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„Habe meinen Kindheitstraum erfüllt“

Trotz Olympia-Medaillen – dieses Rennen ist für Tögingerin Burghardt unvergesslich

Alexandra Burghardt (r.) sicherte sich im vergangenem Jahr Bronze über die 4*100-Meter-Sprint
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Alexandra Burghardt (r.) sicherte sich im vergangenem Jahr Bronze über die 4*100-Meter-Sprint.

Silber bei Olympia 2022, Bronze zwei Jahre später – die gebürtige Tögingerin Alexandra Burghardt glänzte auf der größten Bühne der Welt. Doch ihr persönliches Highlight fand sie in einem anderen Rennen.

Töging/Altötting – Vor wenigen Tagen endete die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Tokio, in welcher sich Deutschland insgesamt fünf Medaillen sichern konnte. Neben einer Goldenen und drei Silbernen, war zum Abschluss auch völlig überraschend eine Bronzene mit dabei: die 4*100-Meter-Staffel der Frauen konnte sich wie schon im vergangenen Jahr bei Olympia den dritten Platz sichern. Allerdings ohne Alexandra Burghardt.

Alexandra Burghardt im Exklusiv-Interview

„Ich befinde mich aktuell in der Saisonpause und es geht mir sehr gut“, gibt die 31-Jährige im Gespräch mit innsalzach24.de zu Protokoll. „Natürlich habe ich die Weltmeisterschaft so gut es ging verfolgt und mich immer auf den neuesten Stand gebracht. Die spannenden Disziplinen, die mich auch betreffen, wie eben die Sprints über 100 Meter, habe ich mir im live im TV angesehen.“

Dass sich Burghardt selbst nicht dafür qualifizieren konnte, nimmt sie sportlich: „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Saison und habe mich verstärkt auf den Input als wie auf den Output konzentriert. Das heißt, dass ich den Fokus auf mich gelegt habe, um weiter an meiner Technik zu arbeiten und verletzungsfrei zu bleiben. Außerdem war es die zweitschnellste Saison meiner Karriere“, erklärt die in Altötting wohnhafte Leichtathletikerin.

„Habe mir meinen Kindheitstraum erfüllt“

Bereits zweimal durfte sie über eine Medaille bei Olympia jubeln. Im Winter 2022 sicherte sie sich im Zweierbob die Silberne und zwei Jahre später in Tokio die Bronzene über 4*100-Meter-Sprint. Durchaus kurios: „Es ist jetzt nicht unbedingt üblich, dass man als Anschieberin beim Bob und gleichzeitig noch als Sprinterin aktiv ist, aber für mich hat das Ganze sehr gut funktioniert.“ Dass sie damit erst die zweite deutsche Athletin ist, der ein solches Kunststück gelingt, macht sie „schon stolz.“

Trotzdem habe aber vor allem ein spezielles Rennen eine besondere Bedeutung für die gebürtige Tögingerin: „Der Vorlauf in Tokio bei Olympia über 100 Meter war für mich mein absolutes Highlight. Ich habe mich super gefühlt, es war ein technisch hervorragender Lauf und ich habe ihn auch noch gewonnen. Damit habe ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt“, so Burghardt, die seit knapp einem Jahr bei Cologne Athletics unter Vertrag steht.

So steht es um ihre Zukunft

Dabei wäre sie gerne lokal geblieben: „Ich bin seit 2019 für die LG Gendorf Burghausen gestartet, allerdings wurde mir dann Ende 2024 mitgeteilt, dass mein Vertrag nicht verlängert werde. Ich hätte dort gerne bis zu meinem Karriereende weitergemacht, aber manchmal laufen die Dinge eben anders. Ich bin sehr froh, Teil der Cologne Athletics zu sein und es sollen wohl auch Ableger nach Bayern kommen, wodurch ich wieder regionaler verwurzelt wäre. Das sind aber Dinge für die Zukunft.“

Und wie steht es um ihre Zukunft? „Ich schaue von Jahr zu Jahr und möchte einfach in erster Linie gesund bleiben. In meiner bisherigen Karriere habe ich fast alles erreicht, was ich erreichen wollte. Für mich geht es jetzt darum, bestmöglich an mir zu arbeiten und das Maximale rauszuholen. Was am Ende rausspringt, werden wir dann sehen.“ (gz)

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