Haltern sofort die Alarmglocken. „Aus! Hör auf damit!“ – ein Reflex, der gut gemeint ist, aber oft nach hinten losgeht. Denn, so erklärt Hundetrainerin Sabrina Schmuttermair: Aggression ist ein wichtiges Kommunikationsmittel. Sie beginnt nicht beim Biss, sondern viel früher – bei Blicken, Körperspannung, Distanzwünschen.
Doch genau diese fein abgestufte Sprache verbieten wir unseren Hunden häufig. Das Ergebnis: Der Vierbeiner verliert seine Möglichkeit, frühzeitig zu warnen – und der Mensch die Chance, sein Unwohlsein zu erkennen. Irgendwann „läuft das Fass über“ und der Hund reagiert plötzlich heftig, ohne sichtbare Vorzeichen.
Im Gespräch mit Video-Redakteurin Christine Novotny verrät Sabrina Schmuttermair, warum Knurren ein wertvolles Signal. Sie erklärt, weshalb Halter zuerst verstehen statt verbieten sollten – und wie man lernt, die Körpersprache zu deuten: Braucht der Hund Abstand? Ist er unsicher? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter? Ein Video für Hundehalter, die ihren Hund verstehen wollen – bevor Missverständnisse gefährlich werden.
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