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Hundeverhalten

Wie Sie gestresste Hunde erkennen – und richtig reagieren

Ob eingezogener Schwanz oder Knurren: Einen angespannten Hund sollten Sie erkennen, um eine Eskalation zu verhindern. Was schadet – und was hilft.

Der Hund ist der beste Freund des Menschen, das sagte schon Voltaire. Weil wir unsere Freunde kennen und mögen, wollen wir, dass sie sich gut fühlen. Das lässt sich auch auf unsere Haustiere übertragen. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie sich gegenüber Hunden verhalten sollten – damit Ihr Vierbeiner gar nicht erst in eine Stresssituation kommt.

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Hundeverhalten: Vermeiden Sie Reizüberflutung

Hunde bevorzugen klare Ansagen und deutliche Worte. Reden Sie also ohne Unterlass auf Ihr Haustier ein, setzen Sie ihn unter Stress – er kann die wichtigen Signale und Kommandos schwer herausfiltern. Achten Sie darauf, Befehle wie „Sitz“ und „Platz“ stets mit klarer Aussprache zu geben.

Der eingezogene Schwanz deutet auf einen ängstlichen und gestressten Hund hin.

Starren Sie Hunde nicht an – schon gar nicht in die Augen

Klar, er kann herzerweichend sein und sieht süß aus: der Hundeblick. Dennoch sollten Sie diesen nicht allzu lange erwidern und Hunde nicht ausgiebig anstarren. Hunde können versuchen, mit andauerndem Augenkontakt Dominanz zu zeigen. Je nachdem, an welchen Vierbeiner Sie geraten, reagiert der möglicherweise aggressiv.

Respektieren Sie die Intimsphäre Ihres Hundes

Sie lieben Ihren Hund und das wollen Sie ihm zeigen. Untereinander zeigen wir uns unsere Zuneigung auch mit Körperkontakt, etwa durch Umarmen. Bei Ihrem Haustier sollten Sie das nicht überstrapazieren. Laut eines emeritierten Professors der British Columbia Universität schränken Umarmungen die Bewegungsfreiheit Ihres Hundes ein – was das Stresslevel erhöht.

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Gestresste Hunde erkennen: Vor dem Biss kommen beschwichtigende Gesten

Tierärztin Dunia Thiesen-Moussa beschreibt in einem Artikel für Team konkret Verhaltensweisen von Hunden, die auf eine Stresssituation hinweisen. Beobachten Sie dieses Verhalten und reagieren korrekt, können Sie eine Eskalation vermeiden.

  1. Gesten der Beschwichtigung, beispielsweise Gähnen, Blinzeln und den Blick abwenden
  2. Angst, sichtbar durch Winseln und Fiepen, angelegte Ohren und eingezogenem Schwanz
  3. Drohen, zum Beispiel durch Knurren
  4. Eskalation: Biss

Halter müssen starke Nerven haben: Sieben Hunderassen, bei denen die Erziehung eine Herausforderung ist

Dalmatiner wird Gassi geführt
Dalmatiner zählen zu den schlauen Hunderassen. Das ist an sich eine gute Sache, doch bei den gepunkteten Vierbeinern mischt sich Intelligenz mit einer gehörigen Portion Starrsinn. Die gutmütigen Vierbeiner verstehen entsprechend Befehle – befolgen sie aber eher ungern. Eine klare Führung und intensives Training sind bei der Erziehung von Dalmatinern enorm wichtig, weil sie sonst Frustration aufbauen und es infolge zu ungewünschten Verhaltensweisen wie Beißen und Knurren kommen kann.  © Roman Märzinger/Imago
Zwei Chow-Chows stehen auf einem Stein im Wasser.
Der Chow-Chow sieht aus wie ein überdimensionaler Teddybär. Doch die chinesische Hunderasse ist kein Tier, das sich von jedem gerne knuddeln lässt. Die Rasse gilt als eigensinnig und eignet sich eher weniger als Familienhund, weil er Kindern gegenüber eher skeptisch und verhalten ist. Auch Fremden gegenüber verhält er sich oft abweisend. Gerne fixiert er sich auf eine Bezugsperson. Typisch für sein Wesen ist auch ein ausgeprägtes territoriales Verhalten, was ihn zum guten Wachhund macht.  © Imago/Panthermedia
Schmetterling sitzt auf der Nase eines Basset Hounds
Der Basset Hound ist eine gutmütige, ruhige und ausgeglichene Hunderasse, die sich ihrer Familie gegenüber anhänglich und sanftmütig zeigt und auch mit Fremden in der Regel kein Problem hat. Allerdings gilt der Basset aufgrund seiner sturen Art als eher schwer erziehbar. Bedingungsloser Gehorsam ist nicht sein Ding. Sie suchen einen neugierigen Begleiter, der viel Freude am Lernen neuer Tricks und Befehle ist? Dann sollte Ihre Wahl nicht auf den charakterstarken Basset Hound fallen. © Imago/Panthermedia
Rauhhaardackel sitzt im Laub
Sie sind ein großer Dackel-Fan? Damit sind Sie nicht allein. Der Dackel, auch Dachshund genannt, hat Kultstatus. „Schon Kaiser Wilhelm mit seiner Leidenschaft für den Dackel war ein wichtiger Impulsgeber. Damit war der Dackel wohl der erste Modehund Deutschlands“, zitiert die Welt Udo Kopernik, Sprecher des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH). Dabei ist der Dackel kein einfacher Hund. Gezüchtet für die Jagd, als sogenannter Erdhund für die Baujagd auf Fuchs und Dachs, ist sein Jagdtrieb in der Regel stark ausgeprägt. Viele Besitzer beschreiben ihren Liebling auch als unabhängig und eigenwillig. Wer einen leicht erziehbaren Hund möchte, sollte daher besser die Finger vom Dackel lassen.  © D. Maehrmann/Imago
Paar geht im Park spazieren, Mann will mit Hund spielen
Ein Beagle sieht niedlich aus, ist aber nicht für Anfänger geeignet. Der Grund: Er wurde in England für die Jagd auf Hasen und anderes Wild gezüchtet. Entsprechend ist sein Jagdtrieb extrem gut ausgeprägt. Ohne Leine ist er daher schon mal schnell einer Fährte verfallen und vergisst dabei alles um sich herum. Der Trieb ist oftmals so stark, dass auch konsequentes Training nicht den gewünschten Effekt hat.  © Imago
Welsh Terrier und ein Boston Terrier spielen im Laub
Auch der Welsh Terrier (hier links im Bild) ist eine Züchtung, die auf die Jagd spezialisiert war. Der arbeitsfreudige Hund wurde und wird teilweise immer noch eingesetzt, um Otter, Dachs und Fuchs aus ihrem Bau zu locken. Der tief verankerte Jagdtrieb, das beschäftigungs- und bewegungsintensive Wesen des Welsh Terriers und auch eine gewisse Rauflust machen die Hunderasse zum perfekten Begleiter eines aktiven und erfahrenen Hundehalters.  © Ardea/Imago
Husky schnuppert neugierig an der Kamera
Der Siberian Husky ist eine Schlittenhundrasse aus den USA. Er zählt zu den Rassen, die häufig aufgrund ihres Aussehens als Ersthund ausgewählt werden – was schwerwiegende Folgen haben kann. So kommt es nicht selten vor, dass überforderte Hundebesitzer ihren Vierbeiner recht bald im Tierheim abgeben, weil sie den Bedürfnissen des Huskys nicht gerecht werden können. Infolge können die Hunde aggressives Verhalten an den Tag legen. Was den geselligen und sportlichen Hund zum anspruchsvollen Zeitgenossen für Fortgeschrittene macht: Huskys benötigen viel Auslauf, wobei ihnen einfaches Gassigehen in der Regel nicht ausreicht. Außerdem sind sie ungern alleine, haben einen ausgeprägten Jagdtrieb und können eigenwillig, laut und stur sein.  © Dmitry Akhmadullin/Imago

Als Hundehalter sollten Sie aufmerksam beobachten, was Ihr Hund mag – oder auch nicht. Schenken Sie den Signalen Ihres Haustiers Beachtung und respektieren Sie seine Grenzen. Ihr Hund zeigt Anzeichen, dass er gestresst oder nervös ist? Dann haben unterschiedliche Möglichkeiten, den Vierbeiner zu beruhigen. Wichtig: Hunde bemerken, wenn Sie unruhig sind. Versuchen Sie also, ruhig und bestimmt zu bleiben und geben Sie klare Kommandos. Erfahren Sie hier, welche fünf Anzeichen darauf hindeuten, dass Ihr Hund zu Hause unglücklich ist.

Rubriklistenbild: © Pond5 Images / Imago

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