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Graue Schnauzen, großes Glück

Goldene Jahre: Warum alte Hunde pures Glück bedeuten

Hunde altern und das ist gut so. Mit welchen typischen Eigenheiten Sie rechnen können und welches Buch Ihnen ein Lächeln auf die Lippen zaubert, erfahren Sie hier.

„Es sind die warmen und augenzwinkernden Momente auf dem letzten Weg, die immer in Erinnerung bleiben werden, wenn der Hund irgendwann sein Köfferchen packt, auscheckt und abreist“: Ein bewegender Satz von vielen aus dem Buch „Graue Schnauze, großes Herz: Vom Glück, einen alten Hund zu haben“.

Ab wann gilt ein Hund als alt?

Mit zunehmenden Alter werden auch die körperlichen, geistigen und optischen Veränderungen offensichtlich. Hier ein sichtlich in die Jahre gekommener Labrador, der die Abendsonne genießt. (Symbolbild)

Wenn Hunde älter werden, entwickeln sie mitunter schrullige Eigenheiten, sind sturer als vorher, weil sie nicht mehr gut hören oder sehen, fordern wiederholt ihr Essen ein, obwohl schon längst verschlungen oder verwandeln die Nacht zum Tag. Ab welchen Zeitpunkt gilt der Vierbeiner als Senior? Dies hängt von der Rasse, der Größe und vom bisherigen Leben ab. Eine Deutsche Dogge kann schon mit sechs Jahren zu den Senioren gezählt werden, während ein zehnjähriger Jack Russell noch topfit sein kann. Meist gib es klare Anzeichen. Sinnesorgane lassen nach, Orientierungslosigkeit, Altersstarsinn und senile Körbchenflucht nehmen häufig zu. Abhängig von Größe und Gewicht des Hundes setzt der biologische Prozess des Alterns meist zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr ein.

Die auftretenden Alterserscheinungen sind unterschiedlich. Bei manchen Hunden fallen sie kaum ins Gewicht. Die Vierbeiner scheinen zeitlos zu altern, bis sie eines Tages einfach umkippen. Andere altern langsam, bekommen grauen Haare, bewegen sich nicht mehr so gerne, legen Fettpolster an. Es kommt zu unterschiedlichen körperlichen Einschränkungen, Herz und Niere funktionieren vielleicht nicht mehr so richtig, kaputte Zähne oder entzündetes Zahnfleisch verursachen Beschwerden, die Gefahr einen Tumor im Alter zu entwickeln ist groß.

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Die goldenen Jahre älterer Hunde – worauf es ankommt, wenn Ihr Liebling zum Senior wird

Ein großer und ein kleiner Hund spielen gemeinsam am Strand.
Hunde gelten je nach Größe und Rasse ab einem Alter von fünf bis zehn Jahren als Senioren. Dabei gilt: Je größer die Hunde, desto früher gehen sie in der Regel in den Ruhestand. Auch der Gesundheitszustand und die individuelle Veranlagung beeinflussen, ab wann ein Hund alt ist. Mit etwa sieben Jahren beginnt für die meisten Vierbeiner das Seniorenalter. © Dreamstime/Imago
Alter Golden Retriever liegt im Gras.
Dass Ihr Liebling älter wird, erkennen Sie an verschiedenen Anzeichen: Die ersten Haare rund um die Schnauze und die Augen werden grau und er ist nicht mehr so sportlich wie früher, was sich auch an seiner Statur zeigt. Er baut Muskelmasse ab und nimmt entweder zu oder mangels Appetit ab. Die Sinne lassen nach und das Gehirn arbeitet nicht mehr auf Hochtouren, weshalb manche Vierbeiner eigensinnig und stur wirken – auch im Kontakt mit Artgenossen. Nicht zuletzt steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit, an Altersdemenz zu erkranken. Gleichzeitig wird Ihr Hund anfälliger für verschiedene Krankheiten, darunter auch Tumorerkrankungen. Regelmäßige Tierarztbesuche sind jetzt wichtiger denn je. © Dreamstime/Imago
Golden Retriever spielt mit Toilettenpapier.
Nicht nur das Gehirn, sondern auch die Schließmuskeln funktionieren nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. So kann auch eine Demenz dazu führen, dass Hunde ihre erlernte Stubenreinheit vergessen oder vernachlässigen. Wenn Sie bei Ihrem Hund Anzeichen von Unsauberkeit und Inkontinenz bemerken, sollten Sie geduldig sein und ihn auf keinen Fall für sein Missgeschick ausschimpfen. Auch wenn Ihr Hund nicht mehr der Jüngste ist, verdient er es, mit Respekt und Rücksicht behandelt zu werden. © YAY Images/Imago
Hund sitzt auf Stufe.
Für Hunde-Senioren ist das Treppensteigen nicht mehr geeignet. Die Treppen im Haus sollten Sie jetzt daher mit einem speziellen Tierschutzgitter sichern. Das Einsteigen ins Auto oder den Sprung aufs Sofa erleichtern Sie Ihrer Fellnase mit einer Hunderampe. © blickwinkel/Imago
Hund frisst aus Futternapf.
Die richtige Ernährung ist auch für ältere Hunde ein wichtiges Thema. Im Laufe des Lebens ändern sich die Bedürfnisse der Tiere, sodass ein Hund im Seniorenalter ein anderes Futter benötigt als ein junger oder mittelalter Hund. Auch der Energiebedarf sinkt im Alter um bis zu 20 Prozent. Deshalb weniger zu füttern, wäre aber falsch. Denn eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen ist für ältere Hunde besonders wichtig. Spezielles Seniorenfutter enthält alle wichtigen Nährstoffe, darunter auch leicht verdauliches Eiweiß. Die Futtermenge sollte der Größe, dem Alter und den Bedürfnissen des Hundes angepasst werden. © Dreamstime/Imago
Älterer Hund läuft mit Herrchen auf Wiese.
Auch wenn Ihr Senior in dieser Lebensphase mehr Ruhe braucht, sollten Sie die körperliche Aktivität nicht vernachlässigen. Die Spaziergänge werden nun wahrscheinlich etwas länger, aber es ist nicht notwendig, die gewohnte Strecke zu verkürzen, es sei denn, es gibt einen Grund dafür. Mit der Zeit können Sie dazu übergehen, etwas kürzere, aber dafür häufigere Spaziergänge an der frischen Luft zu machen. So vermeiden Sie, dass der Hund überanstrengt und von den Umwelteinflüssen erdrückt wird. Seien Sie immer wachsam und achten Sie auf die Signale, die Ihr Hund Ihnen sendet. Geht es ihm gut, spricht nichts gegen aufregende Spielstunden, merken Sie aber, dass er schnell müde wird, sollten Sie Pausen einplanen und die Spazierroutine anpassen. Damit die Gelenke nicht einrosten, können Sie mit Ihrem Liebling zu Hause trainieren oder ihn zum Hundesport in einer speziellen Seniorengruppe anmelden. Ein Tierarzt kann Ihnen Auskunft geben, wie viel Bewegung nötig ist. © Dreamstime/Imago
Alter Hund mit grauem Fell.
Um den Hund im Alter nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit zu halten, eignen sich Such- und Denkaufgaben. Sie schaffen auch Erfolgserlebnisse für den Senior und erleichtern ihm so den Übergang in die letzte Lebensphase. Dabei ist es auch wichtig, die Gewohnheiten des Hundes nicht plötzlich, sondern langsam anzupassen. Für alternde Hunde sind Veränderungen schwer, mit einem gefühlvollen Umgang tun Sie Ihrem Vierbeiner daher einen großen Gefallen. © Panthermedia/Imago
Frau bürstet alten Golden Retriever.
Senior-Hunde brauchen nicht nur viel Zuneigung, sondern sind auch auf eine besonders liebevolle Pflege und Fürsorge angewiesen. Auch regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt sind wichtig. Spezielle Alters-Screenings ergänzen die bisherigen Vorsorgeuntersuchungen. © Depositphotos/Imago
Alter Spaniel schläft in einem bunten Strickpulli.
Ältere Hunde brauchen mehr Ruhe und verschlafen deshalb den Großteil des Tages. Wenn Sie Ihren pelzigen Freund gut kennen, haben Sie ein Gespür für seine Grenzen und sollten diese auch berücksichtigen. Nach einem langen und abenteuerlichen Leben hat Ihr Hund es verdient, sich zurückzuziehen, wenn ihm danach ist. © Dreamstime/Imago
Hund im Sonnenuntergang.
Gerade im Alter sollten Sie Ihrem Hund Ihre Zuneigung in Form von Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit spüren lassen. Sorgen Sie jeden Tag dafür, dass sich Ihr Begleiter rundum wohlfühlt. Die Vierbeiner sind nicht nur unsere besten Freunde, sie begleiten uns auch ihr ganzes Leben lang treu. Da der Tag des Abschieds immer näher rückt, sollten Sie Ihrem Hund jetzt so oft wie möglich zeigen, wie sehr Sie ihn lieben und dass er bei Ihnen in Sicherheit ist. So weiß er, dass er eines Tages in Frieden über die Regenbogenbrücke gehen kann. © Zoonar/Imago

Hundebuch spendet Trost und sorgt zugleich für ein Lächeln auf den Lippen

Humor sei laut Michael Frey Dodillet und Sophie Strodtbeck, den beiden Autoren des Senioren-Trostgebers, das Einzige, was man den Angehörigen der manchmal pflegeintensiven Vierbeiner entgegenstellen kann.

Graue Schnauze, großes Herz.

So ist zumeist das Leben mit einem alten Hund für viele Halter eine besondere Erfahrung. Es erfordert Geduld, Aufmerksamkeit, Fürsorge und kostet mitunter Nerven und Geld. Aber diese Lebensphase hält auch etwas Wunderbares bereit und bietet Momente des Glücks und voller Liebe.

Wie es sich anfühlt, mit einem älteren Hund unter einem Dach zu wohnen, schildern die beiden Autoren in ihrem Buch – mal sentimental, mal humorvoll, mal melancholisch oder auch traurig. Als Vorlage dienen ihre eigenen Hunde. Die in aller Würde pupsen, kotzen, Brötchen vom Tisch klauen, Essbares oder nicht fressbare Dinge vom Boden inhalieren, Ochsenziemer oder wahlweise Tampons verputzen, ins Wasser fallen, gegen Laternen laufen oder in Füße tackern. Und für die trotzdem oder genau deswegen aus lauter Liebe jedes erdenkliche Lieblingsessen auf Vorrat zu Hause ist, da sich der Hund einfach nicht mehr erinnern kann, was ihm gestern geschmeckt hat. Oder wahlweise bei Verdauungsbeschwerden eine Kotzspritze oder Ulmenrinde serviert bekommt.

Graue Schnauze, großes Herz: Vom Glück, einen alten Hund zu haben

2024, 320 Seiten, Rowohlt Taschenbuch, ISBN 978-3-499-01351-5

Rubriklistenbild: © Depositphotos/Imago

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