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„Wusste ich nicht“
Epstein „hat mich manipuliert“: Kronprinzessin Mette-Marit im TV den Tränen nah
Tränen in den Augen, zitternde Stimme: Mette-Marit bricht im TV ihr Schweigen über Jeffrey Epstein – sie habe sich von ihm „manipulieren und täuschen“ lassen.
„Ich wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen“, betont Mette-Marit im TV-Interview. Die Bekanntschaft geht auf das Jahr 2011 zurück – über gemeinsame Bekannte aus dem internationalen Gesundheitswesen lernten sich die beiden kennen. Als UNAIDS-Sonderbotschafterin reiste die Kronprinzessin damals regelmäßig in die USA. In E-Mails tauschten sich beide über private Dinge aus – darunter Weihnachtsgrüße, Treffen und sogar Ratschläge in Herzensangelegenheiten. Dass sie Epstein zwischenzeitlich sogar gegoogelt hatte, räumt Mette-Marit offen ein – und doch: „Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war.“
Mette-Marit ließ sich von Jeffrey Epstein „manipulieren und täuschen“
Besonders schwer wiegt für Mette-Marit ein Aufenthalt im Januar 2013 in Epsteins Anwesen in Palm Beach. Epstein brachte sie dort in eine Situation, in der sie sich so unwohl fühlte, dass sie Kronprinz Haakon (52) anrief. Dennoch hielt sie noch einige Zeit an der Verbindung fest – bis sie schließlich abbrach: „Es ist unglaublich wichtig für mich, Verantwortung dafür zu übernehmen, dass ich seinen Hintergrund nicht gründlicher überprüft habe. Und Verantwortung dafür zu übernehmen, dass ich mich so sehr manipulieren und täuschen ließ.“
Für das lange Schweigen gibt es mehr als einen Grund. Ihr ältester Sohn Marius Borg Høiby (29) stand wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor dem Osloer Bezirksgericht, der Prozess endete erst am Tag vor dem Gespräch mit NRK. Hinzu kommt eine chronische Lungenkrankheit, mit der die Kronprinzessin seit Jahren lebt. „Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der sich in einer sehr schwierigen Situation befunden hat“, erklärt Mette-Marit und fügt hinzu: „Außerdem ist mein Gesundheitszustand so, dass ich sehr viel Ruhe brauche. Und dieser Zustand hat sich noch etwas verschlechtert.“
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Kronprinz Haakon sitzt während des gesamten Gesprächs an ihrer Seite. Er bestätigt, von der Bekanntschaft mit Epstein stets gewusst zu haben, und richtet den Blick nach vorn: „Mette ist fürsorglich, klug und richtig stark. Und deshalb werde ich sie immer in meinem Team haben wollen, wenn etwas Schwieriges passiert.“ Für Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby ist das letzte Wort derweil noch nicht gesprochen – das Urteil fällt erst in einigen Wochen. (sk)Verwendete Quellen:nrk.no, dpa