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Tipps beim Kauf

Keimbelastung und umstrittene Farbstoffe: Wie gesund sind bunte Eier aus dem Supermarkt?

Bunte Eier aus dem Handel sehen hübsch aus, können aber Gesundheitsrisiken bergen, wie Verbraucherschützer warnen. Was es beim Kauf zu beachten gibt.

Ob einfarbig, marmoriert oder gepunktet: bunte Eier gehören zur Osterzeit dazu. Im Supermarkt gibt es sie aktuell in großen Mengen. Doch wie gesund sind die gekochten Eier eigentlich? Verbraucherschützer warnen immer wieder vor dem Einsatz bedenklicher Farbstoffe. Und auch die Haltbarkeit der Eier kann durch Beschädigungen verkürzt sein. Was es beim Eier-Kauf zu beachten gibt und welche gesunden Alternativen es gibt.

Keimbelastung: Bunte Eier können verdorben sein

Bunte Eier aus dem Supermarkt: leckerer Ostersnack oder eher eine Gefahr für die Gesundheit? (Symbolbild).

Da bunte Eier aus dem Supermarkt gekocht sind, gelten sie rechtlich als verarbeitete Lebensmittel, wie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit informiert. Damit dürfen sie länger verkauft werden als frische Eier. Frische Eier dürfen maximal 21 Tage nach dem Legen verkauft und müssen mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum von 28 Tagen nach dem Legen versehen werden. Bei gekochten Eiern gilt diese gesetzliche Regel nicht. Hier bleibt die Bestimmung des Mindeshaltbarkeitsdatums dem jeweiligen Anbieter überlassen, heißt es von den Verbraucherschützern.

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Ist die Schale der Eier beschädigt, sollten sie auch vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums entsorgt werden. Denn durch die defekte Schale können Keime in das Ei eindringen und es vorzeitig verderben lassen. Riskant ist das vor allem, wenn durch die bunte Farbe oder Musterung die Risse in der Schale nicht direkt erkennbar sind. So sind in den vergangenen Jahren immer wieder Mängel bei bunten Eiern festgestellt worden. Auch in diesem Jahr nahm das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover Proben von bunten Eiern. Das Ergebnis: 64 Prozent waren unauffällig, 10 Prozent dagegen nicht mehr genusstauglich, hatten Schalendefekte oder Kennzeichnungsmängel.

Bunte Eier: Intensive Farbe durch umstrittene Farbstoffe

Auch bei den Farbstoffen gibt es einiges zu beachten. Grundsätzlich dürfen zum Eierfärben zwar nur Farbstoffe zum Einsatz kommen, die für Lebensmittel zugelassen sind. In der Regel sind diese auch unbedenklich. Es gibt aber auch umstrittene Farbstoffe, wie die Verbraucherzentrale Hessen warnt. Darunter:

  • Chinolingelb (E104)
  • Tartrazin (E102)
  • Gelborange S (E110)
  • Azorubin (E122)
  • Cochenillerot A (E124 A)

Einige von ihnen fallen in die Kategorie der Azorfarbstoffe, die im Verdacht stehen, bei Kindern Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen auszulösen. Zudem sollen sie bei Menschen mit einer entsprechenden Veranlagung zu pseudoallergischen Symptome an Haut und Atemwegen führen können, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilt. Besonders Eier mit einer intensiven Farbe könnten diese Stoffe enthalten, so die Experten.

Tipps beim Kauf von bunt gefärbten Eiern

Verpackte Eier müssen in der Zutatenliste den jeweiligen Farbstoff mit Name und entsprechender E-Nummer enthalten. Lose Eier müssen dagegen nur den Hinweis „mit Farbstoff“ tragen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte deshalb auf Bio-Eier zurückgreifen. Diese dürfen nur mit natürlichen Farbstoffen gefärbt und zum Farbschutz mit natürlichen Überzügen behandelt werden.

Weitere Tipps beim Kauf:

  • Auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und ausreichend Vorlaufzeit achten
  • Die Schale der Eier auf Risse und Löcher kontrollieren
  • Die Eier nach dem Kauf zuhause kühl lagern
  • Lose Eier ohne Mindesthaltbarkeitsdatum schnell verzehren
  • Für Allergiker können auch natürliche Farbstoffe auf Eiern problematisch sein. In dem Fall Eier möglichst mit Naturfarbe aus Spinat und Roter Beete selber färben

Bei manchen Eiern ist der Eidotter grünlich-blau verfärbt. Diese Verfärbung stellt kein Gesundheitsrisiko dar. Sie entsteht, wenn das Ei länger als zehn Minuten gekocht wird und das Eisen im Eidotter mit Schwefelverbindungen aus dem Eiweiß reagiert.

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Schüssel mit Äpfeln
Gerade bei Obst sollte man gut aufpassen, wenn man zu einem Blähbauch neigt. Je mehr Fruchtzucker enthalten ist, desto unbekömmlicher ist es. Auf einen Apfel kommen im Schnitt bei 100 Gramm etwa sechs Gramm Fruchtzucker – zu viel für sensible Mägen. © Lili Basic/Imago
Wassermelonen in einer Kiste
Laut Dr. Jacqueline Wolf sollte man Wassermelone nur in Maßen essen, wenn man nicht ganz auf sie verzichten möchte. Sie liefert laut Onmeda.de etwa 2,9 Gramm Fruchtzucker auf 100 Gramm.  © Baloncici/Imago
Rosinen auf einer Steinplatte.
Rosinen, genau wie viele andere getrocknete Früchte, enthalten Zucker in konzentrierter Form. Mit fast 33 Gramm Fruktose pro 100 Gramm sollten sie vom Speiseplan entfernt werden. © Eva Gruendemann/Zoonar.com/Imago
Frische Zwetschgen auf einem Brett.
Auch auf Pflaumen oder Zwetschgen (s. Foto) sollte bei einem Blähbauch-Problem verzichtet werden. Sie enthalten etwa zwei Gramm Fruchtzucker (auf 100 g). © karin010759/Imago
Blaue Trauben an einem Weinstock
Weintrauben sind, genau wie Kirschen, schnell weggenascht. Bei etwa acht Gramm Fruchtzucker pro 100 Gramm können die Früchte jedoch schnell einen Blähbauch auslösen. © Chris Boswell/Zoonar.com/Imago
Reife Bananen in Nahaufnahme an einem Stand
Wer häufig unter einem Blähbauch leidet, sollte reife Bananen (3,4 g Fruchtzucker auf 100 g) von seinem Speiseplan streichen. © Baloncici/Imago
Nektarine, aufgeschnitten und saftig aussehend
Saftig, süß – und ein Sommer-Liebling. Nektarinen sollten trotzdem nur in Maßen gegessen werden, da ihr Zuckergehalt mit etwa zwölf pro 100 Gramm relativ hoch ist. © Torsten Schon/Imago
Hunderte Teller- oder Plattpfirsiche
Genau wie bei Nektarinen kommt es auch bei Pfirsichen auf die Menge an. Mit etwa 1,2 g (je 100 g) Zucker können sie den Blähbauch fördern. Das gilt übrigens für die Plattpfirsiche (s. Foto) genauso wie für die klassischen runden. © Hans-Roland Mueller/McPHOTO/Imago
Frische Kirschen in einer Schüssel
Bei Sauer- und Süßkirschen spielt wieder vor allem die Menge die Hauptrolle. Pro 100 Gramm wird bei diesen Früchte ein Fruchtzuckergehalt von fast 4,3 und 6,1 Gramm (Süßkirsche) gemessen. © galina sharapova/Imago
Ganze und aufgeschnittene Grapefruit-Früchte
Obwohl Grapefruits zu den Zitrusfrüchten gehören und nicht unbedingt klassisch süß sind, haben sie einen vergleichsweise hohen Fruchtzuckergehalt (2,5 g/100 g). © CSH/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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