Aufregung und Großeinsatz in Altötting
Mann sticht Kontrahenten (22) brutal nieder – und wird nach Flucht in Österreich verhaftet
Altötting – In der Nacht auf Sonntag (28. September) ist es in Altötting zu einem versuchten Tötungsdelikt gekommen. Inzwischen hat die Polizei weitere Details dazu bekannt gegeben.
Update, 11.30 Uhr - Pressemitteilung der Polizei:
Pressemitteilung PP Oberbayern Süd im Wortlaut:
Am Sonntag (28. September) gegen 2.25 Uhr wurde über den Notruf des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd von Passanten mitgeteilt, dass in der Burghauser Straße in Altötting ein Mann mit Stichverletzungen aufgefunden wurde. Nach derzeitigen Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass ein zunächst Unbekannter den 22-jährigen Mann aus Mühldorf am Inn mit einem Messer schwer verletzt habe und anschließend in unbekannte Richtung geflüchtet sein soll.
Das Opfer, ein türkischer Staatsangehöriger, erlitt lebensgefährliche Stichverletzungen im Bauchbereich. Er wurde durch Rettungskräfte in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und dort operativ versorgt. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte befindet er sich mittlerweile in einem stabilen Zustand.
Unter der Einsatzleitung der örtlich zuständigen Polizeiinspektion Altötting erfolgten mit Unterstützung umliegender Dienststellen, der Bundespolizei sowie einem Polizeihubschrauber umfangreiche Fahndungsmaßnahmen. Diese führten zunächst nicht zur Ermittlung bzw. Festnahme eines Tatverdächtigen. Noch in der Nacht übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein die weiteren Untersuchungen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts werden nun durch das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein fortgeführt.
Im Rahmen erster Ermittlungen ergaben sich Verdachtsmomente gegen einen heranwachsenden Mann aus Altötting. Der Mann, deutscher und türkischer Staatsangehöriger, konnte mit Unterstützung des Kommissariats 6 der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim im Raum Braunau (Österreich) lokalisiert werden. Die österreichische Polizei verhaftete den Tatverdächtigen noch am späten Abend des 28. September.
Auf Grund eines bestehenden europäischen Haftbefehls soll nach dem Bestreben der sachleitenden Staatsanwaltschaft der Tatverdächtige zeitnah nach Deutschland ausgeliefert werden. Diesbezüglich finden derzeit Abstimmungen auf justizieller und behördlicher Ebene statt. Hintergründe und Motiv der Tat sind derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. (Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd)
Die Erstmeldung:
Große Aufregung herrschte in den frühen Sonntagmorgenstunden (28. September) in der Burghauser Straße. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Polizei war im Einsatz und hatte das Areal rund um die Burghauser Straße 3 großräumig abgesperrt. Kurz zuvor war es in diesem Bereich gegen 2.30 Uhr zu einem versuchten Tötungsdelikt gekommen, wie Michael Spessa, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, im Gespräch mit innsalzach24.de erklärte.
Nach derzeitigem Stand habe ein dringend Tatverdächtiger mit einem Messer auf eine Person eingestochen. Die genauen Hintergründe der Tat sind derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Aufgrund konkreter Hinweise habe man aber einen mutmaßlichen Täter ausmachen können.
Weil dieser dringend Tatverdächtige vom Tatort flüchtete, kam es im Rahmen der Fahndung zu einem weiteren verstärkten Polizeieinsatz in und rund um Altötting, auch Hubschrauber kreisten deshalb über der Stadt.
Tatverdächtigen festgenommen
Mittlerweile habe man einen dringend Tatverdächtigen festnehmen können, so die weiteren Ausführungen von Michael Spessa. Das Opfer habe den Angriff überlebt, sei mit Stand Montagmorgen in einem stabilen Zustand, nachdem es am Sonntagmorgen umgehend in ein Klinikum gebracht und versorgt worden war.
Auch am Sonntagvormittag war das Areal um die Burghauser Straße noch abgesperrt. Zeugen konnten Beamte der Kripo beobachten, wie weitere Spuren gesichert wurden. Auch von einer großen Blutlache war die Rede.
Wie es zu der Festnahme kam und Details zum vermeintlichen Täter sowie Opfer will das Polizeipräsidium zeitnah in einer Pressemitteilung bekannt geben. (mz)