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Erstaunliche Fälle

So lässt sich eine Erdnuss-Allergie verhindern

Erdnüsse
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Eine Erdnuss-Allergie lässt sich möglicherweise verhindern.

Schon winzige Spuren von Erdnüssen können für Allergiker lebensgefährlich sein. Doch eine Erdnuss-Allergie lässt sich wohl leicht verhindern, wie Forscher jetzt herausgefunden haben.

Atemnot, Schock und Kreislaufprobleme - Nahrungsmittel können heftige Reaktionen bei Allergikern auslösen. Eine Allergie auf Erdnüsse ist besonders tückisch. Während die meisten Nahrungsmittel erst ab einer bestimmten Menge allergische Reaktion auslösen, genügen bei der Erdnuss schon Mikrogramm-Mengen, um lebensbedrohliche Symptome hervorzurufen.

Erdnuss-Allergie vorbeugen

Kinder entwickeln jedoch seltener eine Allergie gegen Erdnüsse, wenn schon vor dem ersten Lebensjahr wöchentlich Erdnüsse auf ihrem Speiseplan stehen. Früher und regelmäßiger Verzehr von Erdnüssen beugt einer Allergie nach Ansicht von britischen Forschern vor. Mindestens sechs Gramm Erdnüsse pro Woche sind, laut einer im Fachmagazin The New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie ausreichend.

Was sollen Babys essen? Bestimmte Nahrungsmittel-Allergien lassen sich einer Auswertung von Studien vermeiden.

Der frühe Kontakt mit den Erdnüssen zeigte selbst bei den mittlerweile Fünfjährigen Studienteilnehmern noch einen Effekt. Nachdem alle Probanden zwölf Monate lang Erdnüsse vermieden hatten, mussten sie sich einem Provokationstest unterziehen. Das Ergebnis: nur 1,9 Prozent der Kinder reagierten allergisch auf den Verzehr der Nüsse. Bei der Gruppe der Kinder, die seit Geburt strikt auf Erdnüsse verzichtet hatten, waren es dagegen 13,7 Prozent.

Auch bei Eiern lässt sich das Allergie-Risiko durch einen frühen Kontakt senken, wie eine im Fachjournal "The Journal of the American Medical Association" (Jama) veröffentlichte Meta-Analyse belegt. Britische Forscher haben dafür 146 Studien mit insgesamt rund 200.000 Kindern ausgewertet. 

Auf das Timing kommt es an

Im Fokus der Wissenschaftler lag dabei vor allem Zeitpunkt: Wann also ein Säugling oder Kleinkind mit allergene Lebensmitteln gefüttert wird. Und natürlich, ob der Zeitpunkt dieser Einführung von bestimmten Nahrungsmittel einen Einfluss auf das Risiko an einer Allergie- oder auch einer Autoimmunerkrankung hat. Denn, manche Studien finden einen Effekt, andere nicht. 

Das Ergebnis der Auswertung  

  • Bei Eiern und Erdnüssen scheint demnach ein gezielter Kontakt mit den allergieauslösenden Nahrungsmitteln eine deutliche Wirkung zu zeigen. 
  • Eier: Bei Kindern, die zwischen dem vierten und dem sechsten Lebensmonat regelmäßig Eier gegessen hatten, war das Risiko einer Erkrankung 40 Prozent geringer als bei Kindern, die erst später Eier essen dürften.
  • Erdnüsse: Bei dem Verzehr von Erdnüssen zwischen dem vierten und dem elften Lebensmonat sank das Risiko um 70 Prozent. 

Rat an die Eltern

Wenn Eltern Eier oder Erdnüsse auf den Speiseplan ihrer Lieblinge setzen wollen, sollten sie das im Zweifel mit ihrem Kinderarzt besprechen. Vor allem, wenn ihre Kinder schon an Nahrungsmittelallergien oder Ekzemen leiden.

ml

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