Atoma-Multipond zieht nach Ampfing
Ampfing plant neues Gewerbegebiet und ein Sondergebiet für Batteriespeicher
Ampfing wächst und rüstet sich für die Zukunft: Für das Unternehmen Atoma-Multipond soll ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Zudem soll in der Gemeinde ein Sondergebiet für einen Batteriespeicher entstehen.
Ampfing – Die Gemeinde Ampfing will bei Reit ein neues, rund sieben Hektar großes Gewerbegebiet schaffen. Außerdem soll nördlich der Isen ein Sondergebiet für einen Batteriespeicher entstehen. Der Gemeinderat hat beide Vorhaben in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.
Seit etwa eineinhalb Jahren ist bekannt, dass das Waldkraiburger Unternehmen Atoma-Multipond nach Ampfing umziehen möchte, da es am bisherigen Standort keinen Platz mehr hat. Geplant ist ein neues Firmengelände bei Reit, direkt an der Staatsstraße. Das Problem: Die Fläche ist derzeit landwirtschaftlich genutzt. Um den Bau des neuen Werks zu ermöglichen, soll der Flächennutzungsplan geändert und das Gelände als Gewerbegebiet ausgewiesen werden.
Ein entsprechender Entwurf lag dem Gemeinderat nun vor. „Die geplante Änderung wurde bereits im Vorfeld mit der Regierung von Oberbayern abgestimmt“, erklärte Bürgermeister Josef Grundner (CSU). Auch weitere Fachstellen seien zu öffentlichen Interessen befragt worden.
Der Gemeinderat stimmte dem Entwurf einstimmig und ohne Diskussion zu. Die Verwaltung wurde beauftragt, das Verfahren zu starten und die erste Beteiligungsrunde für Behörden und Öffentlichkeit vorzubereiten.
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung betraf ein Grundstück nördlich der Isen. Dieses gemeindeeigene Areal soll als Sondergebiet für Batteriespeicher ausgewiesen werden. „Das ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende“, betonte Bürgermeister Grundner. Ob, wann und wie dort tatsächlich ein großer Stromspeicher gebaut wird, sei zwar noch offen – aber man müsse nun den ersten Schritt machen.
Auch diesem Vorhaben stimmte der Gemeinderat ohne Einwände zu. Die Verwaltung soll jetzt auch hier die nötigen Verfahren einleiten und mit der ersten Beteiligungsstufe beginnen.
