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Betrieb rund um die Uhr: Seit dem Wochenende hat der Umbau der Pürtener Kreuzung in Waldkraiburg sichtbare Fortschritte gemacht. Die neue Bahnbrücke steht an ihrem Platz und der Knotenpunkt ist damit einen großen Schritt weiter.
Waldkraiburg – Bei Regen, bei Sonnenschein und unter Flutlicht: Seit Freitag wird an der neuen Eisenbahnbrücke in Waldkraiburg rund um die Uhr gearbeitet. Bis Mittwoch (5. November) soll alles so weit sein, dass ab 10 Uhr die Streckensperre der Bahnlinie Mühldorf-Rosenheim aufgehoben werden kann. Zum Abschluss der Brückenarbeiten steht der erneuerte Gleisaufbau.
Seit Freitag Bahnfahrer auf der Strecke auf einen Schienenersatzverkehr nutzen – denn nach 22 Uhr übernahmen die Baumaschinen das Kommando am ehemaligen Bahnübergang in Waldkraiburg. Ehemalig deshalb, weil mit dem Umbau der Pürtener Kreuzung künftig keine Fahrzeuge mehr an der Schranke warten müssen.
Brücke wurde parallel zur Bahnlinie gebaut
Mit Beginn der Streckensperrung wurden zunächst die Gleise zurückgebaut, bevor in stundenlanger Arbeit der Erdwall des Bahndamms abgetragen worden ist. Wie nach einer genau abgestimmten Choreografie bewegten sich die schweren Baumaschinen auf der Baustelle und trugen insgesamt 12.000 Kubikmeter Erdreich Schaufel um Schaufel ab.
Auf dem anschließend verdichteten und exakt nivellierten Untergrund entstand die sogenannte Verschubbahn, über die die 3.500 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke an ihren endgültigen Platz geschoben wurde. Ein Spektakel, das sich viele Schaulustige trotz des Regens nicht entgehen lassen wollten. Die Brücke wurde in den vergangenen Monaten parallel zur Bahnlinie gebaut.
Umbau der Pürtener Kreuzung: Bilder vom Brückeneinschub
Nach dem erfolgreichen Einschub der Brücke wiederholte sich das Spiel in umgekehrter Reihenfolge: 5.500 Kubikmeter Erde wurden in 50 Zentimeter dicken Schichten aufgefüllt und verdichtet. Rund 14 Stunden sollten diese Arbeiten laut Matthias Grasberger, Bauleitung Straßenbau beim Staatlichen Bauamt Rosenheim, dauern. Nachdem die Widerlager der Brücke verfüllt und der Bahndamm wieder aufgeschüttet waren, konnte am Dienstagmittag mit dem Gleisaufbau begonnen werden.
Wo noch vor wenigen Tagen Züge über den Bahndamm rollten, öffnet sich nun der Blick unter der neuen Brücke hindurch – ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Umbau der Pürtener Kreuzung einen großen Schritt vorangekommen ist.
Im südlichen Teil der Baustelle sind die Arbeiten soweit abgeschlossen. Auch der neue Kreisverkehr an der Teplitzer Straße ist aktuell noch im Bau, aber bereits weit fortgeschritten. Die erste Asphaltschicht ist eingebaut. Wenn alles weiter nach Plan läuft, soll die komplette Maßnahme bis zum 30. April 2026 abgeschlossen sein. In den leistungsfähigen und verkehrssicheren Knotenpunkt investiert das Staatliche Bauamt Rosenheim insgesamt rund 17,5 Millionen Euro.