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Norwegen-Royals

Prozessbeginn um Sohn Marius Borg Høiby: Kronprinzessin Mette-Marit meistert Auftritt

Der Prozessbeginn um Marius Borg Høiby steht bevor. Wenige Tage davor zeigten sich Kronprinzessin Mette-Marit und ihr Mann vereint.

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) von Norwegen hat in Oslo einen stillen, aber viel beachteten Auftritt hingelegt – mitten in einer Phase, die für sie persönlich kaum belastender sein könnte. Nur wenige Tage, bevor in der norwegischen Hauptstadt der Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby (29) beginnt, zeigte sich die Royal erstmals seit Weihnachten wieder bei einem offiziellen Termin.

Das zeigen Schnappschüsse, die unter anderem Bild vorliegen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Kronprinz Haakon (52) nahm sie am Montag im Rathaus von Oslo an einer Gedenkfeier für Benjamin Hermansen teil, der vor 25 Jahren aus rassistisch motivierten Gründen ermordet wurde. Trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit und der angespannten familiären Lage stand Mette-Marit an der Seite ihres Mannes, während bei der Veranstaltung ein deutliches Zeichen gegen Rassismus gesetzt wurde.

Der Auftritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die gesundheitlichen Sorgen um die Kronprinzessin zugespitzt haben. Kurz vor Weihnachten war öffentlich geworden, dass sich ihr Lungenleiden so verschlechtert hat, dass Ärzte sie bereits behutsam auf eine mögliche Transplantation vorbereiten. Seit der Bekanntgabe am 19. Dezember hatte Mette-Marit keine offiziellen Termine mehr wahrgenommen, nur an Heiligabend zeigte sie sich mit ernster Miene beim Gottesdienst im norwegischen Uvdal, wo die Familie traditionell die Feiertage in ihrer Skihütte verbringt.

Royal-Expertin Tove Taalesen wertete den neuen Termin im Gespräch mit der Zeitung Nettavisen als positives Signal und erklärte: „Es ist ein gutes Zeichen, dass sie nach den langen Weihnachtsferien wieder arbeitet, und dass sie sich gesund genug fühlt, um den Hof zu repräsentieren.“

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

Norwegens König Haakon VIII. legt am 1. September 2026 im Storting den Eid gemäß der Verfassung ab.
König Haakon VIII. ist zwar zwei Jahre jünger als seine Schwester Prinzessin Märtha Louise, ursprünglich hatten die Männer in Norwegens Monarchie jedoch Vorrang. Erst in den 1990ern wurde die Verfassung geändert, jedoch nicht rückwirkend. Demnach folgte Haakon seinem Vater Harald nach dessen Tod auf den Thron. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Am 25. August 2001 heiratete Haakon Mette-Marit Tjessem Høiby und machte sie so zur zukünftigen Königin Norwegens. Mette-Marit brachte ihren damals vierjährigen Sohn Marius mit in die Ehe, gemeinsam mit Kronprinz Haakon hat sie zwei Kinder. Wie 2018 bekanntgegeben wurde, ist die Kronprinzessin unheilbar an chronischer Lungenfibrose erkrankt. © Lise Åserud/NTB/AFP
Königin Sonja und König Harald 2023 bei einer Audienz im Palast vor der Verleihung des Friedensnobelpreises.
König Harald V. von Norwegen übernahm am 17. Januar 1991 nach dem Tod seines Vaters Olav V. († 87) das Zepter und blieb seinem Versprechen treu, bis zu seinem Lebensende zu regieren. Seine bürgerliche Ehefrau Sonja durfte er erst heiraten, nachdem er gedroht hatte, andernfalls für immer ledig zu bleiben. Sonja trägt auch nach Haralds Tod am 28. August 2026 weiterhin den Titel Königin. Am 29. August 2026 hätten die beiden ihren 58. Hochzeitstag gefeiert. © picture alliance/dpa/NTB/Hanna Johre
Norwegens Kronprinzessin Ingrid Alexandra bei der Vereidigung ihres Vaters König Haakon VIII. am 1. September 2026 im Storting in oslo.
Kronprinzessin Ingrid Alexandra ist das erstgeborene Kind von König Haakon und Königin Mette-Marit, nach der Verfassungsänderung hat sie in der Thronfolge Vorrang vor ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Sverre Magnus, Prinz von Norwegen, trifft im Storting ein, wo König Haakon VIII. am 1.9.2026 gemäß der Verfassung seinen Eid ablegt.
Prinz Sverre Magnus ist der jüngere Bruder von Prinzessin Ingrid Alexandra und belegt in der norwegischen Thronfolge aktuell Rang zwei. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Terje Pedersen
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen 2025 bei der Aufzeichnung einer Talkshow in Stockholm.
Prinzessin Märtha Louise ist das älteste Kind von König Harald und Königin Sonja, aufgrund der damaligen Verfassung landet sie in der Thronfolge allerdings hinter ihrem älteren Bruder Haakon und dessen Kindern. In erster Ehe war Märtha Louise mit dem Schriftsteller Ari Behn († 2019) verheiratet, die beiden ließen sich 2017 scheiden. © IMAGO/TT
Maud Angelica Behn, Emma Tallulah Behn und Leah Isadora Behn bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett in Geiranger.
Maud Angelica, Emma Tallulah und Leah Isadora stammen aus Prinzessin Märtha Louises Ehe mit Ari Behn. Maud belegt in der norwegischen Thronfolge Platz 5, dahinter folgt Leah auf Rang 6, an 7. Stelle steht Emma. © picture alliance/dpa/NTB/Cornelius Poppe
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett bei ihrer Hochzeit am 31. August 2024 in Geiranger.
Am 31. August 2024 heiratete Prinzessin Märtha Louise in Geiranger den selbsternannten Schamanen Durek Verrett. Die Beziehung ist in Norwegen umstritten, nach der Verlobung kündigte Märtha Louise an, keine offiziellen Aufgaben mehr für das Königshaus zu übernehmen. Ihren Prinzessinnen-Titel will sie zudem nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Durek Verrett ist trotz Hochzeit kein offizielles Mitglied der norwegischen Königsfamilie. © IMAGO/PPE
Marius Borg Høiby 2022 bei den Feierlichkeiten zu Prinzessin Ingrid Alexandras 18. Geburtstag.
Ebenfalls kein offizielles Mitglied der königlichen Familie ist Marius Borg Høiby. Der erstgeborene Sohn von Mette-Marit wuchs gemeinsam mit seinen beiden Halbgeschwistern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus auf, sorgte jedoch regelmäßig für negative Schlagzeilen. Im August 2024 wurde der negative Höhepunkt erreicht, nachdem Marius wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung festgenommen wurde. Hinzu kam der Vorwurf der Vergewaltigung, weshalb Marius im November 2024 eine Woche in Untersuchungshaft verbrachte. © Lise Åserud/NTB/AFP
Prinzessin Astrid 2024 bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.
Prinzessin Astrid ist die ältere Schwester von König Harald. Prinzessin Ragnhild, die älteste Tochter von König Olav V., verstarb 2012 im Alter von 82 Jahren. © IMAGO/PPE

Während der Prozess gegen Marius immer näher rückte, sorgten Haakon und Mette-Marit für Klarheit: Sie kündigten öffentlich an, dem Gerichtssaal fernzubleiben und sich nicht weiter zu der Angelegenheit zu äußern. Haakon erklärte gegenüber norwegischen Medien wie NRK: „Wir haben uns entschieden, im Gerichtssaal nicht anwesend zu sein und uns auch nicht über den Prozess zu äußern.“

Damit bezog das Kronprinzenpaar erstmals so eindeutig Stellung und machte deutlich, dass sie das Verfahren aus der Distanz verfolgen, aber keine aktive Rolle in der Öffentlichkeit übernehmen wollen. Trotzdem betonte der Thronfolger: „Natürlich denken wir viel an alle Betroffenen in dem Fall. Ich weiß, dass es viele gerade schwer haben.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit promiflash.de)

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

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