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Augenjucken und Niesen

Hilfe bei Pollenallergie: Tipps, um Beschwerden durch Birke und Gräser zu lindern

Die Birke führt bei den meisten der Heuschnupfen-Geplagten zu Beschwerden, gefolgt von den Frühblühern Hasel und Erle. Was hilft, die Pollenzeit erträglicher zu machen.

„Zum Glück soll es morgen regnen, dann werden die Pollen einfach weggespült.“ Die Annahme, dass mit Regenwetter die Symptome der Pollenallergie weniger zum Tragen kommen, ist leider ein Trugschluss – tatsächlich kann der Heuschnupfen dadurch noch verstärkt werden. Denn während es regnet, ist die Pollenbelastung höher, insbesondere Starkregen und Gewitter tragen zu einer Verschlechterung der Beschwerden für Allergiker bei. Heuschnupfen-Geplagte können sich aber dank Tipps und Tricks die Pollenzeit etwas erträglich machen.

Pollenallergie: Wann sind die Beschwerden am stärksten?

Eine Pollenallergie, die beispielsweise durch Birke oder Hasel ausgelöst wird, führt bei vielen Betroffenen zu juckenden und brennenden Augen.

Mehr als 20 Prozent der Kinder und über 30 Prozent der Erwachsenen entwickeln im Laufe ihres Lebens mindestens eine allergische Erkrankung, so das Robert Koch-Institut (RKI). Eine davon ist die Pollenallergie, ausgelöst beispielsweise durch den blühenden Haselstrauch oder den feinen, weiß-gelben Staub der Birke.

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Die zehn häufigsten Allergien: Heuschnupfen, Glutenunverträglichkeit bis zu Duftstoff- und Sonnenallergie

Bei einer Pollenallergie reagieren Betroffene mit typischen Symptomen wie Niesen, Schnupfen, brennende und tränende Augen, Husten sowie Atemwegsbeschwerden.
Heuschnupfen oder allgemein Pollenallergie zählt zu den häufigsten Allergien. Die Symptome bei Heuschnupfen werden durch Blütenpollen verschiedener Pflanzen, Getreide und Gräser wie Birke, Erle, Beifuß, Spitzwegerich, Akazie, Ampfer sowie Roggen hervorgerufen. (Symbolbild) © North Rhine Westphalia/Imago
Nicht nur Katzen, auch beispielsweise Pferde, Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen und sogar Ziegen können bei sensiblen Menschen allergische Symptome verursachen. Es sind nicht die Haare selbst, sondern bestimmte Eiweiße im Speichel, Schweiß, Talg, Urin, Kot oder in den Hautschuppen der Tiere – sogenannte Allergene – die Ursache für die allergischen Reaktionen beim Menschen.
Intensives Schmusen beispielsweise mit Katzen ist für Menschen mit empfindlichem Immunsystem beschwerdefrei nicht möglich. Selbst, wenn Katzen nicht vor Ort oder in einem Raum sind, aber ihre Haare bzw. Allergene hinterlassen haben, können Menschen mit Tierhaarallergie starke Symptomen wie Niesen und Husten zeigen. Die Überreaktion auf Tierallergene gehört nach Hauschnupfen zu den häufigsten Allergien. (Symbolbild) © Evgenia Sunegina/Imago
Eine Hausstaubmilbenallergie wird im Volksmund auch fälschlicherweise Hausstauballergie genannt. Dabei ist es nicht der Staub, der die Allergie bei Menschen auslösen kann, vielmehr der Kot der Hausstaubmilbe im Staub. Typische Reaktionen darauf sind dann rote Augen, Dauerschnupfen und ständiges Niesen – Vor allem nachts und morgens nach dem Aufstehen treten die Beschwerden auf, die sich nur schwer von anderen Allergien wie Heuschnupfen oder einer Erkältung unterscheiden.
Tränende Augen und Niesen am Morgen im Bett – wenn es kein Infekt ist, könnten Sie möglicherweise auf Hausstaubmilben bzw. deren Kot allergisch reagieren. Milben leben bevorzugt in Betten, da sie sich vorwiegend von menschlichen Hautschuppen ernähren. Grund für die allergische Reaktion bei Menschen sind Eiweiße, die sich im Körper der Hausstaubmilben und deren Ausscheidungen befinden. Gelangen diese über die Luft in die menschlichen Schleimhäute, kann es zu den typischen Symptomen wie Schnupfen, tränende Augen und Niesen kommen. Hausstaubmilben gehören neben Pollen und Nahrungsmitteln zu den häufigsten Allergieauslösern. (Symbolbild) © leungchopan/Imago
Betroffene Hautpartien bei einer Sonnenallergie sind vor allem die Arme und Beine sowie Schultern, das Dekolleté, der Nacken und das Gesicht.
An einer Sonnenallergie leiden mehr als zehn Prozent der Mitteleuropäer – am häufigsten ist die sogenannte „Polymorphe Lichtdermatose“. Die Symptome können sich sehr unterschiedlich äußern, das heißt sind polymorph. Typisch für eine allergische Reaktion nach Sonneneinstrahlung sind Rötungen, Jucken, Schwellungen, Pusteln, Quaddeln und Bläschen. Betroffen sind hiervon vor allem die Schultern, Arme und Beine, das Dekolleté, der Nacken und das Gesicht. Aber auch die Hautflächen, die den Sonnenstrahlen aufgrund von Kleidung nicht direkt ausgesetzt sind, können Hautreaktionen aufweisen. (Symbolbild) © Christine Langer-Püschel/Imago
In der Regel handelt es sich bei einer Duftstoff- und Kosmetikallergie um eine Allergie des Typs IV, auch „Spättyp“ genannt. Wie der Name verrät, treten die Reaktionen also nicht sofort nach Kontakt mit dem Allergen auf, sondern erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung.
Den Lieblingsduft auflegen – und man fühlt sich gleich wohler. Doch was tun Menschen, die auf Parfum und Duftstoffe plötzlich mit starkem Jucken, Ausschlag und Exzemen reagieren? Möglicherweise liegt dann eine Duftstoffallergie vor, die vielen Betroffenen nicht bekannt sind – und das, obwohl die Duftstoff- und Kosmetikallergie zu den verbreitesten Kontaktallergien gehört. Das Ausmaß der Allergie hängt häufig von spezifischen Duftstoffen, deren Rezeptur und Dosierung ab. (Symbolbild) © Arne Trautmann/Imago
Gesunden Menschen fehlt das körpereigene Enzym Laktase, um im Dünndarm Milchzucker aufzuspalten und ihn so über das Blut aufnehmen zu können.
Menschen, die auf Milchzucker mit Beschwerden reagieren, trinken ihren Kaffee am liebsten schwarz oder mit der mittlerweile allseits beliebten Hafermilch. Symptome nach dem Genuss von Kuhmilch sind häufig Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen sowie kalter Schweiß. Etwa 15 Prozent der Menschen in Deutschland sind von einer Laktoseintoleranz betroffen. Eine echte Laktoseallergie kommt sehr selten vor. (Symbolbild) © Thomas Trutschel/photothek.de/Imago
Symptome bei einer Glutenunverträglichkeit sind Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchkrämpfe sowie Darmblutungen mit zum Teil Blut im Stuhl.
Frisch duftendes Brot vom Bäcker, wie herrlich. Doch Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder Glutenallergie (Zöliakie) müssen es meiden. Das in Getreiden wie Weizen enthaltene Gluten löst bei ihnen eine entzündliche Reaktion aus, da sich die Antikörper gegen den eigenen Körper richten. In der Folge bilden sich die Darmzotten zurück. Durch die verringerte Oberfläche können Nährstoffe nicht mehr so gut aufgenommen werden und eine Mangelernährung droht. Symptome sind Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchkrämpfe sowie Darmblutungen mit zum Teil Blut im Stuhl. (Symbolbild) © Fleig / Eibner-Pressefoto/Imago
Die Erdnuss gehört wie Soja, Bohnen, Linsen und Erbsen zu den Hülsenfrüchten. Allergiker müssen daher nicht zwangsläufig auf alle Nüsse verzichten, wenn keine Kreuzallergie vorliegt.
„Kann Spuren von Nüssen enthalten.“ – Ein Hinweis, den man häufig auf dem Etikett von Süßspeisen und Aufstrichen lesen kann. Er ist besonders wichtig für Menschen mit einer Erdnussallergie, da der Verzehr von Erdnüssen durch eine Schwellung der Atemwege im akuten Fall lebensbedrohlich werden kann. So gehört in den westlichen Ländern die Erdnussallergie nicht nur zu den am meistverbreiteten Nahrungsmittelallergien – Erdnüsse sind Ursache für die meisten Todesfälle im Bereich der Nahrungsmittelallergien. (Symbolbild) © Gottfried Czepluch/Imago
In Deutschland sind etwa zwei bis vier Millionen Menschen von einer Apfelallergie betroffen.
Herzhaft in einen saftigen Apfel beißen, lecker! Für Menschen mit einer Apfelallergie weniger verführerisch. Denn sie reagieren beim Verzehr mit einem sogenannten oralen Allergiesyndrom (kurz OAS). Eine Person, die von einer Apfelallergie betroffen ist, kann bereits mit dem Verzehr des Obstes Symptome wie Brennen in Mund und Rachen, pelzige Zunge und angeschwollene Lippen entwickeln. In Deutschland sind etwa zwei bis vier Millionen Menschen von einer Apfelallergie betroffen. (Symbolbild)  © Sunsi Albets/Imago
Häufig halten die Symptome länger als 24 Stunden an und werden von Frösteln und einem allgemeinen Krankheitsgefühl begleitet. Im schlimmsten Fall droht sogar ein anaphylaktischer Schock, der lebensbedrohlich sein kann.
So schön der Anblick einer Biene auf der Blume auch sein mag, Menschen mit einer Insektengiftallergie halten hier lieber Abstand. Sie reagieren bei einem Stich häufig nicht nur mit einer allergischen Reaktion wie Juckreiz, Brennen, Rötungen und Schwellungen der Haut rund um die Einstichstelle – im schlimmsten Fall kann es zu einem Allergieschock kommen und es besteht Lebensgefahr. (Symbolbild) © fotogroupmedia/Imago

Die Menge und Konzentration von Pollen sowie allergenen Substanzen können stark variieren und hängen von verschiedenen Faktoren wie Temperatur, Wetter, Wind und Luftschadstoffen ab. Stickoxide und Ozon können die Pollenmenge erhöhen und ihre Auswirkungen verstärken. Normalerweise setzen Bäume ihre Pollen verstärkt am Morgen und Mittag frei. Jedoch variiert die Pollenkonzentration je nach Standort: In ländlichen Gegenden ist sie morgens und mittags höher, während sie in städtischen Gebieten abends zunimmt, wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) erklärt. Dementsprechend können die Beschwerden bei Betroffenen in den Morgen- oder Abendstunden am stärksten ausfallen. Außerhalb von Städten sollten Räume daher eher abends und innerhalb der Stadt besser morgens gelüftet werden.

Allergie gegen Pollen: Was kann Symptome lindern?

Es ist praktisch unmöglich, sich vollständig vor Pollen zu schützen, da sie durch den Wind, Kleidung und Haare auch in die eigenen vier Wände gelangen können. Dennoch gibt es nützliche Tipps und Tricks, um die Symptome während der Pollensaison bestmöglich zu reduzieren:

  • Bewahren Sie die Kleidung, die Sie tagsüber und draußen getragen haben, außerhalb des Schlafzimmers auf. Wechseln Sie Ihre getragene Kleidung bestenfalls auch nicht im Schlafzimmer.
  • Waschen Sie in der Hochsaison der Pollen nahezu täglich Ihre Haare gründlich mit Wasser ab oder wischen Sie sie mit einem feuchten Waschlappen gut durch, um Pollen zu entfernen.
  • Verwenden Sie Staubsauger mit HEPA-Filtersystem, um Feinstaub und allergene Partikel zu reduzieren.
  • An Tagen mit starkem Pollenflug können Corona-Masken und große Sonnenbrillen den Kontakt mit den Allergenen und somit Symptome minimieren.
  • Beim Autofahren sollten Sie die Fenster möglichst geschlossen halten.
  • Wechseln Sie den Pollenfilter der Auto-Lüftungsanlage mindestens einmal jährlich.
  • Installieren Sie Pollenschutzgitter an Ihren Fenstern zu Hause.
  • Nutzen Sie Luftreinigungsgeräte, um Pollen-Allergene aus der Luft zu filtern.
  • Spülen Sie Ihre Nase tagsüber und abends mit isotonischer Salzlösung, um die Schleimhäute zu reinigen und das Atmen zu erleichtern.
  • Tragen Sie an Tagen, an denen eine hohe Pollenkonzentration herrscht, in der Früh und nachts vor dem Schlafengehen etwas Vaseline an die Nasenlöcher auf, um das Eindringen der Pollen zu erschweren.
  • Antiallergische Medikamente wie Tabletten, Nasensprays und Augentropfen können Symptome zusätzlich lindern.

Beschwerden und Symptome, die eine Pollenallergie mit sich bringt

Symptome durch Pollen und Gräser können sich nahezu über das ganze Jahr erstrecken. Besonders die Frühblüher wie Baum-Hasel, Erle, Pappel sowie Esche können schon mit Beginn des Kalenderjahres die bekannten Symptome auslösen, beispielsweise erschwerte Atmung durch die Nase aufgrund geschwollener Nasenschleimhaut, juckende Nase, Fließschnupfen, juckende und geschwollene Augen sowie brennende und tränende Augen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © PheelingsMedia/Imago

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