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Öffentlicher Druck wächst
„Ich bin zutiefst erschüttert“ – Kronprinzessin Mette-Marit von Epstein-Opfer bloßgestellt
Mette-Marit meldet sich mit einer seltenen Erklärung – ausgelöst durch eine direkte Konfrontation im norwegischen Fernsehen. Das Königshaus wankt.
Am Dienstagabend (17. Februar) geriet Norwegens Königshaus erneut in die Schlagzeilen: Im Politikmagazin „Debatten“ des norwegischen TV-Senders NRK tritt Marina Lacerda (37) auf – eine der Frauen, die der verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (66, † 2019) seit ihrem 14. Lebensjahr missbraucht hat. Sie ist in den Epstein-Akten als „Minor Victim 1“ bekannt. Sie wendet sich nun direkt gegen Kronprinzessin Mette-Marit (52) von Norwegen.
Mette-Marit bezog Stellung zu Marina Lacerdas Aufforderung, ihre Rolle wahrzunehmen und sich öffentlich bei den Opfern für ihre Epstein-Beziehung zu entschuldigen.
Lacerda macht dabei keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung. Sie erklärt in der Sendung, die Kronprinzessin müsse Verantwortung für ihre Nähe zu Epstein übernehmen. Hintergrund: Mette-Marit soll Epsteins Namen bereits 2011 gegoogelt haben und hätte dadurch eigentlich wissen müssen, dass er 2008 wegen Sexualdelikten verurteilt worden war. Der Kontakt zwischen der norwegischen Thronfolgerin und dem Missbrauchstäter hielt laut Angaben des Hofes bis 2014 an.
Mette-Marit spricht über ihre Verantwortung im Epstein-Skandal
Der Sender NRK bittet den Königshof noch vor Ausstrahlung um Stellungnahme und erhält sie auch. Darin bekennt sich Mette-Marit zu ihrer Mitverantwortung. Gegenüber NRK erklärt sie: „Ich bin zutiefst erschüttert von den Geschichten der vielen Epstein-Opfer, und sie haben meine volle Unterstützung. Es ist wichtig, dass ihre Stimme gehört wird. Sowohl als Frau als auch als Mutter stehe ich hinter ihnen.“ Ihre Erklärung dazu, Epsteins Hintergrund nicht gründlicher überprüft zu haben, hatte der Königspalast bereits zuvor veröffentlicht.
Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie
Die Affäre trifft Mette-Marit in einer ohnehin belasteten Lebensphase: Die Kronprinzessin leidet seit Jahren an einer fortschreitenden Lungenfibrose. Im Dezember 2025 wurde eine Lungentransplantation als notwendig angekündigt. Ihr Sohn Marius Borg Høiby (29) steht aktuell wegen schwerer Vergehen vor Gericht. Als zukünftige Königin Norwegens steht sie unter enormem öffentlichen Druck. Der Rat für psychische Gesundheit, eine ihrer wichtigsten Partnerorganisationen, hat die Zusammenarbeit mit ihr laut der Zeitung VG ausgesetzt. Auch die schwedische Boulevardzeitung Aftonbladet berichtet über die NRK-Sendung und zitiert Lacerda mit einer Frage, die die Kronprinzessin sicherlich trifft: „Was wäre, wenn das hier ihren Kindern passiert wäre? Wie würde sie sich dann fühlen?“ Verwendete Quellen:aftonbladet.no, nrk.no, nettavisen.no, vg.no