Ein echter Alleskönner
Alles, was du jetzt über Blätterteig wissen musst und was du Leckeres damit machen kannst
Egal ob süß oder herzhaft, mit dem Alleskönner Blätterteig gelingen dir viele Köstlichkeiten im Handumdrehen. Was du zum Teigliebling wissen musst, liest du hier.
Blätterteig ist ein vielseitiger Teig und findet deshalb in süßen und herzhaften Rezepten Verwendung. Obwohl er zu den eher ungesunden Teigsorten zählt, erfreut er sich dennoch großer Beliebtheit in der Küche. Aber warum geht Blätterteig so schön auf und ist er wirklich so ungesund?
Was ist Blätterteig und wer hat ihn erfunden?
Blätterteig, wie wir ihn heute kennen, ist ein Teig aus Mehl, Salz und Wasser, der in viele Lagen gefaltet und aufeinander geschichtet wurde. Dazwischen befinden sich dünne Schichten Butter oder Margarine. Er wird ohne Zucker hergestellt, daher eignet er sich perfekt für süße und auch herzhafte Gerichte - ein wahrer Alleskönner.
Blätterteig ist ein relativ altes Lebensmittel und seine Ursprünge lassen sich bis ins antike Griechenland zurückverfolgen. Es wird angenommen, dass er mit dem bis heute bekannten Filoteig verwandt ist und damals zur Herstellung einer Art Apfelstrudel verwendet wurde. Das Rezept gelang von den Griechen nach Frankreich, wo er im 17. Jahrhundert zu dem Blätterteig wurde, den wir heute schätzen und lieben.
Warum geht Blätterteig so schön auf?
In der Zutatenliste und in verschiedenen Rezepten ist von Hefe oder Backpulver keine Spur. Wieso geht der Blätterteig beim Backen also trotzdem so schön auf und wird nicht steinhart?
Grundlage hierfür ist die Verarbeitung des Teigs. Zunächst werden Mehl, Wasser und Salz zu einem festen Teig verknetet. Dieser wird anschließend ausgerollt und dünn mit Butter bestrichen. Der Teig wird dann gefaltet, um die Butter gleichmäßig im Teig zu verteilen und so die Schichten zu bilden.
Dieser Vorgang (Fachsprache „Tourieren“) wird bis zu sechsmal wiederholt, bis der Teig aus 720 Teigschichten besteht. Das sieht zumindest der klassische Blätterteig so vor, es gibt aber auch andere Varianten mit noch mehr Schichten. Beim Backen verdampft das im Teig enthaltene Wasser, was durch die Fettschichten aber nicht entweichen kann. Dadurch ziehen sich die einzelnen Schichten luftig-locker auseinander und es entsteht der typische Blätterteig-Look.
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Blätterteig selber machen ist allerdings eine Herausforderung, die nicht ganz einfach gelingt. Wird der Teig beispielsweise zu warm verarbeitet, verschmelzen die Butterschichten mit dem Teig und vorbei ist es mit dem luftigen Gebäck.
Wenn du es trotzdem versuchen möchtest, dann gibt es hier ein einfaches Grundrezept für dich. Wir anderen freuen uns, dass wir den leckeren Blätterteig auch im Kühlregal ergattern können.
Ist Blätterteig gesund?
Blätterteig-Fans müssen jetzt stark sein: aufgrund seines hohen Butter- und Fettgehalts gehört der Teig nicht gerade zu den gesündesten. Eine Portion Blätterteig enthält etwa 300 Kalorien und 20 g Fett. Der Verzehr sollte daher in Maßen erfolgen und nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen. Alternativ gibt es jedoch auch Varianten von Blätterteig, die mit Margarine oder Öl statt Butter hergestellt werden und somit (zumindest nährwerttechnisch) eine etwas gesündere Alternative darstellen. Wer auf eine ballaststoffreiche Ernährung setzt, kann auf Blätterteige aus Dinkel – oder Vollkornmehl zurückgreifen.
Und noch ein kleiner Lichtblick: die Nährwerte beziehen sich auf 100 g Rohware. Das ist vor allem beim luftig-leichten Blätterteig nach dem Backen echt viel. Man isst ja quasi nur Luft ... Und in Kombination mit leckerem Obst oder viel Gemüse, wie beispielsweise in einer bunten Gemüsequiche, sieht alles gleich schon besser aus.
Gibt es auch veganen Blätterteig?
Fun Fact: der Großteil der No-Name Blätterteige aus dem Supermarkt ist vegan, da dieser oft mit der günstigen Pflanzenmargarine, anstelle von Butter hergestellt wird. Nur wenn auf der Verpackung Butter-Blätterteig angepriesen wird, muss auch Butter drin sein. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich.
Leckere Rezeptideen mit Blätterteig?
Blätterteig eignet sich hervorragend für süße und herzhafte Gerichte. Hier sind unsere Lieblingsrezepte von Einfach Tasty:
1. Schmeckt warm und kalt: Blätterteigstrudel mit Schinken und Käse
Dieser herzhafte Blätterteigstrudel mit Schinken und Käse ist blitzschnell zubereitet. So lecker käsig, würzig und knusprig, dass man nach einem Stück garantiert nicht aufhören kann.
Hier geht‘s zum Rezept.
2. Dieser Kuchen ist schneller gebacken, als eingekauft: Prasselkuchen
Für den schnellen Kuchengenuss brauchst du nur vier Zutaten: Blätterteig, Marmelade, Streusel und Zuckerguss.
Hier geht‘s zum Rezept.
3. Wenn‘s mal wieder schnell gehen muss: Blätterteigstangen mit Pesto
Wenn du etwas Schnelles und Leichtes als Snack zwischendurch oder als Mitbringsel für die nächste Party willst, dann sind diese Blätterteigstangen ideal.
Hier geht‘s zum Rezept.
4. Liebe geht eben doch durch den Magen: Süße Muttertagsherzen
Egal ob für Mama, für die beste Freundin oder einfach nur für dich.
Hier geht‘s zum Rezept.
5. Für die Royals unter uns: Königinpasteten mit Ragout fin
Zugegeben man kann die luftigen Königinpasteten auch schon fertig kaufen, aber mit einigen runden Ausstechern, bekommst du die auch easy-peasy selbst hin.
Hier gehts zum Rezept.
Du siehst also, dass Blätterteig eine tolle Zutat in der Küche ist, die viele kulinarische Möglichkeiten bietet. Probiere dich durch unsere Rezepte und lass dich von der Vielseitigkeit des Blätterteigs und des tollen Geschmacks überzeugen.
Rubriklistenbild: © sarahTM/Getty Images/Canva.com; Einfach Tasty






