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Verbraucherservice

Zeitumstellung Ende Oktober: Hilft die Regelung beim Sparen der Energie- und Stromkosten? 

Viele Menschen sind nur wenig überzeugt von dem Konzept der halbjährlichen Zeitumstellung. Doch kann es positiv zu einem sparsameren Energie- und Stromverbrauch beitragen?

In Deutschland wird die Zeit jedes Jahr zweimal umgestellt, auf die sogenannte Winter- oder Sommerzeit. Die Umstellung erfolgt immer am letzten Sonntag im März um eine Stunde vor und jeden letzten Sonntag im Oktober um eine Stunde zurück. Wenn die Sommerzeit Ende Oktober also wieder auf die Winter- beziehungsweise Normalzeit umgestellt wird „bekommen wir eine Stunde geschenkt“ heißt es gerne. Doch lässt sich durch die Regelung tatsächlich Geld hinsichtlich Strom- und Energiekosten sparen?

Mit der Zeitumstellung bares Geld sparen?

Die kühlen Temperaturen der Herbstmonate stellen die Menschen jedes Jahr erneut vor die große Heizfrage. Denn besonders in Zeiten der Inflation streben die Meisten eine effiziente Heizmethodik an, die möglichst auch den Geldbeutel schonen soll. Ursprünglich sollte die Zeitumstellung Verbrauchern eine verbesserte Nutzung des Tageslichts und somit auch reduzierte Stromkosten ermöglichen, schreibt die Serviceseite Chip.de.

Wenn die Uhren Ende Oktober wieder auf die Winter- beziehungsweise Normalzeit umgestellt werden, „bekommen wir eine Stunde geschenkt“ heißt es gerne. (Symbolbild)

Diesbezüglich arbeitete der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) an einer Analyse hinsichtlich der Auswirkungen auf Strom und Energieersparnis. Im Rahmen dieser zeichnete sich laut Chip.de jedoch bereits 2010 ab, dass die Regelung „lediglich zu verschwindend geringen Ersparnissen beim privaten Stromverbrauch“ führte. Zusätzlich würde mit der Umstellung im Oktober teilweise schon eine Stunde früher mit dem Heizen begonnen werden.

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Könnte eine einheitliche Zeiteinstellung Verbrauchern Energie sparen?

Zusammenfassend lässt sich also keineswegs von einer Ersparnis bezüglich Strom- oder Heizkosten im Zusammenhang mit der halbjährlichen Zeitumstellung sprechen. Das bestätigt auch Korbinian von Blanckenburg, Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, im Interview mit dem ZDF.

Möbel, Kühlschränke, Beleuchtung: Sieben Tipps, um in den eigenen vier Wänden Strom zu sparen 

Paar wechselt Glühbirne
Energiesparlampen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Zusätzlich können sie im Flur, im Keller oder anderen Räumen, die nicht so oft durchquert werden, einen Bewegungsmelder installieren. Der sorgt dann für Licht, wenn es nötig ist.  © marcus/Imago
Eine Frau duscht.
Im Winter ist ein Vollbad etwas Herrliches, der Wasserverbrauch ist aber hoch und das geht ins Geld. Duschen geht schneller und verbraucht dreimal weniger. Allerdings nur, wenn wir weniger als fünf Minuten unter der Dusche verbringen. Und: beim Einseifen das Wasser besser abstellen.  © Lightpoet/Imago
Küche mit Kühlschrank
Kühl- und Gefriergeräte gehören zu den größten Stromfressern im Haushalt. Am besten sind Kühlschränke mit einer Energieeffizienzklasse A+++. Zudem sollte er nicht zu nah am Herd oder anderen Wärmequellen stellen. Ansonsten muss er mehr Strom verbrauchen, um die Temperatur zu halten. Das Gefrierfach sollte zudem ein- bis zweimal im Jahr abgetaut werden.  © Pro Creators/Imago
Eine Hand hält eine Fernsehbedienung.
Ihr Fernseher ist ständig auf Stand-by? Dann schalten Sie über Nacht besser aus. Das zieht viel Strom und das kostet. Dann sparen Sie sich viel Geld im dreistelligen Bereich.  © Patrick Daxenbichler/Imago
Person räumt Geschirrspüler aus.
Geschirrspüler sind so schön praktisch und verbrauchen sogar weniger als das Spülen von Hand. Aber nur, wenn man den Geschirrspüler immer voll belädt und das Geschirr nicht mit der Hand vorspült. Die Energieeffizienzklasse ist genauso wichtig zu beachten wie das Wählen von Energiespar- und Kurzprogrammen.  © Ute Grabowsky/Imago
Ein Wohnzimmer
Größere Möbel wie Sofas oder Schränke sollten Sie nie zu nah an die Außenwände schieben. Je näher es an der Wand steht, desto stärker sinkt die Wandtemperatur. Die Folge kann Feuchtigkeit und Schimmel sein. Optimal ist daher ein Abstand von fünf bis zehn Zentimetern.  © Pro Creators/Imago
Ein Mann wärmt eine Mahlzeit in einer Mikrowelle auf.
Speisen sind schnell in der Mikrowelle aufgewärmt. Zudem ist sie sparsamer, was den Energieverbrauch angeht, als der Herd. Deshalb kann sie in der kalten Jahreszeit gerne öfters in Gebrauch sein.  © Monkey Business 2/Imago

In seinen Forschungen zum Thema Zeitumstellung errechnete er, dass der Stromverbrauch, im Rahmen einer einheitlichen Sommerzeit „sogar noch niedriger wäre“, als mit der halbjährlichen Umstellung. „Man würde die Abendhelligkeit das ganze Jahr über besser ausnutzen. Das führt dann auch zu einem anderen Freizeitverhalten, was wieder mit Energiesparen verbunden ist. Der Fernseher bleibt dann mal aus“, erklärt Blanckenburg.

Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

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