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Wacker Chemie bezieht Stellung

Paukenschlag nach drei Jahren: Projekt RHYME Bavaria in Burghausen gescheitert

Wacker Chemie
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Eine Schautafel mit der Aufschrift „Wacker“ steht vor einer Anlage auf dem Gelände der Wacker Chemie.

Am Standort Burghausen wäre der Aufbau einer Wasserelektrolyse und einer Methanolanlage im Rahmen des Projekts RHYME Bavaria geplant gewesen. Doch nun der Paukenschlag nach über drei Jahren.

Burghausen – Mitte 2020 initiierte Wacker Chemie an seinem Standort in Burghausen das Projekt RHYME Bavaria, das auf die nachhaltige Erzeugung von Wasserstoff und Methanol abzielte. Der Einsatz von grünem Wasserstoff sollte dazu dienen, unvermeidbare CO2-Emissionen zu kompensieren und klimaneutrales Methanol für die Herstellung von Siliconen zu produzieren. Im Rahmen des Projekts plante Wacker den Aufbau einer Wasserelektrolyseanlage und einer Methanolanlage am Standort Burghausen. Ziel war es, einen bedeutenden Schritt in Richtung der Dekarbonisierung chemischer Prozesse und Produkte zu setzen.

Projekt RHYME Bavaria in Burghausen gescheitert

Wacker gab nun bekannt, dass das Projekt RHYME Bavaria vorerst eingestellt wurde, nachdem es über drei Jahre in Entwicklung war. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben zu dieser Entscheidung geführt. Die Produktion von erneuerbarem Methanol ist gegenwärtig nicht wettbewerbsfähig, da sie einen hohen Strombedarf und hohe Stromkosten mit sich bringt. Die Umsetzung des Projekts würde in den ersten Jahren eine Förderung der Betriebskosten erfordern, doch zahlreiche Förderanträge, die darauf abzielten, waren nicht von Erfolg gekrönt.

Zusätzlich dazu besteht aufgrund regulatorischer Vorgaben die Notwendigkeit, das Projekt vor dem Jahr 2028 in Betrieb zu nehmen. Dies ist jedoch zeitlich nicht mehr machbar, da die erforderliche Förderung fehlt. Obwohl das Projekt vorerst auf Eis liegt, hegt Wacker die Hoffnung, es in der Zukunft umzusetzen. Dies erfordert jedoch veränderte Rahmenbedingungen, insbesondere die Verfügbarkeit von erneuerbarem Strom in großen Mengen zu wettbewerbsfähigen Preisen sowie eine entsprechende Infrastruktur für Strom und Wasserstoff. Zudem sind regulatorisch niedrigere Umsetzungsbarrieren und unbürokratische Förderprogramme vonnöten.

Wacker Chemie setzt weiter auf Klimaneutralität

Ungeachtet der vorläufigen Einstellung von RHYME Bavaria wird Wacker weiterhin konsequent seinen Weg zur Klimaneutralität verfolgen. Das Unternehmen setzt derzeit weltweit zahlreiche Projekte um, um dieses Ziel zu erreichen. Diese Bemühungen finden externe Anerkennung, wie die externe Validierung des Net Zero 2045 Ziels von Wacker Ende des letzten Jahres zeigt. Bei einer der maßgeblichen Nachhaltigkeitsbewertungen, dem CDP, erzielte Wacker als eines der wenigen Unternehmen weltweit in der Kategorie Klimaschutz die Bestnote.

mck mit Material der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen mbH

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