Kommunalwahl 2026
AfD-Stadtrat will Bürgermeister von Burghausen werden – erste Nominierung bekannt
In Burghausen hat die AfD bereits ihren Bürgermeisterkandidaten ins Rennen geschickt: Thomas Schwembauer sei bereits nominiert, kündigte er während der jüngsten Stadtratssitzung an.
Burghausen – Während der Besprechung einiger seiner Anträge kündigte AfD-Stadtrat Thomas Schwembauer bei der jüngsten Stadtratssitzung an, dass er bei der bevorstehenden Kommunalwahl als Bürgermeister kandidieren werde – er sei bereits nominiert. Damit ist die AfD die erste Partei, die offiziell einen Kandidaten für das Amt benennt.
Der amtierende Bürgermeister Florian Schneider (SPD) bejahte auf Anfrage von innsalzach24.de, wieder kandidieren zu wollen. Die Nominierungsveranstaltung findet Ende Oktober statt. Am 21. Oktober werden auch die Grünen ihren Kandidaten vorstellen, die CSU am 10. November und die UWB am 27. November. Die FDP schickt dieses Mal keinen Kandidaten ins Rennen.
Schwembauers politische Stoßrichtungen
Thomas Schwembauer ist Diplom-Ingenieur und lebt in Burghausen. Er ist Vorsitzender des Kreisverbands der AfD und als Kreisrat sowie als stellvertretender Vorsitzender im Bundesfachausschuss „Europa und Demokratie“ aktiv. In seinen Antworten auf die Wahlfragen zur Landtagswahl 2023 betonte Schwembauer wiederholt seine Kritik an der EU und beim Thema Klimawandel vertritt er die Position, dass dieser auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist und der menschengemachte Anteil unklar ist.
Schwembauers Positionen zur regionalen Politik sind eng mit seiner Vorstellung von Leistungsgerechtigkeit verbunden. Er kritisiert, dass auf Bundesebene über die Finanzierung der Krankenhäuser entschieden wird, weil dadurch seiner Ansicht nach zu wenig Spielraum bestehe, lokal mitzugestalten. Der AfD-Bürgermeisterkandidat fordert eine stärkere Nutzung der Wasserkraft entlang der Salzach und tritt für eine dezentrale Energiepolitik ein. Windkraftanlagen im Staatsforst Altötting lehnt er ab.
Was Burghausen betrifft, erkennt Schwembauer „in der Gesamtschau vieler Einzelentscheidungen einen Umbau Burghausens in eine sogenannte ‚Smart City‘“. Dazu erklärte der Bürgermeisterkandidat: „Als sich Bürgermeister Schneider in einer Stadtratssitzung verplapperte und sagte, ob dann am Eingang der Stadt Schranken aufgestellt werden, entscheidet dann der nächste Stadtrat‘, wurde mir bewusst, dass ich für das Bürgermeisteramt kandidieren muss, um diesem Umbau Burghausens in eine Datensammel-Krake etwas entgegenzusetzen.“
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