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Emotionen im Gerichtssaal

Pikante Fragen: Marius Borg Høiby wehrt sich gegen vorgelegte Beweisführung – Wut und Tränen

Am dritten Prozesstag in Oslo bricht Marius Borg Høiby in Tränen aus. Pikante Fragen über sein Intimleben erschüttern den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit.

Am dritten Verhandlungstag im Strafprozess gegen Marius Borg Høiby (29) kommt es zu dramatischen Szenen im Osloer Bezirksgericht. Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) muss sich seit dem 3. Februar wegen 38 Anklagepunkten verantworten, darunter vier Vergewaltigungsvorwürfe. Wie die norwegische Zeitschrift Nettavisen aus dem Gerichtssaal berichtet, bricht Marius Borg Høiby am Mittwochvormittag zwischen seinen Anwälten sitzend in Tränen aus. Der Grund: Details zu seinem Internet-Suchverlauf werden öffentlich, die er als nicht relevant für die Anklage empfindet.

Marius Borg Høiby weinte wiederholt vor Gericht. Auch am dritten Prozesstag bat er ums Wort und kritisierte die Beweisführung.

Høiby ist laut Prozessbeobachtern offensichtlich wütend auf Staatsanwalt Sturla Henriksbø und Ermittlungsleiter Andreas Kruszewski. Die Staatsanwaltschaft konfrontiert Marius Borg Høiby mit pikanten Fragen zu seinem Sexualleben. Dabei kommen bizarre Absprachen ans Licht, die er angeblich mit Partnerinnen getroffen haben will. Sein Intimleben wird seit dem zweiten Verhandlungstag im Detail vor ihm und der Öffentlichkeit ausgebreitet.

Marius Borg Høiby bricht am dritten Prozesstag in Tränen aus und hinterfragt Beweisführung

Der pensionierte Polizist Stig Berg Larsen präsentiert nach der Anhörung von Marius vor Gericht Beweise aus Høibys Internetverlauf. Wie Bild berichtet, soll der Angeklagte im September 2024 nach Begriffen wie „Schlafvergewaltigung“ und „Unterschied zwischen Überfall, Vergewaltigung und Übergriff“ gegoogelt haben.

Høiby äußert sich teilweise zu den vorgelegten Beweisen. Er behauptet, dass Teile des Suchverlaufs in keinem Zusammenhang mit den ihm vorgeworfenen Taten stehen würden: „Ich finde es völlig absurd, das miteinzubeziehen. Ich verstehe nicht, warum das überhaupt miteinbezogen werden sollte“, erklärt Høiby unter Tränen laut Nettavisen. Marius habe sich vorgebeugt und mit der Hand die Tränen der Wut und Verzweiflung abgewischt: „Was zum Teufel hat das mit dem Fall zu tun?“

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

Norwegens König Haakon VIII. legt am 1. September 2026 im Storting den Eid gemäß der Verfassung ab.
König Haakon VIII. ist zwar zwei Jahre jünger als seine Schwester Prinzessin Märtha Louise, ursprünglich hatten die Männer in Norwegens Monarchie jedoch Vorrang. Erst in den 1990ern wurde die Verfassung geändert, jedoch nicht rückwirkend. Demnach folgte Haakon seinem Vater Harald nach dessen Tod auf den Thron. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Am 25. August 2001 heiratete Haakon Mette-Marit Tjessem Høiby und machte sie so zur zukünftigen Königin Norwegens. Mette-Marit brachte ihren damals vierjährigen Sohn Marius mit in die Ehe, gemeinsam mit Kronprinz Haakon hat sie zwei Kinder. Wie 2018 bekanntgegeben wurde, ist die Kronprinzessin unheilbar an chronischer Lungenfibrose erkrankt. © Lise Åserud/NTB/AFP
Königin Sonja und König Harald 2023 bei einer Audienz im Palast vor der Verleihung des Friedensnobelpreises.
König Harald V. von Norwegen übernahm am 17. Januar 1991 nach dem Tod seines Vaters Olav V. († 87) das Zepter und blieb seinem Versprechen treu, bis zu seinem Lebensende zu regieren. Seine bürgerliche Ehefrau Sonja durfte er erst heiraten, nachdem er gedroht hatte, andernfalls für immer ledig zu bleiben. Sonja trägt auch nach Haralds Tod am 28. August 2026 weiterhin den Titel Königin. Am 29. August 2026 hätten die beiden ihren 58. Hochzeitstag gefeiert. © picture alliance/dpa/NTB/Hanna Johre
Norwegens Kronprinzessin Ingrid Alexandra bei der Vereidigung ihres Vaters König Haakon VIII. am 1. September 2026 im Storting in oslo.
Kronprinzessin Ingrid Alexandra ist das erstgeborene Kind von König Haakon und Königin Mette-Marit, nach der Verfassungsänderung hat sie in der Thronfolge Vorrang vor ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Sverre Magnus, Prinz von Norwegen, trifft im Storting ein, wo König Haakon VIII. am 1.9.2026 gemäß der Verfassung seinen Eid ablegt.
Prinz Sverre Magnus ist der jüngere Bruder von Prinzessin Ingrid Alexandra und belegt in der norwegischen Thronfolge aktuell Rang zwei. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Terje Pedersen
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen 2025 bei der Aufzeichnung einer Talkshow in Stockholm.
Prinzessin Märtha Louise ist das älteste Kind von König Harald und Königin Sonja, aufgrund der damaligen Verfassung landet sie in der Thronfolge allerdings hinter ihrem älteren Bruder Haakon und dessen Kindern. In erster Ehe war Märtha Louise mit dem Schriftsteller Ari Behn († 2019) verheiratet, die beiden ließen sich 2017 scheiden. © IMAGO/TT
Maud Angelica Behn, Emma Tallulah Behn und Leah Isadora Behn bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett in Geiranger.
Maud Angelica, Emma Tallulah und Leah Isadora stammen aus Prinzessin Märtha Louises Ehe mit Ari Behn. Maud belegt in der norwegischen Thronfolge Platz 5, dahinter folgt Leah auf Rang 6, an 7. Stelle steht Emma. © picture alliance/dpa/NTB/Cornelius Poppe
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett bei ihrer Hochzeit am 31. August 2024 in Geiranger.
Am 31. August 2024 heiratete Prinzessin Märtha Louise in Geiranger den selbsternannten Schamanen Durek Verrett. Die Beziehung ist in Norwegen umstritten, nach der Verlobung kündigte Märtha Louise an, keine offiziellen Aufgaben mehr für das Königshaus zu übernehmen. Ihren Prinzessinnen-Titel will sie zudem nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Durek Verrett ist trotz Hochzeit kein offizielles Mitglied der norwegischen Königsfamilie. © IMAGO/PPE
Marius Borg Høiby 2022 bei den Feierlichkeiten zu Prinzessin Ingrid Alexandras 18. Geburtstag.
Ebenfalls kein offizielles Mitglied der königlichen Familie ist Marius Borg Høiby. Der erstgeborene Sohn von Mette-Marit wuchs gemeinsam mit seinen beiden Halbgeschwistern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus auf, sorgte jedoch regelmäßig für negative Schlagzeilen. Im August 2024 wurde der negative Höhepunkt erreicht, nachdem Marius wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung festgenommen wurde. Hinzu kam der Vorwurf der Vergewaltigung, weshalb Marius im November 2024 eine Woche in Untersuchungshaft verbrachte. © Lise Åserud/NTB/AFP
Prinzessin Astrid 2024 bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.
Prinzessin Astrid ist die ältere Schwester von König Harald. Prinzessin Ragnhild, die älteste Tochter von König Olav V., verstarb 2012 im Alter von 82 Jahren. © IMAGO/PPE

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit erklärt nach Angaben der Zeitung Verdens Gang am Donnerstag vor Gericht, er habe zuvor Gerüchte über sich selbst gelesen, nach denen er eine Frau vergewaltigt haben soll. Deshalb habe er im Internet nach den Schlagwörtern gesucht. Schon am Vortag lagen bei Marius die Nerven blank. Verwendete Quellen: nettavisen.no, bild.de, vg.no

Rubriklistenbild: ©  Lise Åserud/dpa

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