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Historischer Moment
Nicht nur Andrew: Diese Royals wurden schon früher ihrer Titel beraubt
Prinz Andrew wird von König Charles der Titel aberkannt – allerdings hat dieser drastische Schritt Vorbilder. Drei royale Lebensläufe zeigen: Die Geschichte kennt solche Fälle.
London – König Charles III. (76) hat Ende Oktober 2025 einen historischen Schritt vollzogen: Sein Bruder Prinz Andrew (65) verliert sämtliche Titel und Ehren. Prinz Andrew darf sich fortan nur noch Andrew Mountbatten Windsor nennen und muss zudem sein langjähriges Zuhause, die Royal Lodge räumen. Der Buckingham-Palast teilte mit: „Seine Majestät hat heute ein formelles Verfahren eingeleitet, um Prinz Andrew die Anrede, Titel und Ehren zu entziehen.“
Die Entscheidung steht im Zusammenhang mit Prinz Andrews Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019). Doch so dramatisch dieser Schritt auch erscheint – Prinz Andrew ist nicht der erste Royal, dem Titel entzogen wurden. Die britische Monarchie kennt mehrere historische Präzedenzfälle, die zeigen: Wenn es die Umstände erfordern, greift die Krone zu drastischen Maßnahmen. Das britische Magazin Cosmopolitan ordnet ein, dass solche Titelentzüge durch königliches Vorrecht oder Parlamentsgesetz erfolgen können.
Prinz Andrew und die Präzedenzfälle: Wenn die Krone Titel entzieht und Royals ihre Ehren verlieren
Der wohl drastischste Fall ereignete sich 1917, mitten im Ersten Weltkrieg. Prinz Ernest Augustus (78, † 1923), Duke of Cumberland and Teviotdale, wurde durch den „Titles Deprivation Act“ (Titelentzugsgesetz von 1917) seiner Titel beraubt. Der Enkel von Königin Victoria (81, † 1901) hatte sich im Krieg auf die Seite Deutschlands gestellt – ein unverzeihlicher Verrat in den Augen der britischen Krone. Wie das britische Society-Magazin Tatler berichtet, war er Sohn des Königs Georg V. von Hannover (59, † 1878) und stand als Feind Britanniens da. Der Parlamentsbeschluss von 1917 betraf auch zwei weitere Royals mit deutschen Verbindungen.
Nicht immer verlief der Verlust royaler Titel unter dramatischen Umständen. Prinzessin Patricia of Connaught (87, † 1974), Enkelin von Königin Victoria, entschied sich 1919 aus Liebe für einen ungewöhnlichen Schritt. Vor ihrer Hochzeit mit dem schottischen Aristokraten Alexander Ramsay (91, † 1972) bat sie König Georg V., ihr den Prinzessinnentitel und die Anrede „Königliche Hoheit“ zu entziehen. Der Tatler beschreibt die damalige Berichterstattung in der TheGazette als „eine glückliche Angelegenheit“. Sie wurde fortan als Lady Patricia Ramsay bekannt und führte bis zu ihrem Tod 1974 ein erfülltes Leben fernab des royalen Rampenlichts.
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Der Palast betonte in seiner Stellungnahme zu Prinz Andrew: „Diese Maßnahmen werden als notwendig erachtet, ungeachtet der Tatsache, dass er die Vorwürfe gegen ihn weiterhin bestreitet.“ König Charles und Königin Camilla (78) fügten hinzu: „Ihre Majestäten möchten klarstellen, dass ihre Gedanken und ihr tiefstes Mitgefühl bei den Opfern und Überlebenden jeglicher Form von Missbrauch waren und bleiben werden.“ Völlig anders gelagert ist der Fall von Prinz Harry (41) und Meghan (44), bei denen ebenfalls schon häufig laut über das Thema Titelentzug nachgedacht. Verwendete Quellen: tatler.com, cosmopolitan.com