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Tatort Gut Skaugum

Hat Marius Borg Høiby Frau in Mette-Marits und Haakons Keller missbraucht?

Verstörende neue Details im Fall Marius Borg Høiby: Videomaterial soll Vorfall auf dem Anwesen des Kronprinzenpaares belegen.

Oslo – Bevor Marius Borg Høiby (28) im vergangenen August nach der Attacke auf eine Frau in ihrer Osloer Wohnung verhaftet wurde, bewohnte er ein idyllisches Häuschen auf dem Gelände von Gut Skaugum, der Residenz von Kronprinz Haakon (51) und Kronprinzessin Mette-Marit (51), rund 25 Kilometer entfernt von Oslo. 2021 soll Marius das rote Einfamilienhaus bezogen haben – doch davor wurde das Anwesen seines Stiefvaters und seiner Mutter offenbar zum Tatort.

Skandal-Fall Marius: Das Anwesen von Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit wird zum Tatort

Vergangene Woche wurde bekannt, dass die norwegische TV-Bekanntheit Linni Meister (39) 2018 Opfer eines Übergriffs von Marius Borg Høiby wurde. Das Model konnte sich nicht an den Vorfall erinnern, bekam dann aber laut Se og Hør bei der Befragung von der Polizei erschütternde Fotos und Videos vorgelegt, die zeigen sollen, wie eine bewusstlose Linni Meister von Marius missbraucht wurde. „Ich werde dazu nichts sagen, außer, dass es wahr ist“, bestätigte Meister den Vorfall anschließend bei Snapchat.

Wer ist wer im norwegischen Königshaus? Das sind die Mitglieder der royalen Familie

Norwegens König Haakon VIII. legt am 1. September 2026 im Storting den Eid gemäß der Verfassung ab.
König Haakon VIII. ist zwar zwei Jahre jünger als seine Schwester Prinzessin Märtha Louise, ursprünglich hatten die Männer in Norwegens Monarchie jedoch Vorrang. Erst in den 1990ern wurde die Verfassung geändert, jedoch nicht rückwirkend. Demnach folgte Haakon seinem Vater Harald nach dessen Tod auf den Thron. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Kronprinzessin Mette-Marit am norwegischen Nationalfeiertag 2024 auf Gut Skaugum.
Am 25. August 2001 heiratete Haakon Mette-Marit Tjessem Høiby und machte sie so zur zukünftigen Königin Norwegens. Mette-Marit brachte ihren damals vierjährigen Sohn Marius mit in die Ehe, gemeinsam mit Kronprinz Haakon hat sie zwei Kinder. Wie 2018 bekanntgegeben wurde, ist die Kronprinzessin unheilbar an chronischer Lungenfibrose erkrankt. © Lise Åserud/NTB/AFP
Königin Sonja und König Harald 2023 bei einer Audienz im Palast vor der Verleihung des Friedensnobelpreises.
König Harald V. von Norwegen übernahm am 17. Januar 1991 nach dem Tod seines Vaters Olav V. († 87) das Zepter und blieb seinem Versprechen treu, bis zu seinem Lebensende zu regieren. Seine bürgerliche Ehefrau Sonja durfte er erst heiraten, nachdem er gedroht hatte, andernfalls für immer ledig zu bleiben. Sonja trägt auch nach Haralds Tod am 28. August 2026 weiterhin den Titel Königin. Am 29. August 2026 hätten die beiden ihren 58. Hochzeitstag gefeiert. © picture alliance/dpa/NTB/Hanna Johre
Norwegens Kronprinzessin Ingrid Alexandra bei der Vereidigung ihres Vaters König Haakon VIII. am 1. September 2026 im Storting in oslo.
Kronprinzessin Ingrid Alexandra ist das erstgeborene Kind von König Haakon und Königin Mette-Marit, nach der Verfassungsänderung hat sie in der Thronfolge Vorrang vor ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Lise Åserud
Sverre Magnus, Prinz von Norwegen, trifft im Storting ein, wo König Haakon VIII. am 1.9.2026 gemäß der Verfassung seinen Eid ablegt.
Prinz Sverre Magnus ist der jüngere Bruder von Prinzessin Ingrid Alexandra und belegt in der norwegischen Thronfolge aktuell Rang zwei. © picture alliance/dpa/NTB Pool/Terje Pedersen
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen 2025 bei der Aufzeichnung einer Talkshow in Stockholm.
Prinzessin Märtha Louise ist das älteste Kind von König Harald und Königin Sonja, aufgrund der damaligen Verfassung landet sie in der Thronfolge allerdings hinter ihrem älteren Bruder Haakon und dessen Kindern. In erster Ehe war Märtha Louise mit dem Schriftsteller Ari Behn († 2019) verheiratet, die beiden ließen sich 2017 scheiden. © IMAGO/TT
Maud Angelica Behn, Emma Tallulah Behn und Leah Isadora Behn bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett in Geiranger.
Maud Angelica, Emma Tallulah und Leah Isadora stammen aus Prinzessin Märtha Louises Ehe mit Ari Behn. Maud belegt in der norwegischen Thronfolge Platz 5, dahinter folgt Leah auf Rang 6, an 7. Stelle steht Emma. © picture alliance/dpa/NTB/Cornelius Poppe
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett bei ihrer Hochzeit am 31. August 2024 in Geiranger.
Am 31. August 2024 heiratete Prinzessin Märtha Louise in Geiranger den selbsternannten Schamanen Durek Verrett. Die Beziehung ist in Norwegen umstritten, nach der Verlobung kündigte Märtha Louise an, keine offiziellen Aufgaben mehr für das Königshaus zu übernehmen. Ihren Prinzessinnen-Titel will sie zudem nicht für kommerzielle Zwecke nutzen. Durek Verrett ist trotz Hochzeit kein offizielles Mitglied der norwegischen Königsfamilie. © IMAGO/PPE
Marius Borg Høiby 2022 bei den Feierlichkeiten zu Prinzessin Ingrid Alexandras 18. Geburtstag.
Ebenfalls kein offizielles Mitglied der königlichen Familie ist Marius Borg Høiby. Der erstgeborene Sohn von Mette-Marit wuchs gemeinsam mit seinen beiden Halbgeschwistern Ingrid Alexandra und Sverre Magnus auf, sorgte jedoch regelmäßig für negative Schlagzeilen. Im August 2024 wurde der negative Höhepunkt erreicht, nachdem Marius wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung festgenommen wurde. Hinzu kam der Vorwurf der Vergewaltigung, weshalb Marius im November 2024 eine Woche in Untersuchungshaft verbrachte. © Lise Åserud/NTB/AFP
Prinzessin Astrid 2024 bei der Hochzeit von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett.
Prinzessin Astrid ist die ältere Schwester von König Harald. Prinzessin Ragnhild, die älteste Tochter von König Olav V., verstarb 2012 im Alter von 82 Jahren. © IMAGO/PPE

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Was bisher nicht bekannt war, ist der Tatort. Ein Video, das bei Marius gefunden wurde, soll zeigen, wie Freunde, darunter Marius Borg Høiby und Linni Meister, bei bester Laune Spiele spielten – Umstände, an die sich der TV-Promi auch noch erinnern kann. Ein weiterer Clip soll dann Berichten von Se og Hør zufolge den Missbrauch dokumentieren – im Keller von Kronprinzessin Mette-Marits und Kronprinz Haakons Anwesen Gut Skaugum.

Gefängnis, Bewährung, Geldstrafe: Was erwartet Marius Borg Høiby?

Wie die norwegische Online-Zeitung Nettavisen berichtet, drohen Marius im schlimmsten Fall zehn Jahre Gefängnis, falls ihn das Gericht der Vergewaltigung für schuldig erklärt. Bis zu sechs Jahre Haft könnten auf ihn zukommen, sollte er wegen Missbrauch oder Gewalt in engen Beziehungen für schuldig befunden werden.

Bei einer Verurteilung wegen Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung dürfte das Urteil milder ausfallen, maximal ein Jahr Freiheitsstrafe oder auch nur eine Geldstrafe würde Marius dann erwarten.

Missbrauch, Diebstahl, umstrittene Privatpartys: Was passierte alles unter dem Dach von Gut Skaugum?

Wie schon so oft in den vergangenen Monaten dürfte das die Frage befeuern, wie viel das Kronprinzenpaar über Marius‘ Verhalten wusste. Im November 2024 wurde bekannt, dass Marius keinen Zugang mehr zu Mette-Marits und Haakons Anwesen hat, nachdem das Kronprinzenpaar unter anderem bei Privatpartys bestohlen worden sein soll, zudem soll Marius das ihm zur Verfügung gestellte Haus mehrfach komplett verwüstet haben.

Neu ausgewertetes Videomaterial soll einen Übergriff von Marius (rechts) in den Kellerräumen des Anwesens von Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit zeigen. (Fotomontage)

Linni Meister, die eigentlich als gute Freundin von Marius Borg Høiby galt, hält sich trotz allem mit Anschuldigungen zurück. „Vor allem, um mich und meine Familie zu schützen, und weil mir die Familie dieser Person wirklich am Herzen liegt“, so der Reality-Star. Am vergangenen Wochenende kam es jetzt zu einem Geheimtreffen von Marius, Kronprinz Haakon und Prinzessin Ingrid Alexandra (21), bei dem die neuesten Enthüllungen und der drohende Prozess mit Sicherheit Gesprächsthema gewesen sein dürften. Verwendete Quellen: snapchat.com, nettavisen.no, seher.no

Rubriklistenbild: © IMAGO/Photo News/TT

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