Gesundheitsamt Mühldorf gibt Tipps
Affenpocken: So schützen Sie sich am besten
Die Affenpocken haben die Region noch nicht erreicht, besondere Vorsichtsmaßnahmen gibt es noch nicht. Das Gesundheitsamt Mühldorf beobachtet die Entwicklung aber genau und gibt Hinweise.
Mühldorf – Es gibt erst wenige Fälle der Affenpocken in Deutschland, auch im Landkreis ist kein Fall bekannt. Im Mühldorfer Gesundheitsamt ist man trotzdem aufmerksam. „Wir behalten täglich die Entwicklung im Blick und studieren die einschlägige Literatur sowie die medizinisch fundierte aktuelle Berichterstattung zu dem Thema“, sagt Dr. Benedikt Steingruber, der Leiter des Gesundheitsamts.
Allerdings hält er die Gefahr durch das Virus für nicht vergleichbar mit dem Coronavirus. „Affenpocken sind weniger ansteckend als das Corona-Virus. Infektionsfälle durch Aerosole sind bis dato nicht bekannt“, sagt er.
Wohl keine Verbreitung durch die Luft
Damit fällt vor allem der wichtigste Verbreitungsweg weg, über den sich das Coronavirus seine Wirte sucht: die Luft. „Darüber hinaus haben die Affenpocken eine längere Inkubationszeit als das Corona-Virus. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand lassen sich deshalb Affenpocken nicht mit Corona vergleichen.“
Dadurch sei auch die Ansteckung von Mensch zu Mensch eher selten. „In den meisten Fällen erfolgt die Ansteckung von Menschen durch infizierte Tiere“, sagt Steingruber. Nagetiere und Affen verbreiten es am häufigsten. „In Endemie-Gebieten, vor allem in Afrika, sollte deshalb der Kontakt zu potenziell infektiösen Tieren gemieden werden“, sagt der Chef des Mühldorfer Gesundheitsamts. „Da die Übertragung von Mensch zu Mensch nur bei engem Kontakt möglich ist, lauten die Grundregeln: Abstand halten und Händehygiene beachten!“
Pockenimpfung dürfte schützen
Wer bis Mitte der 1970er Jahre gegen die Pocken geimpft wurde, ist laut Steingruber nach bisherigen Erkenntnissen geschützt.
hon