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Wichtiger Appell
„Viel zu lang gewartet“: Virginia Giuffres Familie meldet sich mit emotionaler Botschaft zu Wort
Nach dem Titel-Verzicht von Prinz Andrew erheben die Angehörigen der verstorbenen Virginia Giuffre ihre Stimme – mit einer Forderung an die Royals.
London – Die Angehörigen von Virginia Giuffre (†41, 2025) erheben ihre Stimme. In einem emotionalen Auftritt im britischen Frühstücksfernsehen ITV This Morning richten ihr Bruder Sky Roberts und seine Ehefrau Amanda eine eindringliche Botschaft an die königliche Familie. Der Anlass: Prinz Andrew (65) gab kurz vor der Veröffentlichung von Giuffres posthumen Memoiren „Nobody’s Girl“ seine royalen Titel und Ehrungen zurück – darunter auch den Titel als Herzog von York.
Sky Roberts (2ter von li.) und seine Ehefrau Amanda Roberts (li.) sprechen bei einer Pressekonferenz zur Unterstützung der Opfer von Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell vor dem US-Kapitol in Washington.
Virginia Giuffre hatte Prinz Andrew vorgeworfen, sie als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Sie soll dem Royal durch den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66, 2019) zugeführt worden sein. Im April 2025 nahm sich Giuffre im Alter von 41 Jahren auf ihrer Farm in Westaustralien das Leben. Prinz Andrew bestreitet die Vorwürfe vehement. 2022 kam es zu einem außergerichtlichen Vergleich mit Giuffre, der Medienberichten zufolge eine Millionensumme umfasste, aber kein Schuldeingeständnis darstellte.
Prinz Andrew weist Vorwürfe zurück, doch Virginia Giuffres Familie kämpft weiter für Aufklärung
Wie das britische People-Magazin berichtet, zeigt sich die Familie zwar zufrieden über Andrews Rückzug, fordert jedoch weitere Schritte. „Wir, die Familie von Virginia Roberts Giuffre, glauben, dass Prinz Andrews Entscheidung, seine Titel aufzugeben, eine Rehabilitation für unsere Schwester und Überlebende überall darstellt“, heißt es in einer Erklärung von Sky und Amanda Roberts sowie Danny und Lanette Wilson, Virginias Geschwistern und deren Partnern. „Darüber hinaus glauben wir, dass es angemessen wäre, wenn König Charles (76) ihm den Prinzentitel entziehen würde.“
Im Interview mit den Moderatoren Ben Shephard und Cat Deeley wird Amanda Roberts noch deutlicher. Auf die Frage, was sie der königlichen Familie sagen würde, antwortet sie laut dem britischen Hello!-Magazine: „Ich würde sagen, Sie haben die Gelegenheit, Veränderung zu fördern. Sie haben die Gelegenheit zu zeigen, dass Sie eine königliche Familie sind, die die Unschuldigen schützt, egal wer beschuldigt wird, dass Sie für das Richtige einstehen.“
Tampongate, Untreue, Missbrauch: Die zehn größten Skandale im britischen Königshaus
Seit dem Vergleich ist viel Zeit vergangen, in der sich Giuffre womöglich nicht richtig gesehen fühlte: „Ich denke, es ist viel zu lang her“, fährt Amanda Roberts fort, „unsere Schwester hat viel zu lange auf diese Anerkennung und diese Gerechtigkeit gewartet.“ Eine Reaktion seitens des Königshauses blieb bisher aus, allerdings zeigt sich König Charles derzeit machtlos, was Prinz Andrews Wohnort Royal Lodge betrifft. Verwendete Quellen:hellomagazine.com, people.com