„Ein super Projekt - von Kindern für Kinder“
Ein Spielplatz in Eigenregie: So können Kraiburger Kinder mitgestalten
Ein neuer Spielplatz in der Kumpfmühle ist geplant. Das steht fest. Noch völlig offen ist aber, wie er aussehen soll. Eltern und Kinder sind am Samstag, 25. März, zur kreativen Mitarbeit aufgefordert.
Kraiburg - Mit Spielplätzen ist das so eine Sache. Für Erwachsene kann er ganz cool aussehen und abwechslungsreich. Aber ist er es auch für Kinder? Kinder haben manchmal ganz andere Vorstellungen, was abenteuerlustig ist und was eben nur gut zum Spielen ist. Der geplante Spielplatz in der Kumpfmühle soll aber genau das werden: ein Abenteuerplatz für die Kinder. Deshalb ist deren Expertise gefragt.
„Wir wollen nicht nur einen Spielplatz bauen, sondern die Leute sollen sich auch beteiligen“, sagte Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Das nächste Projekt mit Partizipation in Kraiburg, das sich an die Jüngsten der Gemeinde richtet. Zuletzt beim Pumptrack griffen die Jugendlichen selbst zur Schaufel, bessern immer wieder aus bei Bedarf. Jetzt holt Kraiburg die Kinder und Jugendlichen das nächste Mal mit ins Boot.
Wünschen und Bedürfnissen gerecht werden
„In erster Linie geht es darum, dass der Spielplatz angenommen wird“, sagt Familienreferent Adrian Hilge (SPD), der das Projekt begleitet. Den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder soll der Spielplatz gerecht werden, und zwar so, wie sie ihn sich vorstellen. „Kinder spielen zwar mit allem, aber es geht auch um ein Abenteuer.“
Dass sie sich mit dem Spielplatz besser identifizieren, wenn sie selbst mit anpacken, ist ein willkommener Nebeneffekt. Vorrangig soll sich der neue Spielplatz an Kinder bis zum Grundschulalter richten, aber: „Wenn sich Jugendliche mit ihren Ideen einbringen wollen, dann wollen wir gerne darauf eingehen. Der Spielplatz soll ein Treffpunkt für alle werden.“ Ein Ort für ein soziales Miteinander, ein Ort für Begegnungen.
Ganz allein auf sich gestellt sind die Kinder und Jugendlichen nicht. Ein Spielplatzbauer und ein Pädagoge unterstützen das Projekt mit ihrem Wissen. Am Samstag (25. März) startet das Projekt in der Remise. Es geht darum, einen ersten Plan zu gestalten, erste Modelle zu basteln. „Es wird viel mit Naturmaterialien gebastelt. Auch der Spielplatz soll viel mit Naturmaterialien umgesetzt werden“, sagt Hilge. Wer am Samstag keine Zeit hat, kann bei der Gemeinde noch schriftlich seine Ideen einbringen.
„Wir bauen einen Spielplatz“
Die Gemeinde Kraiburg baut einen neuen Spielplatz, Eltern und Kinder können sich beteiligen. Am Samstag, 25. März, um 14 Uhr, haben sie bei einem ersten Termin in der Remise die Möglichkeit, ihre Ideen in den Entwicklungsprozess einzubringen. Die Kinder werden mit Naturmaterialien erste Modelle anfertigen.
Sobald alle Ideen vorliegen, soll zunächst einmal geprüft werden, welche Vorschläge sich realisieren lassen. Dann sind die Kinder das zweite Mal gefragt: „Die Kinder müssen sich darauf einigen, welcher Vorschlag umgesetzt werden soll. Auch aus diesem Prozess können sie etwas lernen.“
In Umsetzung einbinden
Vorbild für das Projekt sei die Gemeinde Gars, wo ein Spielplatz auf die gleiche Weise umgesetzt worden ist. Deshalb habe auch Bürgermeisterin Petra Jackl Kontakt aufgenommen und die Gemeinde jetzt eine Firma an der Seite hat, die sie dabei unterstützt.
Aber mit den Ideen allein ist es nicht getan: „Wir wollen die Kinder und Eltern auch in die Umsetzung mit einbinden“, sagt Adrian Hilge. Bretter sägen, anmalen, vieles ist beim Bau eines Spielplatzes auch für die Kinder möglich. Das Projekt ist auf eine Dauer von zwei Jahren angelegt. „Der Spielplatz soll schrittweise umgesetzt werden, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.“
Adrian Hilge ist schon gespannt auf die Idee, die die Kinder am kommenden Samstag entwickeln werden. „Sie können ihre Phantasie ausleben lassen. Das ist ein super Projekt - von Kindern für Kinder.“