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SPD stellt Sicherheit infrage

Katastrophale Löschwasserversorgung: Sind die Neumarkter Feuerwehren nicht einsatzbereit?

2019 brannte es lichterloh in der Altöttinger Straße. Die Genossenschaft wurde ein Raub der Flammen. Wichtig war der Einsatz der Drehleiter, die immer wieder in Neumarkt gefordert wird, letztlich aber kaum finanzierbar erscheint.
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2019 brannte es lichterloh in der Altöttinger Straße. Die Genossenschaft wurde ein Raub der Flammen. Wichtig war der Einsatz der Drehleiter, die immer wieder in Neumarkt gefordert wird, letztlich aber kaum finanzierbar erscheint.

Kreisbrandmeister lässt kein gutes Haar am Zustand der sieben Wehren: „So schlecht wie nirgends sonst.“

Neumarkt-St. Veit – Ungewöhnliche Gäste bei der Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins im Gasthaus Hotel Post. Denn Vorsitzender Ulrich Geltinger begrüßte als Gastredner den Kreisbrandrat von Mühldorf, Harald Lechertshuber, sowie den zuständigen Kreisbrandmeister Christian Biberger. Geltinger begründete diesen nachträglich eingeschobenen Tagesordnungspunkt mit der allgegenwärtigen Diskussion um die Erfüllung des Bedarfsplanes der Feuerwehren in und um Neumarkt-St. Veit.

Lechertshuber spricht auch die Kosten an

„Jahrelang passiert nichts Außerordentliches. Man fühlt sich in Sicherheit, und man vergisst dabei die Verbesserung und Erneuerung der Ausrüstungen“, begann er seine Ausführungen. Als Beispiel diene die Bundeswehr: „Hier hat man jahrelang alles schleifen lassen. Jetzt im Ernstfall sind wir nicht einsatzfähig. Das soll mit unserer Feuerwehr nicht geschehen“, warnte Geltinger. Er gab gleichzeitig aber zu bedenken, dass die Finanzlage der Stadt sehr angespannt sei, wobei die Kosten für die Bauten an der Kläranlage noch gar nicht überschaubar seien.

Damit bat er Kreisbrandmeister Biberger um einen Bericht über die sieben Neumarkter Feuerwehren. Dieser bezeichnete den Gesamtzustand aller sieben Wehren als so schlecht wie nirgends sonst. Am katastrophalsten stehe es um die Löschwasserversorgung. Wichtig sei ihm die fachliche Information der Stadt und der Verwaltung, die aber nicht so recht vorwärtsgehe. Außerdem gebe es in der Stadt Gebäude, wo ein zweiter Rettungsweg erforderlich, aber nicht vorhanden sei. Ab hier entspann sich eine Diskussion, in der über eine notwendige Drehleiter nachgedacht wurde, da die die zuständigen Leitern in Mühldorf und Gangkofen eine zu lange Anfahrtszeit hätten. Kosten von 700 000 Euro kamen dabei zur Sprache.

Kreisbrandrat Lechertshuber hob die Wichtigkeit aller sieben Wehren hervor. Die ländlichen würden beim Personalproblem hilfreich sein und auch die Verhältnisse am Ort am besten kennen. Die bedürfen der besonderen Unterstützung. Hier zweifelte er die Kompetenz des ehemaligen Feuerwehrreferenten Michael Asbeck an, den nur die Hörberinger Feuerwehr interessiert habe. „Der Berater des Stadtrates und des Bürgermeisters ist der Feuerwehrkommandant“, erwähnte er die Rechtslage. „Und in diesem Falle ist es der Kommandant der größten Wehr, also der Neumarkter. Da besteht Einverständnis, und die Neumarkter haben sogar einen zweiten Vorstand extra für Beratung beschlossen.“

Lechertshuber schlägt ein Gremium vor, dass aus dem Bürgermeister, aus Stadträten aller Fraktionen, aus ihm und Kreisbrandmeister Christian Biberger besteht. Dieses Gremium soll einvernehmlich nach Lösungen suchen, den Bedarfsplan nach Kräften zu erfüllen. SPD-Vorsitzender Geltinger versprach, mit seiner Partei dieses Vorhaben zu unterstützen und mit Anträgen im Stadtrat für eine Drehleiter und zur Überprüfung der Löschwassersituation auf die Verwaltung einzuwirken.

Forderung nach einer Drehleiter

„Die Sicherheit der Bürger ist uns wichtig“, betonte er, und der Kreisbrandrat fügte hinzu: „Der Bürger braucht diese Sicherheit. Und die einsatzbereite Feuerwehr ist für die Weiterentwicklung der Stadt von großer Bedeutung.“

Weitere Meldungen aus dem Landkreis Mühldorf

Die anschließenden Neuwahlen im SPD-Ortsverein brachten ausschließlich einstimmige Ergebnisse. So führt Ulrich Geltinger den Ortsverband weiterhin an. Unterstützt wird er neuerdings vom Zweiten Vorsitzenden Ludwig Spirkl. Neuer Kassier wird Dr. Rudi Geltinger, Schriftführerin bleibt Michele Gaulinger. Zu Delegierten der Stimmkreiskonferenz ernannte die Versammlung Ludwig Spirkl, Ersatz ist Michele Gaulinger. Ebenso wurden diese Beiden als Delegierte zur Unterbezirkskonferenz gewählt.

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