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Stressmanagement
Mittel gegen nervöse Unruhe: Stiftung Warentest prüft 28 Präparate – nur vier sind mit Einschränkung geeignet
Wer zu wenig Entspannung in den Alltag einplant, dessen Körper kann mit Unruhe und Nervosität reagieren. Frei verkäufliche Mittel versprechen Besserung. Doch helfen sie wirklich was?
Dauerhafter Stress triggert die Entstehung von körperlichen Problemen. Bluthochdruck und Rückenschmerzen sind mögliche Folgen. Auch die Psyche leidet, so zählen Unruhe, Gereiztheit und Nervosität zu den typischen Symptomen von Überforderung oder Frustration. Wenn Körper, Geist und Seele an die Grenze dessen gestoßen, was sie bewältigen können, muss gehandelt werden. Bei vielen Menschen zeigen bereits einfache Entspannungsübungen großen Nutzen. Bei großer Anspannung, die schwerwiegende Schlafstörungen oder Konzentrationsstörungen zur Folge haben kann, sollte allerdings ein Arzt zurate gezogen werden.
Mittel gegen nervöse Unruhe: Stiftung Warentest prüft 28 Präparate
Viele Betroffene versuchen, mit Präparaten aus Drogerie oder Apotheke die Beschwerden zu lindern. Frei verkäufliche Mittel – oftmals mit pflanzlichen Extrakten aus Baldrian oder Johanniskraut – versprechen Hilfe. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat 28 Produkte getestet.
Therapeutischer Nutzen von Anti-Stress-Mitteln meist nicht nachweisbar
Von Anti-Stress-Tee bis hin zu Tropfen für gute Nachtruhe: In Apotheken und Drogerien sieht man sich mit einer Fülle von Produkten konfrontiert, die gegen Unruhe und Nervosität Wirkung zeigen sollen. Auch ohne Rezept und ohne Beratung ist es möglich, die Präparate einzukaufen.
Ob die Mittel ihr Geld wert sind, haben Stiftung Warentest-Gutachter geprüft. Insgesamt 28 Mittel gegen Unruhe und Nervosität wurden dahingehend getestet, ob sie die in der Werbung suggerierte Wirksamkeit entfalten. Als Basis für die Bewertungen diente den Testern wissenschaftliche Fachliteratur. Das Fazit der Prüfer: 24 Produkte sind „wenig geeignet bei Nervosität und Unruhe“. Nur vier Produkte stufen die Prüfer als „mit Einschränkung geeignet beiNervosität und Unruhe zur Selbstbehandlung“ ein. Warum nur mit Einschränkung? Als Begründung heißt es: „Die bisher für diesen Extrakt vorliegenden Studien reichen noch nicht aus, um die therapeutische Wirksamkeit abschließend nachzuweisen“.
Entspannt durchs Leben gehen – durch Anpassung des Lebensstils
Stressige Phasen in Beruf und Privatleben kann man nicht immer umgehen. Doch Anspannung und Entspannung müssen sich abwechseln, sonst drohen gesundheitliche Probleme. Für ein gutes Stressmanagement ist deshalb enorm wichtig, sich Ruheoasen in den Alltag einzuplanen. Was als entspannend empfunden wird, ist individuell verschieden. Generell bewährt haben sich aber Methoden, die Atmung und Geist zur Ruhe kommen lassen, zum Beispiel Entspannungstechniken wie Yoga und progressive Muskelentspannung. Doch auch Saunieren, eine Massage, beruhigende Musik und Waldspaziergänge haben bei vielen Menschen zur Folge, dass der Stresslevel sinkt und Körper und Geist zur Ruhe kommen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.