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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter an Pfingsten: So heftig werden Gewitter, Starkregen und Sturmböen wirklich

Trotz kühler Luftmassen bleibt das Wetter an Pfingsten unbeständig – vor allem im Süden und Osten. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Frankfurt – Auch wenn die Temperaturen aktuell eher verhalten ausfallen, bleibt die Wetterlage rund um das lange Pfingstwochenende angespannt. Schon am Donnerstag (5. Juni) ist besonders im Nordwesten mit zahlreichen Schauern und eingelagerten Gewittern zu rechnen. Die Atmosphäre ist trotz frischerer Luftmassen labil genug, um örtlich kräftige Entwicklungen zu ermöglichen.

Wetter am Donnerstag und Freitag: Unwettergefahr trotz kühler Temperaturen

„Gerade weil viele das bei diesen Temperaturen unterschätzen, kann es gefährlich werden“, warnt Wetterexpertin Kathy Schrey von wetter.net. Punktuell treten am Donnerstag Starkregen bis 30 l/qm, kleinkörniger Hagel und stürmische Böen um 80 km/h auf – Unwetter sind nicht ausgeschlossen. Auch im Osten und Südosten können sich ab dem Nachmittag einzelne kräftige Gewitter entladen.

Was ein Pfingstwetter: Am Sonntag (8. Juni) sind viele Wolken unterwegs. Dazu fällt teilweise Regen oder es gibt Schauer.

In der Nacht zum Freitag (6. Juni) sind in den Hochlagen der Mittelgebirge stürmische Böen bis 90 km/h aus Südwest bis West möglich. Auch in den Niederungen kann es kurzzeitig böig werden. Der Freitag bringt dann erneut verbreitet Gewitter – im Süden und Südosten auch mit Unwetterpotenzial. Hagel bis zwei Zentimeter und Starkregen bis 35 l/qm sind möglich. Die Temperaturen liegen meist bei 14 bis 18 Grad, lokal sind bis zu 19 Grad denkbar. Der Wind bleibt ein Thema; besonders im Bergland und im Westen treten erneut stürmische Böen auf.

Am Pfingstsamstag verlagert sich der Gewitter-Schwerpunkt nach Süden

Der Samstag (7. Juni) zeigt sich vor allem im Süden gewitteranfällig. Besonders südlich der Donau können sich kräftige Gewitter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen entwickeln. Lokal ist Unwettergefahr gegeben. Aber auch in der Mitte und im Norden sind einzelne Gewitter möglich, teilweise mit markanten Böen der Stärke 10. Abseits der Gewitter bleibt es verbreitet windig. Im Westen und Südwesten sind stürmische Böen nicht auszuschließen, im Bergland sind Sturmböen wahrscheinlich. Die Temperaturen erreichen 13 bis 17 Grad, im Südwesten lokal bis 18 Grad.

Pfingstsonntag bringt neue Gewitter – Montag wird es vor allem in einer Region windig

Auch der Pfingstsonntag (8. Juni) bleibt unbeständig. Besonders im Norden und der Mitte ziehen erneut Gewitter durch, punktuell mit Starkregen und Sturmböen bis etwa 85 km/h. An den Alpen kann es länger anhaltenden Regen geben, lokal sind über 40 Liter pro Quadratmeter in 24 Stunden möglich. Im Norden sind stürmische Böen weiterhin ein Thema, besonders an der See und im Bergland. Die Tageshöchstwerte liegen meist zwischen 13 und 17 Grad.

Der Montag (9. Juni) bringt dann vor allem an der Ostsee lebhaften bis stürmischen Wind. Stürmische Böen der Stärke 8 sind wahrscheinlich – bei frischen Temperaturen um 14 bis 16 Grad. Auch in der neuen Woche deutet sich zunächst keine stabile Wetterlage an: Erst in der zweiten Wochenhälfte könnte es deutlich wärmer werden.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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