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Norwegische Royals

Nicht Kronprinzessin Mette-Marit: Sie ist der neue Mittelpunkt am Nationalfeiertag

Prinzessin Ingrid Alexandra war am Wochenende der Hingucker in Norwegen – und Prinz Sverre wurde mit seinem Halbbruder Marius verwechselt.

Oslo – Prinzessin Ingrid Alexandra (21) ist mittlerweile eines der Aushängeschilder der norwegischen Königsfamilie geworden. Die Tochter von Kronprinz Haakon (51) und Kronprinzessin Mette-Marit (51) steht immer mehr im Mittelpunkt – jetzt beim norwegischen Nationalfeiertag sogar wortwörtlich.

Statt Mette-Marit: Prinzessin Ingrid Alexandra steht jetzt im Mittelpunkt

Am 17. Mai erschien die königliche Familie von Norwegen zum Nationalfeiertag auf dem Palastbalkon. Die Kronprinzenfamilie war wie üblich in traditioneller norwegischer Tracht gekleidet und begrüßte auf den Stufen vor Skaugum den Kinderumzug in Asker. Auf Instagram schrieb der Palast zu Fotos des Events: „Vom Balkon des Palastes begrüßten der König und die Königin sowie die Kronprinzenfamilie den Kinderzug in Oslo. Mehr als 26.000 Kinder aus 109 Schulen nahmen heute an der Kinderparade in Oslo teil.“

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

Norwegens König Haakon VIII. legt am 1. September 2026 im Storting den Eid gemäß der Verfassung ab.
König Haakon VIII. ist zwar zwei Jahre jünger als seine Schwester Prinzessin Märtha Louise, ursprünglich hatten die Männer in Norwegens Monarchie jedoch Vorrang. Erst in den 1990ern wurde die Verfassung geändert, jedoch nicht rückwirkend. Demnach folgte Haakon seinem Vater Harald nach dessen Tod auf den Thron. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Am 25. August 2001 heiratete Haakon Mette-Marit Tjessem Høiby und machte sie so zur zukünftigen Königin Norwegens. Mette-Marit brachte ihren damals vierjährigen Sohn Marius mit in die Ehe, gemeinsam mit Kronprinz Haakon hat sie zwei Kinder. Wie 2018 bekanntgegeben wurde, ist die Kronprinzessin unheilbar an chronischer Lungenfibrose erkrankt. © Lise Åserud/NTB/AFP
Königin Sonja und König Harald 2023 bei einer Audienz im Palast vor der Verleihung des Friedensnobelpreises.
König Harald V. von Norwegen übernahm am 17. Januar 1991 nach dem Tod seines Vaters Olav V. († 87) das Zepter und blieb seinem Versprechen treu, bis zu seinem Lebensende zu regieren. Seine bürgerliche Ehefrau Sonja durfte er erst heiraten, nachdem er gedroht hatte, andernfalls für immer ledig zu bleiben. Sonja trägt auch nach Haralds Tod am 28. August 2026 weiterhin den Titel Königin. Am 29. August 2026 hätten die beiden ihren 58. Hochzeitstag gefeiert. © picture alliance/dpa/NTB/Hanna Johre
Norwegens Kronprinzessin Ingrid Alexandra bei der Vereidigung ihres Vaters König Haakon VIII. am 1. September 2026 im Storting in oslo.
Kronprinzessin Ingrid Alexandra ist das erstgeborene Kind von König Haakon und Königin Mette-Marit, nach der Verfassungsänderung hat sie in der Thronfolge Vorrang vor ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Sverre Magnus, Prinz von Norwegen, trifft im Storting ein, wo König Haakon VIII. am 1.9.2026 gemäß der Verfassung seinen Eid ablegt.
Prinz Sverre Magnus ist der jüngere Bruder von Prinzessin Ingrid Alexandra und belegt in der norwegischen Thronfolge aktuell Rang zwei. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Terje Pedersen
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen 2025 bei der Aufzeichnung einer Talkshow in Stockholm.
Prinzessin Märtha Louise ist das älteste Kind von König Harald und Königin Sonja, aufgrund der damaligen Verfassung landet sie in der Thronfolge allerdings hinter ihrem älteren Bruder Haakon und dessen Kindern. In erster Ehe war Märtha Louise mit dem Schriftsteller Ari Behn († 2019) verheiratet, die beiden ließen sich 2017 scheiden. © IMAGO/TT
Maud Angelica Behn, Emma Tallulah Behn und Leah Isadora Behn bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett in Geiranger.
Maud Angelica, Emma Tallulah und Leah Isadora stammen aus Prinzessin Märtha Louises Ehe mit Ari Behn. Maud belegt in der norwegischen Thronfolge Platz 5, dahinter folgt Leah auf Rang 6, an 7. Stelle steht Emma. © picture alliance/dpa/NTB/Cornelius Poppe
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett bei ihrer Hochzeit am 31. August 2024 in Geiranger.
Am 31. August 2024 heiratete Prinzessin Märtha Louise in Geiranger den selbsternannten Schamanen Durek Verrett. Die Beziehung ist in Norwegen umstritten, nach der Verlobung kündigte Märtha Louise an, keine offiziellen Aufgaben mehr für das Königshaus zu übernehmen. Ihren Prinzessinnen-Titel will sie zudem nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Durek Verrett ist trotz Hochzeit kein offizielles Mitglied der norwegischen Königsfamilie. © IMAGO/PPE
Marius Borg Høiby 2022 bei den Feierlichkeiten zu Prinzessin Ingrid Alexandras 18. Geburtstag.
Ebenfalls kein offizielles Mitglied der königlichen Familie ist Marius Borg Høiby. Der erstgeborene Sohn von Mette-Marit wuchs gemeinsam mit seinen beiden Halbgeschwistern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus auf, sorgte jedoch regelmäßig für negative Schlagzeilen. Im August 2024 wurde der negative Höhepunkt erreicht, nachdem Marius wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung festgenommen wurde. Hinzu kam der Vorwurf der Vergewaltigung, weshalb Marius im November 2024 eine Woche in Untersuchungshaft verbrachte. © Lise Åserud/NTB/AFP
Prinzessin Astrid 2024 bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.
Prinzessin Astrid ist die ältere Schwester von König Harald. Prinzessin Ragnhild, die älteste Tochter von König Olav V., verstarb 2012 im Alter von 82 Jahren. © IMAGO/PPE

Auf den Bilder fällt eines auf: Prinzessin Ingrid ist der Mittelpunkt des Geschehens. Nicht etwa ihre Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit, die sonst der Hingucker jeder Veranstaltung ist, stand auf dem Balkon in der Mitte, sondern die junge Prinzessin. Ingrid Alexandra posierte zentral zwischen ihren Großeltern, König Harald (88) und Königin Sonja (87), ihren Eltern und ihrem Bruder Prinz Sverre Magnus (19).

Die norwegische Königsfamilie zeigt sich strahlend am Nationalfeiertag.

Auf der königlichen Webseite passierte ein peinlicher Namensfehler

Auf der Webseite des norwegischen Königshauses ging es hingegen nicht um Prinzessin Ingrid Alexandra. Dort sorgte ihr Bruder Prinz Sverre Magnus für Verwirrung, denn den Verantwortlichen der Webseite war ein kleiner Fauxpas passiert. Sie schrieben nämlich, dass „der Kinderzug vom Königspaar, vom Kronprinzenpaar, von der Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Marius“  empfangen wurde.

Der Prinz heißt aber eigentlich Sverre Magnus – und wurde offenbar mit seinem älteren Halbbruder Marius Borg Høiby (28) verwechselt. Marius war bei der Veranstaltung nicht anwesend, vermutlich, wegen der noch immer laufenden Klagen gegen ihn. Der falsche Name wird ein Versehen gewesen sein, ist sich Caroline Vagle, die Adelsexpertin von seher.no, sicher: „Ich denke, das war ein zufälliger und irgendwie charmanter Unfall der königlichen Familie. Es ist schön zu sehen, dass man die Namen der Kinder verwechseln kann, sogar im Palast.“ Der Nationalfeiertag könnte der Grund sein, weshalb Haakon und Mette-Marit bei einem historischen Ereignis fehlten. Verwendete Quellen: seher.no, Instagram/detnorskekongehus 

Rubriklistenbild: © IMAGO/PPE

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