Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Skandinavien glüht bei bis zu 35 Grad – das ist ein deutliches Warnsignal

Nur weil es hier kühl ist, heißt das nicht, dass es global nicht heiß wird – der Norden Europas erlebt gerade das andere Extrem. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Während viele in Deutschland den Pulli aus dem Schrank holen und in sozialen Netzwerken Witze über den „angeblichen Klimawandel“ machen, kämpft Skandinavien mit einer historischen Hitzewelle. In Finnland steigen die Temperaturen seit rund drei Wochen regelmäßig auf 30 Grad oder mehr – teils sogar im Norden des Landes, wo man solche Werte bestenfalls aus Urlaubsprospekten kennt. Besonders im Landesinneren und in Lappland wurden Spitzenwerte bis zu 33 Grad gemessen.

Die Nächte bringen kaum Erholung, vielerorts bleibt es tropisch warm mit Temperaturen über 20 Grad. Auch in Helsinki, das direkt an der Ostsee liegt, wurden mehrmals Hitzerekorde aufgestellt.

In Nordeuropa ist es seit Wochen extrem warm bis heiß. Deutlich zu warm für die aktuelle Jahreszeit.

Schweden und Norwegen melden Temperatur-Rekorde

Was in Finnland begann, hat sich längst auf ganz Skandinavien ausgebreitet. Schweden erlebte an mehreren Tagen Temperaturen von 33 bis 34 Grad – und das nicht etwa im Süden, sondern bis weit in den Norden hinein. Auch Norwegen registrierte Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke, selbst an der Westküste, wo das Meer normalerweise für Abkühlung sorgt. Verantwortlich ist eine festgefahrene Wetterlage mit einem stabilen Hoch über dem Nordosten Europas, das seit Wochen heiße Luft aus südöstlichen Richtungen anzieht und nicht mehr weicht.

Kühler Süden, heißer Norden: Wetterextreme nebeneinander

Während Mitteleuropa unter Wolken, Regen und Höchstwerten um 20 Grad leidet, herrschen in Skandinavien fast schon mediterrane Verhältnisse. Dieser krasse Gegensatz zeigt, wie trügerisch der Blick aus dem eigenen Fenster sein kann: Nur weil es hier kühl ist, bedeutet das nicht, dass der Sommer global „ausfällt“. Im Gegenteil – solche gleichzeitigen Extreme sind typisch für ein gestörtes Klimasystem. Ein mäandrierender Jetstream begünstigt blockierende Hochs und kalte Troglagen direkt nebeneinander. Dass ausgerechnet in Regionen nördlich des Polarkreises wochenlang Hitze herrscht, ist ein deutliches Warnsignal.

Mystisch und geheimnisvoll: 20 Reiseziele, die im Nebel wie aus einer anderen Welt wirken

Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz im Nebel
Klar, ein Nebel kann ordentlich die Sicht verdecken – aber manchmal offenbart er ein wirklich einzigartiges Motiv und lädt zum Träumen ein. Wie hier an der Basteibrücke in der Sächsischen Schweiz. © Depositphotos/Imago
Lake Bled in Slowenien
Der Bleder See mit der Insel Blejski Otok in Slowenien versprüht ebenfalls einen mystischen Charme, wenn er von Nebel umwabert wird.  © Depositphotos/Imago
Mont Saint-Michel im Nebel
Auch am Mont Saint-Michel kommen viele Reisende in der Normandie nicht vorbei. Die felsige Insel mit der gleichnamigen Abtei ist bei jeder Wetterlage ein absoluter Hingucker.  © Andia/Imago
Aussicht vom Rennsteig über den Thüringer Wald zur Wartburg im ersten Morgenlicht
Beim Wandern auf dem Rennsteig im Thüringer Wald bieten sich beim ersten Morgenlicht wunderschöne Ausblicke – besonders, wenn der Nebel frisch über die Baumkronen schwebt.  © Andreas Vitting/Imago
Fanal-Wald auf Madeira
Im Nebeldunst wirkt der „Feenwald” Fanal auf der Insel Madeira wie die Kulisse eines Gruselfilms. Die knorrigen und moosbewachsenen Bäume sind teilweise Jahrhunderte alt. Seit 1999 gehört der Lorbeerwald zudem zum Unesco-Weltnaturerbe.  © Grégoire Pansu/Imago
Steinhäuser mit Grasdach auf den Faröer Inseln mit Nebel im Hintergrund
Die Färöer sind sehr oft in dichten Nebel gehüllt. Das macht aber auch den besonderen Charme dieser Inseln aus, die oft magische Fotomotive bieten. © Dreamstime/Imago
Elbufer in Hamburg im Nebel
Was hinter den Nebelschwaden wohl in den Hafen geschippert kommt? Die Hansestadt Hamburg braucht sich bei schlechtem Wetter nicht zu verstecken. © Depositphotos/Imago
Golden Gate Bridge bei Nebel
So einen dichten Nebel gibt es nicht alle Tage – hier an der Golden Gate Bridge in San Francisco. © Depositphotos/Imago
Schloss Neuschwanstein im Nebel
Dass es für einen Besuch keinen klaren Himmel braucht, beweist auch das Schloss Neuschwanstein.  © Pond5 Images/Imago
Burg Hohenzollern im Nebel
Stolz ragt die Burg Hohenzollern über einem Nebelmeer auf.  © Arnulf Hettrich/Imago
Heide in der Veluwe in den Niederlanden im Nebel
Zum Nationalpark De Hoge Veluwe in den Niederlanden gehören wunderschöne Heideflächen, die im Morgennebel ein verträumtes Bild abgeben. © Fokke Baarssen/Imago
Tower Bridge in London im Nebel
London ist sehr oft Schauplatz für Mystery- und Kriminalserien. Düsterer Nebel passt daher sehr gut ins Bild.  © Jon Hobley/Imago
Dark Hedges im Nebel
Die knorrigen, alten Buchen der Dark Hedges in Nordirland sind spätestens seit der HBO-Serie “Game of Thrones” ein Touristenmagnet. Ein bisschen Nebel und schon ist der düstere Eindruck perfekt. © Brian Jannsen/Imago
Viadukt an der Ravennaschlucht im Nebel
Nebel steht auch dem Viadukt an der Ravennaschlucht im Schwarzwald gut.  © Pond5 Images/Imago
Trolltunga im Nebel
Die Trolltunga (dt. Trollzunge) gehört zu den spektakulärsten Felsformationen Norwegens. Wer bei einer Wanderung sonniges Wetter erwischt, hat Glück – was jedoch nicht heißt, dass die Aussicht bei Wolken und Nebel schlechter wäre. Manche bevorzugen sie sogar, weil sie besser zum mystischen Flair Skandinaviens passen.  © Alexey Karamanov/Imago
Landschaft um den Old Man of Storr auf der Isle of Sky im Nebel
Die schottischen Highlands sind bei jedem Wetter ein atemberaubender Anblick. Wer etwas Mystik mag, wird aber besonders an nebligen Tagen von seinen landschaftlichen Highlights – wie hier der Old Man of Storr – begeistert sein. © Stephen Bridger/Imago
Hallstatt Nebel
Das österreichische Hallstatt ist aufgrund seiner malerischen Lage am Hallstätter See ein richtiger Touristenmagnet. Dabei spielt das Wetter keine Rolle – ob Sonnenschein oder wolkenverhangener Himmel, beides tut dem Panorama keinen Abbruch. © Depositphotos/Imago
Saarschleife im Morgenrot mit leichtem Nebel über dem Flussverlauf
Hinter der dicken Nebelschicht ist die Saarschleife nur noch zu erahnen – aber auch dieser Anblick ist einzigartig und faszinierend. © imagebroker/Imago
Lüneburger Heide im Morgennebel
Die Lüneburger Heide ist zur Blüte im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel. Wer besonders früh da ist, kann sie vielleicht sogar im Morgennebel erleben. © Frank Sommariva/Imago
Preikestolen im Morgennebel
Der Preikestolen ist ein weiteres landschaftliches Highlight Norwegens. Die Felsplattform bietet eine beeindruckende Aussicht auf den Lysefjord und die angrenzenden Berge.  © Depositphotos

Und der nächste Sommer-Hitzerekord kann auch wieder uns treffen – kühle Tage jetzt sind kein Entwarnungszeichen.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

Kommentare