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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetterumschwung verblüfft: Nach eisiger Kälte mit –20 Grad bis zu 14 Grad am 1. Adventswochenende
Nach eisigen Tiefstwerten im Südwesten jetzt frühlingshafte Wärme – und der Advent bleibt völlig anders als gedacht. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Der abrupte Temperaturwechsel könnte kaum deutlicher ausfallen. Während am vergangenen Novemberwochenende (22. und 23. November) im Südwesten nächtliche Tiefstwerte bis nahe minus 20 Grad gemessen wurden, stiegen die Temperaturen am ersten Adventssamstag in Regionen rund um Müllheim bereits wieder auf 14 Grad.
Eine ungewöhnliche Erwärmung, doch das tatsächliche Ausmaß überrascht selbst erfahrene Wetterbeobachter. Die oft diskutierten Spekulationen über einen frühwinterlichen, eisigen Advent haben sich entsprechend erledigt – stattdessen setzt sich ein deutlich milderer Trend durch, der die gesamte Woche prägt.
Milde und wechselhafte Wetterlage dominiert
Die Tage zwischen dem ersten (30. November) und zweiten Advent (7. Dezember) verlaufen überwiegend unspektakulär, aber deutlich zu mild für die Jahreszeit. Die Tageswerte liegen verbreitet zwischen 6 und 11 Grad, und nur in zähen Nebelregionen bleibt es kühler. Am Montag (1. Dezember) zeigt sich vielerorts zunächst ein Mix aus Nebel, Hochnebel und etwas Sonnenschein, bevor im Nordwesten kompaktere Wolkenfelder eintreffen, die stellenweise leichten Regen bringen. Auch am Dienstag herrscht in der Nordwesthälfte dichte Bewölkung mit etwas Niederschlag, während der Osten und Süden teils trüb, teils freundlich und meist trocken bleiben. Der Wind frischt zeitweise spürbar auf, besonders im Nordseeumfeld, schwächt jedoch im Tagesverlauf wieder ab.
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Zur Wochenmitte und Richtung Freitag (5. Dezember) setzt sich die ruhige Wetterlage fort. Mittwoch (3. Dezember) und Donnerstag (4. Dezember) zeigen sich vielerorts hochnebelartig bedeckt mit geringer Niederschlagsneigung. Größere Auflockerungen sind am ehesten im Alpenraum und einigen höheren Lagen zu erwarten. Die Höchsttemperaturen bewegen sich am Mittwoch zwischen 5 und 10 Grad, bei anhaltendem Nebel knapp über dem Gefrierpunkt. Am Donnerstag und Freitag bleibt es ähnlich: Im Westen werden 5 bis 10 Grad erreicht, während der Südosten bei zähem Nebel lokal sogar leichten Dauerfrost verzeichnet. Insgesamt bleibt die Woche zwar grau, aber deutlich zu mild – der Winter hat weiterhin keine nennenswerte Möglichkeit, sich durchzusetzen.