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Nachruf

HNO-Arzt aus Haag gestorben: Franz Köhnlein (†75) hatte für alle Patienten ein offenes Ohr

Nachruf Dr. Franz Köhnlein
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Der Haager HNO-Arzt Dr. Franz Köhnlein führte 30 Jahre lang seine eigene Praxis.

Dr. Franz Köhnlein, der jahrzehntelang als HNO-Arzt in seinem Heimatort Haag praktizierte, ist mit 75 Jahren gestorben. Nachruf auf einen gebürtigen Haager, für den immer der Dienst am Menschen im Vordergrund stand.

Haag in Oberbayern – Im 76. Lebensjahr starb Dr. Franz Könlein. Als HNO-Arzt war er nicht nur den Haagern, sondern vielen Patienten weitum bekannt.

Pfarrer Pawel Idkowiak würdigte ihn als kontaktfreudigen und geselligen Menschen. „Sein ganzes Berufsleben lang hat er sich darum gekümmert, dass Menschen wieder hören können, was ihnen gesagt wurde; dass sie frei atmen konnten, wenn die Luft knapp wurde; dass sie eine Stimme fanden, um sich mitzuteilen.“ Mit diesen Worten leitete Pfarrer Pawel Idkowiak seine Ausführungen zum Gottesdienst für Dr. Franz Köhnlein ein. Er sei dafür bekannt gewesen, dass er nicht nur das Organ untersuchte, sondern ein echtes „offenes Ohr“ für die Sorgen seiner Patienten hatte. „In der Bibel ist das Hören der erste Schritt zum Glauben“, so Pfarrer Pawel Idkowiak.

Erst Physik und Chemie studiert, dann Medizin

Franz Köhnlein wurde 1950 in Haag im Draxhaus am Marktplatz geboren. Sein Großvater war Maler, sein Vater Zahnarzt in Haag. Franz Köhnlein verbrachte mit seiner jüngeren Schwester Traudl Kindheit und Grundschulzeit in Haag. Zuerst wohnte die Familie neben der Kirche, später in der Krankenhausstraße. Nach der Grundschulzeit besuchte er das Internatsgymnasium Kamber am Starnberger See. An der Christophorusschule, einem Gymnasium mit Schwerpunkt Sport am Obersalzberg, legte er das Abitur ab. Den Wehrdienst leistete er als Sanitätssoldat in Kaufbeuren ab.

Er studierte zunächst Physik und Chemie, bevor er das Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München begann. Es folgte die Facharztausbildung zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt im Klinikum rechts der Isar in München.

Während des Studiums lernte er seine Frau Doris kennen. 1982 heirateten sie. Auf seine beiden Söhne Fabian und Axel war er sehr stolz. Seine Familie stand für ihn immer an erster Stelle. 1987 eröffnete er seine eigene HNO-Praxis in seinem Heimatort Haag. Er führte sie 30 Jahre lang. Neben seiner Praxistätigkeit operierte er anfänglich als Belegarzt am Krankenhaus in Haag, später dann im Krankenhaus Wasserburg. Immer im Fokus stand für ihn, den Menschen zu helfen.

Große Leidenschaft für Sport

Seinen Ruhestand verbrachte er bis auf das letzte Jahr in Haag. Aufgrund einer schweren Krankheit lebte er das letzte Jahr im Pflegeheim Augustinum in Schwindegg. Die große Leidenschaft von Franz Köhnlein galt dem Sport, vor allem dem Wintersport. Als Jugendlicher widmete er sich dem Skispringen und Skifahren und nahm an vielen Wettkämpfen teil. Später kamen Skitouren, Langlauf, Skating und Biathlon dazu. Im Sommer war er mit Rennrad und Mountainbike unterwegs. Joggen, tägliche Gymnastik, Skigymnastik und Krafttraining gehörten zu seinem wöchentlichen Pensum. Daneben unternahm er mit seiner Frau, seiner Familie und Freunden viele Reisen in Europa, aber auch nach Russland, Vietnam, Kambodscha, China, und Amerika.

Pfarrer Pawel Idkowiak zusammenfassend: „Dr. Köhnlein war ein kontaktfreudiger und geselliger Mensch, der stets positiv eingestellt war und mit Zuversicht und Freude durchs Leben ging.“

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