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Bei Aufführung in Burghausen

Nach schwerem Sturz und Lebensgefahr: Artistin des Circus Krone ist auf einem guten Weg

Der Partner der Artistin Yefgen Abakumov, Priv.-Doz. Dr. Jens Rachinger, Chefarzt der Neurochirurgie, die Artistin Amalia Avanesian, Prof. Dr. Kolja Gelse, Chefarzt der Unfallchirurgie
am Klinikum Traunstein
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Der Partner der Artistin Yefgen Abakumov, Priv.-Doz. Dr. Jens Rachinger, Chefarzt der Neurochirurgie, die Artistin Amalia Avanesian, Prof. Dr. Kolja Gelse, Chefarzt der Unfallchirurgie am Klinikum Traunstein

Nach ihrem Unfall mit schwersten Verletzungen ist die Artistin des Circus Krone dank erfolgreicher Behandlung im Klinikum Traunstein auf dem Weg der Besserung.

Mitteilung im Wortlaut

Burghausen - Die Besucherinnen und Besucher der Abend-Vorstellung des Circus Krone am 21. September in Burghausen freuten sich auf die Darbietung des Duos „Flash of Splash“, ausgezeichnet mit dem Bronzenen Clown auf dem Internationalen Circus-Festival von Monte Carlo. Doch dann erlebten sie hautnah einen furchtbaren Unfall: Die Artistin Amalia Avanesian rutschte bei einem Kunststück an von der Decke hängenden Bändern ab, prallte aus sechs Metern Höhe auf den Kopf und verletzte sich lebensgefährlich. 

Noch vor Ort wurde die bewusstlose 29-Jährige von im Publikum anwesenden Ärzten erstversorgt. Mit dem alarmierten Rettungshubschrauber „Christoph 14“ wurde sie direkt in das Klinikum Traunstein gebracht, das als Überregionales Traumazentrum und zugelassene SAV-Klinik (Behandlung von Arbeitsunfällen mit schwersten Verletzungen) zu jedem Zeitpunkt auf eine umfassende Infrastruktur für die Behandlung solch schwerer Unfallverletzungen zurückgreifen kann. Nach dem kurzen Flug von Burghausen nach Traunstein unter intensiver Betreuung kümmerte sich sofort ein interdisziplinäres Ärzte-Team in der Notaufnahme des Klinikums um sie und legten die Artistin in ein künstliches Koma. Die erschütternde Diagnose nach den umgehend eingeleiteten Untersuchungen lautete „schwere Verletzungen im Bereich des Kopfes und des Beckens“. 

Eine Notoperation war unabdingbar und wurde auch sofort von einem eingespielten interdisziplinären Team aus Neurochirurgen, Unfallchirurgen und Intensivmedizinern durchgeführt.  Der Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädischen Chirurgie, Prof. Dr. Kolja Gelse weiß noch: „Zu Beginn war die Prognose für Frau Avanesian äußerst kritisch.“ Und der Chefarzt der Neurochirurgie, Priv.-Doz. Dr. Jens Rachinger ergänzt: „Durch den schweren Sturz war ihre Gehirnfunktion deutlich beeinträchtigt.“

Welche Herausforderungen sich den Ärzten stellten, skizzieren die beiden erfahrenen Chirurgen. Priv.-Doz. Dr. Rachinger schildert: „Bei der Patientin lag eine diffuse Hirnverletzung vor. Zunächst war es notwendig, eine kleine Öffnung in der Schädeldecke zu schaffen, über die in das Hirngewebe eine Sonde zur Messung des Druckes im Schädelinneren eingelegt wurde. Anhand dieser Werte konnte dann eine optimale Therapiesteuerung erfolgen.“ Prof. Dr. Gelse fügt hinzu: „Da das Gehirn immer Vorrang vor jedem Knochenbruch hat, musste wir der Patientin vor Versorgung der Beckenfraktur zunächst einige Tage absolute Ruhe gewähren.

Jedwede weitere invasive Maßnahme musste zunächst aufgeschoben werden, sonst wäre der Hirndruck wieder kritisch angestiegen. Doch nach einigen Tagen kehrte die Gehirnfunktion langsam wieder zurück und die Patientin konnte aus dem künstlichen Koma erwachen. Um die Patientin auch wieder mobilisieren zu können, führten wir dann eine weitere Operation zur Stabilisation des gebrochenen hinteren Beckenrings mit einer minimal-invasiven Technik durch.“

Nach den erfolgreichen Operationen besserte sich der Zustand der jungen Ukrainerin schrittweise. Während der gesamten Zeit fest an ihrer Seite war ihr Circus-Partner und Lebensgefährte Yefgen Abakumov, der die junge Frau täglich besuchte und immer für sie da war. Nach einigen weiteren Tagen konnte sie bereits von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt werden. Priv.-Doz. Dr. Jens Rachinger zeigt sich beeindruckt: „Sie hatte wirklich eine enorme Willenskraft. Bei der Visite traf man sie schon wieder fleißig Vokabeln lernend an.“ Auch die Heilung der Verletzungen am Becken machte große Fortschritte, so Prof. Dr. Kolja Gelse: „Nach der operativen Stabilisation der Beckenfraktur konnte sie unter Anleitung der Physiotherapeuten sehr gut mobilisiert werden und konnte bei ihrer Entlassung aus unserer Klinik sogar wieder ohne Hilfsmittel laufen.“

Beim Entlassungsgespräch, so berichten die Ärzte, war die drängendste Frage der jungen Artistin, ab wann sie wieder richtig trainieren könne. Aber so schnell wird es wohl doch nicht gehen, ist die einhellige Meinung der beiden Chefärzte, zunächst folge eine weitere Phase in einer Rehabilitationsklinik. 

„Die Direktion des Circus Krone, Jana Mandana Lacey-Krone und Martin Lacey jr., und das gesamte Circus Krone Team stehen Amalia Avanesian in dieser schwierigen Zeit bei und hoffen auf schnelle und vollständige Genesung“, so schreibt das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite, und dankt der Luftrettung und den Ärzten für die hochprofessionelle Versorgung der Artistin. Wir von den Kliniken Südostbayern können uns den guten Wünschen des Circus Krone nur anschließen und freuen uns schon jetzt, das preisgekrönte Duo „Flash of Splash“ wieder in der Manege bejubeln zu dürfen. (Pressemitteilung Kliniiken Südostbayern)

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